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Mozilla Persona erreicht Beta-Status

Verfasst von: Sören Hentzschel

Mozilla Persona erreicht Beta-Status

Persona ist der Name eines Login-Systems von Mozilla, welches Webseitenbetreiber ganz einfach in ihre bestehende Webseite integrieren können. Der ursprünglich unter dem Namen BrowserID entwickelte Dienst hat heute offiziell den Beta-Status erreicht.

Im Juli vergangenen Jahres hat Mozilla BrowserID erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Seit dem hat Mozilla hart daran gearbeitet. Zusätzliche Features wurden integriert – Name und Logo der Webseite können beim Login angezeigt werden, Links zu Nutzungs- und Datenschutzbestimmungen können integriert werden – die APIs wurden verbessert und mehr. Und schließlich wurde das Projekt noch auf den Namen Persona getauft.

Login-Lösungen wie Persona scheinen auf den ersten Blick nichts Neues. OpenID, Facebook Connect oder Twitter OAuth dürfte vielen ein Begriff sein. Die Idee dahinter ist simpel: Statt sich für jede Seite Benutzernamen und Kennwörter merken zu müssen, nutzt man einfach einen Account bei einem dieser Dienste, um sich damit auf allen Seiten anmelden zu können, die diesen Dienst unterstützen. Doch muss man sich immer dessen bewusst sein, dass man damit Daten an den jeweiligen Anbieter sowie den Webseitenbetreiber preisgibt.

Und hier möchte sich Mozilla mit Persona von konkurrierenden Lösungen abheben. Bei Persona steht die volle Kontrolle der eigenen Daten im Fokus. Mozilla weiß nichts über den Benutzer, der sich über Persona anmeldet, und arbeitet hierbei nicht mit bekannten Werbedienstleistern wie Google oder Facebook zusammen, die ein natürliches Interesse an jeder Art von Nutzerdaten haben. Der Betreiber der jeweiligen Webseite erfährt zu keiner Zeit das Passwort des Benutzers, sondern erhält nur die E-Mail-Adresse, mit welcher der Benutzer auf der Webseite angemeldet ist.

Der Persona-Login funktioniert über die E-Mail-Adresse des Benutzers. Bei der ersten Anmeldung muss außerdem noch das Persona-Passwort eingegeben werden. Möchte sich der Benutzer dann auf weiteren Seiten über Persona anmelden, ist keine Eingabe eines Passworts mehr notwendig, der Benutzer kann sich praktisch mit einem Klick anmelden.

Persona kann mit allen relevanten Browsern in der jeweils aktuellen Version genutzt werden und funktioniert auch auf Tablets sowie Smartphones. Der Erfolg von Persona wird natürlich maßgeblich davon abhängen, ob Webseitenbetreiber Persona anbieten werden. Die Vorteile sprechen aber für sich und machen Persona zu einer attraktiven Lösung für den Login auf einer Webseite, welcher die Benutzer vertrauen können.


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Kommentare

  1. Max  28. September 2012, 17:11

    Im Umkehrschluss ist es aber doch dann so, als ob ich bei allen Diensten das gleiche Passwort nutzen würde. Hat man mein Persona-Passwort, kann man sich bei allen Diensten die Persona integriert haben anmelden.

    Sicher klingt es besser als die anderen Dienste, aber doch auch nicht der Weisheit letzter Schluss…

    Oder habe ich etwas falsch verstanden? Eine Zwei-Wege Anmeldung könnte die Bedenken mildern.

    (BTW: Akismet solltest du auch mal auf den Prüfstand stellen)

  2. Sören Hentzschel  28. September 2012, 17:50

    Ja, im Prinzip ist es, wie wenn du auf den ganzen Seiten, die Persona integriert haben, das selbe Passwort verwendest. Zumindest musst du aber an keine dieser Seiten dein Passwort übertragen, sondern überträgst es nur zur Überprüfung an Mozilla, was eventuell ein Vertrauensbonus sein kann. Ein weiterer Vorteil von Persona ist die Integration in den Browser – zumindest bei Firefox wird es das geben.

    Ein Wechsel von Akismet zu einer alternativen Lösung ist in den nächsten Wochen zusammen mit einigen anderen Änderungen geplant. ;)

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