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Fehlende Browserwahl in Windows kostet Mozilla 6-9 Millionen Firefox Downloads

Verfasst von: Sören Hentzschel

Fehlende Browserwahl in Windows kostet Mozilla 6-9 Millionen Firefox Downloads

Eine interessante Statistik hat Harvey Anderson, seines Zeichens Vice President of Business Affairs and General Counsel von Mozilla, veröffentlicht. Demnach habe das teilweise Fehlen der Browserauswahl in Windows dafür gesorgt, dass Mozilla schätzungsweise zwischen sechs und neun Millionen Firefox-Downloads fehlen.

Seit 2009 ist Microsoft seitens der Europäischen Union dazu verpflichtet, seinen Nutzern eine Browserauswahl anzubieten, über welche diese Firefox, Chrome sowie weitere Browser herunterladen können. Für Nutzer von Windows 7 mit Service Pack 1 fehlte dieser Dialog ganze 15 Monate lang.

Betrachtet man nun die Downloadzahlen von Firefox bis zur Behebung des Fehlers durch Microsoft, sind diese bis dahin etwa 63 Prozent niedriger gewesen. Nach der Behebung des Fehlers ist die Downloadzahl wieder um 150 Prozent auf um die 50.000 Downloads pro Tag gestiegen. Daraus ergibt sich die ku­mu­la­tive Zahl von sechs bis neun Millionen Firefox-Downloads, welche Mozilla fehlen.

Bildquelle: lockshot.wordpress.com

Natürlich müssen diese Zahlen nicht überbewertet werden, zumal es noch einmal große Unterschiede zwischen den Downloadzahlen und den Installationen sowie der tatsächlichen Nutzung gibt, doch interessant ist diese Zahl allemal.

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Kommentare

  1. Gerhard Hallstein  03. November 2012, 19:27

    Hi Sören,

    irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du den deutschen Planet Mozilla fast alleine gestaltest. Nicht dass ich das schlimm fände, weil ich Deine informativen und verständlichen Artikel immer wieder gerne lese, . . . aber es fällt mir nun mal auf (schmunzel-schmunzel).

    Ciao
    Gerhard

  2. Sören Hentzschel  03. November 2012, 19:34

    Hi,

    ja, das stimmt schon irgendwie. Zumindest vom TmoWizard und KaiRo gibt es immer wieder was zu SeaMonkey, ansonsten gibt es abgesehen von meinem Blog aber keine regelmäßigen Quellen. :( Ist ja nicht so, dass sonst niemand über Mozilla schreiben würde. Vielleicht sollte man bei solchen großen Portalen wie golem.de oder so mal anfragen. Das wär für den Nutzer sicher eine feine Sache. Aber das kann ich nicht einschätzen, ob der Gedanke realistisch ist.

  3. Gerhard Hallstein  03. November 2012, 19:38

    Wie meinst das mit golem.de oder so? Wer sollte dort mal wegen was anfragen?

    Den Blog von Mike Speier (TmoWizard) lese und kommentiere ich auch sehr gerne.

  4. Sören Hentzschel  03. November 2012, 19:43

    Ich meine, dass die großen IT-Portale sehr regelmäßig über Mozilla schreiben und diese Artikel eine Bereicherung für das Planet wären. Dann würde der Planet noch viel lebendiger. Da sollte irgendjemand, der mit mozilla.de zu tun hat, mal anfragen, ob das eine Option wäre, finde ich. ;)

  5. Tom77  04. November 2012, 20:19

    Ach bitte! Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast.
    Es will mir doch keiner erzählen, dass die Leute nur deshalb den IE verwenden, weil sie keinen Browserwahl zusehen bekommen.
    Wer weiß was ein Browser ist und das es hier auch andere Programme als den Internet Explorer gibt und eine dieser “Alternativen” nutzen möchte, der macht seine Auswahl sicher nicht von der Browserwahl abhängig.
    Der Unbedarfte, der einfach nur ins Internet will, nimmt das was ihm vorgesetzt/vorinstalliert wird.
    Ich kann mir beileibe kein “Aha Erlebnis” wie “Ach des gibt auch noch andere Browser? Nah dann installiere ich doch mal Firefox …”.
    Ich denke ehr, dass solche von der Browserwahl schlicht überfordert sind und sie einfach wegklicken.

  6. Sören Hentzschel  04. November 2012, 20:41

    Die Downloadzahlen, wie sie sind, sind nun einmal Fakt. Mozilla hat es sicher nicht nötig, diese zu fälschen. Aus welchem Grund auch? Im Gegensatz zu den Googles und Microsofts dieser Welt muss Mozilla keine Aktionäre glücklich machen, hätte also keinen direkten Nutzen davon. Das andere ist Interpretation und die gehört einfach dazu. Jede Statistik wird interpretiert. Wenn mit Eintreten eines Ereignisses X ein Bruch in den Zahlen stattfindet und dieser Bruch sofort mit Behebung dieses Ereignisses wieder egalisiert wird, dann ist das in meinen Augen eine zulässige Interpretation. Nichts passiert ohne Grund. Ich denke, dir ist nicht klar, in welchen Dimensionen sich Browser-Downloads tatsächlich abspielen, und hast den letzten Absatz dieses Artikels einfach mal gar nicht gelesen. Denn offensichtlich bewertest du die Zahlen über. Dass man genau das nicht tun sollte, habe ich wohl deutlich genug geschrieben. Desweiteren scheinst du auch überlesen zu haben, dass Downloadzahlen, Installationszahlen und am Ende die Nutzungszahlen ganz andere Zahlen sind. Auch das steht im Artikel. Du kannst keine 1:1-Beziehung zwischen Downloads und der Nutzung herstellen. Mozilla tut das auch nicht, also regst du dich vollkommen unsonst so künstlich auf.

    Übrigens, du kannst davon ausgehen, dass sehr, sehr viele Menschen keine Ahnung haben, dass es noch andere Browser als den Internet Explorer gibt. Das erlebe ich selber oft genug. Und dass niemand die Browserwahl nutzt, kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, sonst würde man wohl nicht seit Jahren darauf bestehen. Du kannst nicht von deinem eigenen Wissen ausgehen und das auf die gesamte Welt übertragen, dafür ist ein zu großer Teil der Nutzer wirklich unwissend. ;)

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