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Kommentar: Wieso Firefox SocialAPI keine Facebook-Integration ist

Verfasst von: Sören Hentzschel

Kommentar: Wieso Firefox SocialAPI keine Facebook-Integration ist

Vor wenigen Tagen hat Mozilla den Browser Firefox in der neuen Version 17 veröffentlicht. Ein Highlight dieses neuen Releases: SocialAPI. Über eine spezielle Facebook-Seite lässt sich dank SocialAPI der sogenannte Facebook Messenger für Firefox aktivieren. Mit diesem Kommentar möchte ich mit einem großen Missverständnis aufräumen.

Das soziale Netzwerk Facebook wird sehr unterschiedlich gesehen. Die einen lieben es, die anderen hassen es. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Reaktionen auf das neue SocialAPI-Feature und die vermeintliche Integration von Facebook in Firefox aus. Dem liegt meiner Meinung nach aber ein sehr großes Missverständnis zugrunde.

Ich lese von einigen Personen, welche eine Integration von Facebook direkt in Firefox nicht nachvollziehen können und alleine aufgrund dieser Neuerung sich sicher sind, dass sie zukünftig einen anderen Browser verwenden und Firefox den Rücken kehren werden, weil das absolut nicht tolerierbar sei. Dabei ist genau das aber gar nicht der Fall. Mozilla hat Facebook nicht direkt in Firefox integriert. Sehr wahrscheinlich entsteht ein solches Bild vor allem durch die Berichterstattung großer IT-Portale, welche genau diesen Eindruck erwecken lassen.

Mozilla hat mit SocialAPI eine Schnittstelle und damit Möglichkeiten für Drittanbieter geschaffen, den Browser zu erweitern. Durch das SocialAPI erlaubt Mozilla die Nutzung sozialer Features wie Benachrichtigungen oder Chat. Diese Dinge kommen allerdings vom jeweiligen Anbieter selber. Mozilla stellt lediglich Basis-Funktionalitäten bereit, welche dann von eben solchen Anwendungen wie dem Facebook Messenger über Schnittstellen genutzt werden können. So erlaubt Firefox beispielsweise die Verwendung eines Chats direkt in der Browseroberfläche, das aber vollkommen Anbieter-unabhängig.

Facebook ist dabei ganz einfach nur der erste große Anbieter, welcher SocialAPI nutzt. Dass man als erstes ausgerechnet mit Facebook zusammenarbeitet, ist dabei in meinen Augen ein nachvollziehbarer Schritt. Facebook ist ein sehr verbreitetes und beliebtes Soziales Netzwerk und damit der perfekte Aufhänger für das SocialAPI. Es wird auch nicht bei Facebook bleiben, man darf mit weiteren Diensten rechnen, welches SocialAPI in Zukunft nutzen werden. Eine auf Github gehostete Demo-Anwendung zeigt interessierten Entwicklern, wie sie selber SocialAPI nutzen können.

Und das ist es, wieso ich die künstliche Aufregung einiger Personen nicht nachvollziehen kann. Denn wer eine solche Integration nicht selber explizit aktiviert, bekommt diese auch nicht. Wer Facebook nicht mag, der bekommt auch keine Facebook-Funktionalitäten in Firefox. Eine Facebook-Integration (wie auch eine Integration anderer Dienste, welche SocialAPI nutzen) bekommen ausschließlich die, die es wollen und bewusst aktivieren.

Schnittstellen sind eine wichtige Sache. Firefox hat eine ganz große Menge an Schnittstellen. Ohne solche würden überhaupt keine Erweiterungen für Firefox existieren, denn Browser-Funktionalitäten müssen irgendwie ja auch angesprochen werden. Und so ist auch das SocialAPI nur eine Schnittstelle – wie der Name es bereits sagt. Denn API = Application Programming Interface, auf deutsch, genau, Programmier-Schnittstelle. Streng genommen ist damit auch der Facebook Messenger nur eine Erweiterung für Firefox, welche optional genutzt werden kann. Der Unterschied zu klassischen Erweiterungen: Der Nutzer muss hierfür nichts auf seiner Festplatte installieren. Stattdessen werden die benötigen Inhalte über das Internet geladen. Ansonsten ist es aber genau das. Wer sich eine erweiterte Funktionaltität wünscht, erweitert seinen Browser, wer nicht, der lässt es.

Abschließend bleibt mir nur noch eine Frage zu stellen: Worin genau liegt nun die Kritik begründet? ;)

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Kommentare

  1. heubergen  25. November 2012, 13:54

    Vielleicht weil dadurch eine Funktion kommt mit dem Facebook oder anderes eingefügt werden könnte, was einigen schon zu viel ist. (Performance, Prinzip usw.)

  2. Sören Hentzschel  25. November 2012, 13:58

    Prinzip lasse ich als Begründung nicht gelten, das ist ein ganz schwaches Argument. ;) Mozilla zwingt niemanden eine bestimmte Erweiterung zu nutzen. Und wer das nicht nutzt, kann auch keine dadurch möglicherweise verursachten Performance-Einbußen spüren, zumal Mozilla ja auch immer wieder die generelle Performance verbessert.

  3. Anonymous  25. November 2012, 14:00

    Der Post ist leider auf jedenfall nötig gewesen.
    Es ist echt traurig, wie stark auf großen Plattformen gegen den Firefox wegen dieser API gehetzt wird.
    Leider auch auf Portalen wie heise, bei denen man eigentlich erwarten würde, dass sowohl die Zielgruppe, als auch die Redaktion in der Lage ist, die Spezifikation der SocialAPI zu lesen.

  4. Valentin  25. November 2012, 14:02

    Danke für die Richtigstellung Sören,

    auch wenn ich persönlich denke, dass es die meisten der “Schreier” zwar verstanden haben, aber trotzdem einfach gerne herumtrollen. Facebook- und Firefox-Hasser. Eigentlich schade, dass man solche Dinge wirklich hassen kann bzw. dass man sich das auch noch antut und in verschiedenen Foren herumtrollt. Möglicherweise spielt auch, wie von dir angesprochen, die Berichterstattung einiger größerer IT-Portale eine Rolle. Doch auch das ist meiner Meinung nach nicht der Hauptgrund für den Aufschrei.

    Ich habe jetzt mal testweise das Facebook-Ding ausprobiert und unter Linux scheint es noch nicht wirklich ordentlich zu funktionieren. Die Leiste wird zwar rechts angezeigt, allerdings kommt es zu Anzeigefehlern, sobald ich irgendwas anklicke. Aber gut, das Ganze steckt noch in den Kinderschuhen und ich persönlich habe (zumindest derzeit) sowieso keinen Nutzen dafür.

    Gruß, Valentin

  5. JürgenHugo  25. November 2012, 14:05

    1) Herrjeh! Ich bin auch einer von den Facebook-Hassern – aber das ist standardmäßig deaktiviert. Ich schalte das eben nicht ein und gut ist. Ich mag auch den IE nicht, trotzdem ist der installiert, ich benutze ihn eben nicht.

    2) Performance: das ist genau so´n Mumpitz wie bei Win8 vorzuschieben, das Glass nicht mehr da ist, weil es evtl. Performance… – wer bei SOwas schon Angst vor “Performance” hat, der soll sein “Teil” gleich wegschmeißen, das kann dann auch nix anderes gescheit…

    3) Prinzip: nun ja, das kann ich zue Not nachvollziehen – das hier ist aber noch deutlich unter meiner Schmerzgrenze. Mit iTunes Musik hören wäre deutlich drüber – DAS mache ich prinzipiell nicht…

    So. :mrgreen:

  6. Andreas G.  25. November 2012, 14:22

    Ich glaube die Kritik rührt vor allem von Befürchtungen her z.B. das jede Seite die man ansurft brühwarm an Facebook übermittelt wird und auch das die Social API in Zukunft von standardmäßig deaktiviert auf standardmäßig aktiviert umgestellt wird wenn nicht genug Gegenwind da ist.

    Die ganzen Facebookbuttons überall sind in der Hinsicht schon schlimm genug aber wenn ein Browser jede Seite übermitteln würde wäre das die Mutter des Tracking.

    Ich glaube Mozilla hätte viel von der Kritik im Vorfeld ausräumen können wenn sie nicht ausgerechnet Facebook als ersten Anbieter ins Boot geholt hätten. Sie hätten entweder sowas wie Twitter nehmen können, das nicht so scharf in der Kritik steht wie Facebook, oder auch gleichzeitig mit Diensten wie identi.ca oder diaspora die jeder auf dem eigenen Server hosten kann.

  7. Loo  25. November 2012, 15:41

    Sie können es nennen wie Sie wollen, Social-API Integration ist als würde man einen einem Virus (z.B. Opferbook) eine Zugangs API bzw. Backdoor zum FF anbieten!

  8. Sören Hentzschel  25. November 2012, 15:44

    Eine Schnittstelle wird für gewöhnlich ja nicht aktiviert oder deaktiviert, sie ist vorhanden und kann genutzt werden. Es wurde von Anfang an klar gesagt, dass die Nutzung sozialer Features optional sein wird und alles andere hätte auch überhaupt keinen Sinn. Dass ein Anbieter über SocialAPI nicht mehr Privilegien genießt als wenn man die Seite direkt ansteuert, das ist doch wohl selbstverständlich. Ganz besonders bei Mozilla stellt sich diese Frage doch normalerweise überhaupt nicht. Ich denke, die Leute werden schlecht informiert, wie schon im Artikel angedeutet, das ist nicht ihre eigene Schuld, viele wollen sich aber auch gar nicht informieren, das kritisiere ich, die hören nur “Mozilla macht XY” und dann geht das Bashing los. Das ist mittlerweile wirklich schlimm geworden. Egal, was Mozilla macht, sofort schimpfen irgendwelche Leute los und interessieren sich für nichts als ihre eigene persönliche Meinung, die grundsätzlich die richtige für den gesamten Globus ist. ;)

    @Loo: Dein Kommentar ist so ein grober Unfug, dass ich dich darum bitten muss, deine Äußerung mit Fakten zu belegen. Aber das wirst du nicht können, du bist ja sowieso ein bekannter Troll, ist ja nicht dein erster Kommentar auf dieser Seite, der ganz scharf gegen Mozilla geht. ;)

  9. Thomas  25. November 2012, 16:24

    Ist die Beleidigung an den vorangegangenen User wirklich von Nutzen?
    Sören, ich lese gerne Deine Artikel. Aber nicht so!

    Leider gehöre ich zu den Usern die eine Intergration, bzw. eine Möglichkeit der Integration nicht für gut heissen und schliesse mich der Aussage von Loo an, weil ich verstanden habe , WAS er damit zum Ausdruck bringen wollte.

    Auch wenn Du Dich für Mozilla so ins Zeug legst, kannst auch Du einige Umstände nicht vorrausschauen. Ich denke kaum das Mozilla Dich in deren Marktpolitik einweihen wird.

    Eine Integration einer Funktion stellt schon die Möglichkeit dar dieses später auch klamm heimlich auf aktiv zu setzen. Bestes Beispiel hierfür sind die Super-Cookies, die ja jeder bei Bedarf (nun kommt es) DEAKTIVIEREN muss wenn er nicht damit einverstanden ist. Das gleiche gilt für automatische Updates, die Entwicklerkonsole, nur um ein paar geforderte Beispiele zu nennen.

    Ein ganz wesentlicher Punkt ist: Keiner weiss zum derzeitigen Zeitpunkt, wie die API’s sich untereinander verhalten, welche Prozesse sich gegenseitig stören, blockieren. Es ist zum Beispiel nicht das erste Mal das Firefox eine Fehlerleiste einblendet wenn ich die Seiten meiner Sparkasse aufrufe. Das zeigt schon das dort bestimmte Funktionen oder Styles nicht sauber miteinander kommunizieren. Da man grundsätzlich ein soziales Netzwerk und die eigene Hausbank nicht in Verbindung bringt werden viele, besser: ich mit Sicherheit, mir schon Gedanken machen ob alles im Hintergrund sauber abläuft.

    Das ich es nicht besser weiss, wie viele andere auch, bleibt nur die Hoffnung – begleitet mit einem mauen Gefühl – bis wir es besser wissen!

    Also bitte auch den Kritikern eine Chance geben und nicht gleich alle als Trolle bezeichnen.

  10. Sören Hentzschel  25. November 2012, 16:43

    @Thomas:

    Ist die Beleidigung an den vorangegangenen User wirklich von Nutzen?
    Sören, ich lese gerne Deine Artikel. Aber nicht so!

    Das ist keine Beleidigung, sondern ein feststehender Begriff, für den es sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel gibt. Dieser User ist in der Vergangenheit bereits öfter durch Troll-Verhalten aufgefallen. Den kann ich nicht ernst nehmen und das sage ich auch. Ich würde ihn nicht als einen solchen bezeichnen, wäre dies sein erster Beitrag hier gewesen. Ich merke mir meine Leser sehr, sehr gut. Andere Meinungen sind toll. Das kann diskussionsfördernd und inspirierend sein. Aber Trolle brauch ich nicht auf meinem Blog, die können woanders Bashing betreiben. ;)

    Mir ist nicht klar, was mir die Beispiele sagen sollen. Sogenannte “Super-Cookies” können problemlos entfernt werden. Natürlich kann Mozilla das standardmäßig verbieten, Mozilla kann Cookies generell standardmäßig verbieten. Das geht irgendwo dann zu weit denke ich. Automatische Updates gibt es seit vielen Jahren und waren immer schon optional. Dass sie standardmäßig aktiviert sind, ist die einzig richtige Entscheidung. Das hat ganz akute Sicherheits-Gründe. Offene Sicherheitslücken werden ausgenutzt! Was ist mit der Entwickler-Konsole? Firefox bietet seit einigen Monaten sogar zwei verschiedene Konsolen an, mittlerweile ist sogar Remote-Debugging (sprich auf Android oder Firefox OS) möglich. Was hat Mozilla jetzt damit verkehrt gemacht? Zu viel Auswahlmöglichkeit? Zu viele Features? Und dass du das SocialAPI jetzt dahingehend kritisierst, dass du nicht weißt, wie es sich verhält, das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wenn du das hier nicht weißt, weißt du es sehr wahrscheinlich auch bei keiner anderen Schnittstelle. Und Schnittstellen bietet jeder Browser Unmengen. Das ist die absolut selbe Sache, da ist SocialAPI keine Ausnahme. Und bei allem Respekt vor der Sparkasse, wenn die Sparkasse eine Fehlerseite anzeigt, wessen Schuld ist das wohl? ;)

  11. Franz Werfel  25. November 2012, 16:47

    Ein Browser der unter MPL/GPL/LGPL steht, unterstützt ein geschlossen System wie Facebook.
    Facebook repräsentiert genau das Gegenteil vom eigentlichen Internet.

  12. Valentin  25. November 2012, 16:50

    @Franz Werfel: Ihr wollt es gar nicht verstehen. Mozilla Firefox stellt eine Social API bereit, die BIS JETZT lediglich von Facebook genutzt wird. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.

  13. Sören Hentzschel  25. November 2012, 16:50

    @Franz Werfel: Hast du den Artikel überhaupt gelesen? Denn dann ergibt die Bemerkung keinen Sinn. Mozilla hat eine Schnittstelle entwickelt. JEDER kann diese Schnittstelle nutzen. Du verlangst von Mozilla, dass sie bestimmte Anbieter von der Nutzung aussperren? Genau DAS wäre das Gegenteil vom eigentlichen Internet.

    Nachtrag:
    @Valentin: Danke, du warst schneller. Zu spät gesehen. ;)

  14. Thomas  25. November 2012, 16:52

    Dieses Missverständis ist eines in einer langen Tradition bei Mozilla. Ich habe bis heute nicht verstanden, warum die Mozilla-Obersten und die Marketingleute nicht besser aufpassen in ihrer Wortwahl. Es war doch sonnenklar, dass da wieder passiert und sich jeder aufregen wird über die Integration von Facebook in Firefox. Bloatfox, Spionage, blablabla. Aber wenn man’s nicht lernt, wird man eben von den Online-Medien bestraft, die immer alles gern verdrehn und vereinfachen, damit es provokant klingt.

  15. Sören Hentzschel  25. November 2012, 17:10

    @Thomas: Guter Punkt, da stimme ich zu. In der Kommunikation hat Mozilla wirklich Verbesserungspotential, das betrifft einige Dinge, gerade in letzter Zeit. Mozilla sollte auch viel mehr vorher kommunizieren. Das hat man in diesem Fall teilweise sogar gemacht, aber noch nicht genug und auch nicht deutlich genug, was der Unterschied zwischen SocialAPI und Facebook-Integration ist. Und dass Facebook ein wirklich sensibles Thema ist, das war vorhersehbar, dafür muss man ja wirklich kein Prophet sein…

    Teilweise verstehe ich sogar das Verdrehen der Medien. Mozilla integriert Facebook in Firefox ist doch eine ganz andere Schlagzeile als Mozilla implementiert eine Schnittstelle, welche es Facebook erlaubt, eigene Dienste in Firefox anzubieten. Das polarisiert und da geht es ja auch um Besucherzahlen und damit ganz direkt auch um Geld. Gedanken, die ich mir hier Gott sei Dank nicht machen muss, das lässt mich unabhängig bleiben.

    PS: Das mit den Kommentarnamen ist nun verwirrend. Der User ein paar Kommentare weiter oben hat sich auch Thomas genannt und das warst nicht du. Da muss ich nun aufpassen, dass ich richtig zuordne! Ich sehe ja immerhin noch die E-Mail-Adressen dazu. :D

  16. Thomas  25. November 2012, 18:17

    Ok. Das mit dem besagten User wusste ich nicht. Da will ich mich dann auch nicht weiter zu äußern.

    > Und bei allem Respekt vor der Sparkasse, wenn die Sparkasse eine Fehlerseite anzeigt, wessen Schuld ist das wohl?

    Das das ein Problem der Bank ist, ist mir schon klar. Habe ich auch nicht bezweifelt und geht auch eindeutig aus dem Text hervor.

    Ich habe nur versucht darzustellen das mir der beste Browser nichts nützt, wenn ich nach jedem Update alle Einstellungen überprüfen muss, die ich nach meinem Bedarf angepasst habe und die durch das Update abgeschaltet worden sind. Das ist schon mehrfach vorgekommen.

    > Automatische Updates gibt es seit vielen Jahren und waren immer schon optional. Dass sie standardmäßig aktiviert sind, ist die einzig richtige Entscheidung. Das hat ganz akute Sicherheits-Gründe.

    Jaja. Die liebe Sicherheit. Mit der Angst anderer läßt sich wunderbar arbeiten. Nur nicht alle Updates basieren auf Sicherheitslücken. Vielfach werden auch Neuerungen eingebracht, die man einfach nur abnickt. Unter Ubuntu arbeite ich mit der mir angebotenen Version 11. Die letzte “stabile Version” dieser Distribution. Auch ohne Sicherheitslücken. Und mein Auto-Update steht auf “Aus”, sonst ist nämlich meine Arbeitsumgebung im Eimer. Aber nun gut das geht zu weit …

    Meine Meinung ist: Jede Option die man nicht auswählen kann ist Zwang, jede Option die im vornherein aktiviert ist und nicht über die Einstellungen bearbeitet werden kann ist eine Bevormundung.

  17. Sören Hentzschel  25. November 2012, 19:33

    Natürlich, nach einem Update möchte man seine Einstellungen nicht überprüfen müssen, da soll alles wie gewohnt funktionieren. Das verstehe ich sehr gut. Ich weiß, dass das sehr ärgerlich sein kann, wenn dem nicht so ist. Leider ist das nicht immer so einfach, weil immer irgendwelche Webseiten Umstellungen verpassen. Gerade Bankseiten machen öfter Probleme. Woran das liegt, kann ich nicht sagen.

    Zu den Updates: Doch. Alle Firefox-Updates sind Sicherheits-Updates. Vielleicht ist das eine oder andere Update eine Abweichung von dieser Norm, in der Regel ist aber genau das der Fall, siehe folgende Seite: http://www.mozilla.org/security/known-vulnerabilities/firefox.html

    Firefox 11 beinhaltet definitiv bekannte Sicherheitslücken, siehe vorheriger Link. Die von dir angestellte Behauptung ist schlicht und ergreifend falsch. Und dem letzten Absatz kann nur entschieden widersprochen werden. Bevormundung gibt es dann, und nur höchstens dann, wenn es keine Wahlmöglichkeit gibt. Standard-Einstellungen sind die besten Einstellungen im Sinne der Allgemeinheit. Vielleicht nicht individuell für jede einzelne Person, aber wenn man ein Produkt für viele Millionen (!) Nutzer ausliefert, dann gibt es keine zwei Meinungen darüber, ob die Software immer akuell sein muss oder nicht. Veraltete Software-Versionen sind mit ganz großem Abstand Haupt-Ursache Nummer 1 für System-Angriffe. Und diese Einstellung lässt sich sogar ohne Probleme ganz nach Wunsch konfigurieren, sogar Update-Intervalle und was weiß ich kann alles konfiguriert werden. Ob die Updates automatisch erfolgen sollen oder nicht befindet sich direkt auf der obersten Einstellungs-Ebene, also das Gegenteil von versteckt, die Einstellungen sind damit ziemlich prominent platziert. Also diese Argumentation greift hier gar nicht.

  18. Thomas  25. November 2012, 20:48

    > Ob die Updates automatisch erfolgen sollen oder nicht befindet sich direkt auf der obersten Einstellungs-Ebene, also das Gegenteil von versteckt, die Einstellungen sind damit ziemlich prominent platziert.

    Da muss ich widersprechen. Als normal für jeden Nutzer einstellbar verstehe ich die Einstellungen unter “Bearbeiten/Einstellungen”.

    Einstellungen unter “about:config” erfordern erweiterte Kenntnisse die nicht von jedem Benutzer vorrauszusetzen sind. So auch das De-/aktivieren der Social-API unter social.active und social.enabled.

    Das man nach Deinem Angaben Update-Intervalle einstellen kann ist mir ehrlich gesagt neu.

    Nur, um mal wieder auf Deinen Artikel zu kommen – wenn man nicht eine Integration anvisiert, warum werden derartige API’s nicht als Addon bereitgestellt, die ich wie Plugins de-/aktivieren kann. Warum müssen unerfahrene Nutzer die vielfach für sie gefürchteten erweiterten Einstellungen aufrufen?

  19. Samuel  25. November 2012, 21:04

    Hallo Sören

    Vorab: Ich mag die einseitigen Berichte und Nutzerreaktionen zu dem Thema auch nicht. Da es aber ein optionales Feature ist, habe ich wie du ausführst kein Problem damit.

    Ein Punkt den du nicht betrachtet hast sind die Ressourcen. Firefox hat höchstwahrscheinlich Ressourcen für die Entwicklung gesteckt. “Höchstwahrscheinlich” da es auch ein externer Ünterstützer gewesen sein könnte (Beispiel Instantbird / Thunderbird Chat), der ansonsten gar nichts beigetragen hätte.

    Die Prioritäten bezüglich von Ressourcen für Weiterentwicklungen könnten/sollten ggf. anders gesetzt werden. Im Fall von FF und FB Integration stört mich das nicht besonders, da ich FF als Feature komplett empfinde (Empfindest du das eigentlich anders?) und die API Entwicklung auch nicht so lange gedauert haben kann. Was ich als falsche Ressourceneinteilung empfinde ist die Arbeit am Mozilla OS (Wo es doch Android gibt und Mozilla da erst maximal in 3 Jahren unter den großen 3 mitreden kann) und die Abkehr von TB, wo viele Verbesserungen noch ausstehen.

  20. Valentin  25. November 2012, 21:11

    @Thomas:
    > Nur, um mal wieder auf Deinen Artikel zu kommen – wenn man nicht eine Integration anvisiert, warum werden derartige API’s nicht als Addon bereitgestellt, die ich wie Plugins de-/aktivieren kann.

    Da das eine API ist und eben kein Addon. Du musst das Ganze auch gar nicht deaktivieren, da du – sofern du davon nicht Gebrauch machst – auch gar nichts mitbekommst. Das was du ein- oder ausschalten kannst bzw. für jeden Dienst einschalten musst ist die Integration von z.B. Facebook (und in Zukunft auch anderen dritten Seiten).

    Sag mir: Welchen Vorteil hättest du davon, wenn du die API deaktivierst? Weißt du überhaupt, was eine API ist?

  21. Kar  25. November 2012, 21:17

    Hallo,

    vielen Dank für diesen wirklich klärenden Blog-Beitrag!

    Ich muss ehrlich, dass ich wirklich fassungslos über diese Integration war und es absolut nicht nachvollziehbar war, warum sich Mozilla dazu entschlossen hat.

    Dein Blog-Beitrag hat mir jetzt aber erst wirklich vor Augen geführt, was es mit dieser SocialAPI wirklich auf sich hat. Letztlich ist es nichts weiter, als eine weitere Möglichkeit Addons für Social-Seiten zu entwickeln. Deswegen ist es für mich jetzt auch nachvollziehbar, warum es direkt in Firefox integriert wurde und nicht per Addon verfügbar gemacht wurde.

    Ich muss ehrlich sagen, als ich die News bei z.B. Heise gelesen habe, habe ich mir gedacht:

    *** “Wtf, was macht Mozilla nur für ein schei…?! Die verhunzen den guten alten Firefox immer mehr und schaufeln sich immer mehr ihr eigenes Grab!” ***

    Aber jetzt versteh ich den Sinn der SocialAPI um einiges besser, auch wenn ich selber es nie nutzen und brauchen werde.

    Darüber hinaus nutze ich eh schon seit Jahren Opera, habe aber Firefox immer noch als zweit Browser installiert, auch wenn ich ihn eher selten starte. Aber es ist immer nützlich, mehr als einen Browser installiert zu haben.

  22. JürgenHugo  25. November 2012, 22:02

    “Aber es ist immer nützlich, mehr als einen Browser installiert zu haben.” – tja: 2 sind besser als 1 und 4 sind besser als 2, so isses!

    Deswegen habe ich 5 – allerdings hab ich nur 4 installiert, der IE war schon da… :lol:

    Firefox, Opera, Chrome, Yandex, (IE10) – und wenn die Chinesen mit ihrem fertig sind, dann werde ich den auch mal probieren.

  23. Hubertus Hilgers  25. November 2012, 22:12

    Hallo Sören,

    vielen herzlichen Dank für Deine sehr ausführliche, sachlich neutrale Information über die neue Firefoxfunktion SocialAPI.

    Es ist immer wieder ein Genuß die Neuigkeiten bei und von Mozilla bei Dir und Deinem Blog zu lesen, da die “Effekthascherei & Marktschreierei” hier völlig außer acht gelassen wird.

    Einfach reine, sachliche Informationen. Jeder kann und darf sich dazu selbst seine eigene Meinung bilden.

    Gruß, Hubertus

  24. Sören Hentzschel  25. November 2012, 23:16

    @Thomas: Zum Thema Add-on, das hat Valentin bereits absolut korrekt erklärt.

    Die Einstellungen in about:config, nämlich social.enabled und social.active, musst du als Benutzer gar nicht anfassen. Die Aktivierung nimmst du über die Webseite von Facebook vor, die Deaktivierung über das Menü beziehungsweise die Toolbar von Firefox. Der Benutzer muss nicht auf about:config navigieren, keine erweiterten Einstellungen suchen. Das geht natürlich auch, ist nur nicht erforderlich. Jede Einstellung von Firefox lässt sich über about:config finden. Und noch sehr viele mehr.

    Die Einstellungen zum Update: Doch, die befinden sich genau auf dort unter Einstellungen im Reiter Erweitert. Dass nicht alles auf einen Reiter passt, das ist klar, dafür wäre der Bildschirm zu klein und die Einstellungen zu unübersichtlich. Aber es gibt eine ganze Update-Seite in den Einstellungen, das ist doch ausreichend. Mit Update-Intervall meine ich die Zeit, welche zwischen zwei Update-Checks vergehen soll. Das wäre der Schalter app.update.interval in about:config. Gib dort einfach mal app.update ein und du siehst, dass es einige Einstellungen gibt.

  25. Sören Hentzschel  25. November 2012, 23:24

    @Samuel: Du hast Recht, Mozilla hat einige Ressourcen in das Projekt SocialAPI gesteckt, das waren gar nicht so wenige, denn Mozilla hat wirklich mit Volldampf daran gearbeitet. Das hatte eine sehr hohe Priorität und sollte eher früher als später erscheinen, weswegen es sogar noch während der Beta-Phase verhältnismäßig viele Fixes gab. Normalerweise sollten Features in der Betaphase bereits ziemlich gereift sein.

    Firefox und Feature-komplett… persönliche Meinung, definitiv nicht. Natürlich, für den durchschnittlichen Anwender kann Firefox längst alles. Dinge, welche die Sicherheit, Stabilität und Performance verbessern, zähle ich jetzt mal nicht dazu, weil das sind irgendwo selbstverständliche Verbesserungen und die gibt es sowieso immer und immer wieder. Aber das Internet verändert sich und damit auch die Anforderungen. Beispielsweise SocialAPI und WebRTC. Daran hat vor fünf Jahren kein Mensch gedacht. Okay, die Entwickler von Flock haben den Bedarf an sozialen Features erahnt. Die haben ja einen “Sozialen Browser” auf den Markt gebracht. Aber die Situation sieht heute komplett anders aus. Heute gibt es den Bedarf. Und wer weiß, wie die Welt in zwei, drei Jahren aussieht. Da werden wieder ganz andere Anforderungen an den Browser gestellt.

    Ich denke, gerade im Bereich der Werkzeuge für Webentwickler ist noch eine ganze Menge Potential und glücklicherweise plant hier Mozilla auch noch eine ganze Menge. Und ich wünsche mir einen noch sehr viel stärkeren Fokus auf die verbesserte Unterstützung von Webstandards. Da ist Mozilla gut, aber noch nicht sehr gut, wie ich finde. Eigentlich ist das das Wichtigste überhaupt für einen Browser. Die urprüngliche Idee war ja mal, dass Webseiten dargestellt werden. Ganz einfach. :D Ansonsten bietet diese Liste hier noch viele inspirierende Ideen, vieles ist schon umgesetzt, einiges noch nicht:
    https://wiki.mozilla.org/Features/By_team

    Bezüglich Firefox OS vertrete ich definitiv eine andere Ansicht. Ich halte das für ein extrem wichtiges Projekt. Gleichermaßen wichtig für Mozilla als auch für den Mobilmarkt. Wir haben im Smartphone-Markt eine ähnliche Situation wie damals auf dem Browsermarkt. Mozilla hat den Markt aufgemischt und komplett verändert. Dies muss auch das Ziel im mobilen Sektor sein. Wenn es nicht Mozilla tut, wer dann? Das ist die Erwartung, welche ich an Mozilla stelle. Dieses Projekt steht für das, wofür Mozilla steht. Es ist die logische Weiterführung des Gedanken hinter Firefox. Und für Mozilla halte ich es für so wichtig, weil sich der Markt ganz klar verändert. Wer weiß, ob es in fünf Jahren überhaupt noch Desktop-Browser gibt. Wenn Mozilla dann erst anfängt, im mobilen Sektor tätig zu werden, dann ist es zu spät. Dann sind sie sehr schnell komplett von der Bildfläche verschwunden.

    Was Thunderbird betrifft, ja, da gebe ich dir Recht. Die Gründe sind für mich durchaus nachvollziehbar, aber ich verstehe es trotzdem nicht, wieso man einen so drastischen Schritt wählen musste. Ich halte Thunderbird für ein richtig tolles Programm, auch wenn es nicht wirklich ins Konzept von Mozilla passt, und in den letzten Monaten hat sich so viel bei Thunderbird getan, dass diese Entscheidung umso überraschender war. Es sah eigentlich danach aus, als würde es endlich wieder richtig vorwärts damit gehen. Thunderbird war in der Vergangenheit ja schon öfter sehr im Schatten von Firefox und etwas stiefmütterlich behandelt worden.

  26. Sören Hentzschel  25. November 2012, 23:32

    @Kar: Das finde ich klasse. Das war das Ziel hinter dem Artikel, den einen oder anderen darüber aufzuklären, was es mit SocialAPI und Facebook auf sich hat. Danke für die ausführliche Rückmeldung und auch Danke @Hubertus Hilgers für die netten Worte.

    @JürgenHugo: Was willst du mit Yandex? Ist doch auch nur ein Chrome-Ableger. :P Und noch wichtiger: Was hast du gegen iTunes? Okay, das ist jetzt stark Off-Topic, aber ich mag iTunes. :D

  27. JürgenHugo  26. November 2012, 00:04

    @Sören: “Was willst du mit Yandex?” Ööhm: das Icon gefällt mir… :oops:

    OT? OT gibts nicht, alles ist mit jedem verknüpft – aber zu iTunes: die Seite gefällt mir nicht, die Gängeleien gefallen mir nicht (Musik PC > “Teil”, andersrum will Apple das nicht), die ganze Richtung gefällt mir nicht – und brauchen tu ich das schon garnicht.

    Wenn ich Musik am Rechner hören will, dann schaffe ich das schon so… :lol:

  28. Johannes  26. November 2012, 00:30

    Danke für die Aufklärung, war erst auch geschockt als ich das mit der Integration gelesen hatte :-).

  29. Samuel  26. November 2012, 02:15

    Danke für die ausführliche Antwort Sören.

  30. Johannes  26. November 2012, 14:24

    Danke für den Artikel, Sören, endlich mal klare Worte zu dem Thema, echt schon schrecklich, was manche darüber schreiben.

  31. Phaiax  26. November 2012, 18:07

    Bisher fiel ein paar mal die Bemerkung, dass die SocialApi ja ein offenes System ist und jedes soziale Anwendung sie nutzen kann.

    Dennoch wurde bisher nicht wirklich beachtet, wie sehr die Anwendung doch genau auf Facebook zugeschnitten ist und wie sehr Facebook schon im Auslieferungszustand integriert ist. Dies sorgt faktisch sogar für eine Benachteiligung kleinerer Netzwerke. (Bitte korregiert mich wenn ich falsch liege)

    Suche ich bei about:config nach social sehe ich nur, dass das Social-Manifest (also die Einstellungen, die Firefox sagen wo Facebook liegt) bereits vorinstalliert ist und auf social.activation.whitelist bereits Facebook (und nur Facebook) eingetragen ist, was auch immer das bedeutet. Jetzt gibt es hier: https://github.com/mixedpuppy/socialapi-demo eine Demoanwendung, zu deren Aktivierung allerdings manuelle Handarbeit in der about:config nötig ist. Von Offen für Alle kann dabei aber keine Rede sein, die Schnittstelle ist derzeit eher für all diejenigen, die facebook und nur facebook benutzen, sowie wirklich für alle experten und internetseiten für experten (zB stackoverflow), deren Nutzergemeinde es zuzumuten ist, in der about:config herumspielen. Ich habs übrigens nicht geschafft, die Demo zum Laufen zu kriegen, der Betreiber dieses Blogs aber schon: http://webcache.googleusercontent.com/search?q=cache:NQqMAJy9J5sJ:mike.macgirvin.com/profile/mike%26page%3D96+&cd=6&hl=de&ct=clnk&gl=de&client=ubuntu

    Zweiter großer Kritikpunkt: In der derzeitigen Form ist die API übermäßig stark auf Facebook zugeschnitten.
    https://developer.mozilla.org/en-US/docs/DOM/navigator.mozSocial erlaubt das Ein-und-Ausblenden einer Sidebar sowie das ein-und-ausblenden von Chatwindows am unteren Bildschirmrand. Erinnert an Facebook?

    Was wäre jetzt mit einem Sozialen Netzwerk welches über Zeichnungen oder Bilder kommuniziert und für die die kleinen Chat-Fenster zu klein sind. Für die es beispielsweise von der Usability andere, bessere Möglichkeiten gäbe? Sollen die sich dem Layout von facebook.com anpassen?

    Letzter Kritikpunkt: Mozilla behauptet zwar, die SocialApi könne von mehreren Anwendungen gleichzeitig benutzt werden, aber ich frage mich wie das beim derzeitigen Stand funktionieren soll. In die Sidebar wird quasi nur eine Internetseite geladen.
    Bei der Benutzung von 2 SocialAPI-Seiten gleichzeitig könnte man sie noch übereinander darstellen, allerdings wird dies umso unübersichtlicher, je mehr Anwendungen in die Sidebar integriert werden wollen. Als alternative bleiben noch Tabs bzw mehrere dieser Buttons wie der f-Button rechts neben der Suchleiste bei aktiviertem Facebook-SocialAPI. Dieses Verhalten unterscheidet sich dann fast nicht mehr von angepinnten Tabs. Alles auf einen Blick sieht man damit dann auch nicht weil man zwischen mehreren Netzwerken switchen muss.

    In dieser Hinsicht fehlt mir auch ein wenig der Sinn der API. Insofern kann ich die Kritik durchaus verstehen. Trotzdem bleib ich meinem Firefox natürlich treu :D

  32. Jörg  26. November 2012, 23:49

    Vielen Dank für Ihre Erläuterung.

  33. Kevin  27. November 2012, 15:23

    Hä? Was ist jetzt los?? Ich hab jetzt Aurora auf 19.0.a2 oder so gemacht und auf einmal kriege ich die Symbole nicht mehr angezeigt, wo ich die Chatleiste ausblenken kann, und so.. kann mir einer helfen?Unter Hilfe habe ich geguckt, dort steht man soll oben rechts auf das fb-symbol klicken… aber wo ist das?

  34. Sören Hentzschel  29. November 2012, 11:00

    @JürgenHugo: Optische Gründe lasse ich durchgehen, sowas kann ich nachvollziehen. :D Und das ist auch einer der Gründe, wieso ich iTunes nutze. Ich muss keine Musik vom MP3-Player auf die Festplatte bekommen oder Ähnliches, für mich geht es einzig um die Musikverwaltung und das Abspielen von Musik auf meiner Festplatte. Ich höre sehr viel Musik am Computer. Das macht’s sehr gut und ganz hübsch ist es auch. :)

  35. Sören Hentzschel  29. November 2012, 11:21

    @Phaiax: Facebook ist ja nicht im Auslieferungszustand von Firefox integriert, der Content kommt direkt von Facebook, nicht von Mozilla. Drittanbieter können in der Sidebar auf der rechten Seite praktisch platzieren, was sie wollen. Und Facebook hat hier eben die eigene Sidebar 1:1 abgebildet. Und die Anbieter können auch die Inhalte selber bestimmen, welche bei Klick auf einen Toolbar-Button erscheinen. Das müssen keine Freundschaftsanfragen sein, wie es das beispielsweise bei Facebook gibt. SocialAPI erlaubt die Verwendung eines Chats. Auch das nutzt Facebook natürlich. Ich habe aber auch schon zwei andere SocialAPI-Demo-Anwendungen ausprobiert, welche den Chat genutzt haben, eine Demo war sogar ein Videochat in Verbindung mit WebRTC, das war ziemlich nett! Aber dass hier etwas besonders auf Facebook zugeschnitten sei, kann ich nicht erkennen. Wie gesagt, der Anbieter hat nahezu alle Möglichkeiten. Ich glaube, du unterschätzt ein wenig, welche Möglichkeiten einem ein sauber umgesetztes API bietet. Bei guter Umsetzung ist so etwas extrem abstrakt und erlaubt die unterschiedlichsten konkreten Implementierungen.

    Wieso sich andere Seiten für ihre Dienste dem Design von Facebook anpassen müssten, das erschließt sich mir überhaupt nicht. Und dass die Chat-Fenster nicht größer sind, ist auch richtig so. Solche Chat-Fenster haben in anderen Größen überhaupt keinen Sinn, ist bei Google Plus übrigens ganz genau so. Der Content der jeweiligen Webseite soll ja nicht verdeckt werden, das ist immer noch das allerwichtigste.

    Dass die Anbieter auf irgendeine Weise in Firefox registriert sein muss, ist irgendwo für mich verständlich. Ich meine, wenn eine Webseite einfach so Firefox-Einstellungen manipulieren könnte, das wäre irgendwo ja gefährlich. Ich denke, das hat damit zu tun. Das kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Solche Dinge lassen sich aber auch per Erweiterung ganz einfach regeln, ein Endanwender muss about:config normalerweise gar nicht bedienen. Es wird auf jeden Fall noch weitere Anbieter geben, es wird nicht bei Facebook bleiben. Nur mit irgendjemandem muss man anfangen und da bietet sich Facebook ja perfekt an. Außerdem hast du ja selbst schon bemerkt, dass es derzeit gar keine Unterstützung für mehrere Anbieter gibt.

    Und das ist der nächste Punkt, das wird es geben, das wird sehr wahrscheinlich noch in dieser oder in der nächsten Woche in Firefox landen, das heißt Bestandteil von Firefox 20 werden. Vielleicht wird man das sogar nachträglich in Aurora oder gar Beta noch einbringen, wobei ich letzteres für unwahrscheinlich halte, aber Firefox 19 wäre denkbar. Einfach mal abwarten, was Mozilla sich hier hat einfallen lassen. ;)

    Eine weitere Sache des SocialAPI ist, dass es nicht einmal auf Firefox beschränkt ist. Diese Schnittstelle soll auch standardisiert werden. Andere Browser-Hersteller sind ausdrücklich dazu eingeladen, ähnliche Funktionalitäten anzubieten. Das ist die Idealvorstellung: Ein einheitliches API und Webseiten können solche Dienste vollkommen browserunabhängig anbieten. Darauf soll es hinauslaufen, so weit ist das Ganze natürlich noch lange nicht.

  36. Sören Hentzschel  29. November 2012, 11:30

    @Kevin: Normalerweise in der Haupt-Toolbar. Hast du keines? Ist es denn im Symbolleisten Anpassen-Dialog vorhanden? Wie sehen die Einstellungen in about:config bzgl. social aus?

  37. Kevin  29. November 2012, 13:31

    Hallo Sören,
    ich hab mal ein paar screenshots gemacht… Ich habs mit Nightly gemacht.. sieht aber genauso bei Aurora aus…
    http://petzichen.coobz.de/fb-button-weg.JPG
    http://petzichen.coobz.de/fb-button-weg2.JPG
    Beim ersten Bild ist ja der Anppasungsmanager zu sehen, wenn ich runter scrolle, wir fb aber auch nicht angezeigt… Beim zweiten Bild habe ich mal ein paar Punkte mehr gemacht… ;-) ich habe es auch mal deaktiviert, Aurora neu gestartet, und neu aktiviert… hat auch nicht den gewünschten effekt :D

  38. Sören Hentzschel  30. November 2012, 00:03

    Resette einmal die beiden fett geschriebenen Einträge in about:config (per Kontextmenü bei Rechtsklick) und aktiviere SocialAPI über die Facebook-Seite neu. Das sollte eigentlich funktionieren.

  39. Kevin  30. November 2012, 11:59

    Juhuuuuuuuuuuuuuuuuuu… DANKE!!!!!!!!! endlich :D aber gequetscht sehen die Bildchen trotzdem aus.. oder?
    MfG
    Kevin

  40. Sören Hentzschel  01. Dezember 2012, 16:36

    Hm.. jo, ein wenig. ;)

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