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Öffentliche Beta von Firefox Relay gestartet

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Mozillas neuester Dienst hört auf den Namen Firefox Relay und schützt die persönliche E-Mail-Adresse vor Spam und unerwünschter Offenlegung. Ab sofort kann Firefox Relay von jedem ausprobiert werden.

Firefox Relay ist ein neuer Dienst von Mozilla. Seit dem Start der geschlossenen Beta-Phase im Sommer wurden viele Verbesserungen vorgenommen und Probleme behoben. Nun hat Mozilla die öffentliche Beta-Phase gestartet. Das heißt, dass sich ab sofort jeder Interessierte für Firefox Relay anmelden kann.

Was ist Firefox Relay?

E-Mail-Adressen sind gleichzusetzen mit einer persönlichen Adresse. Sie sind einmalig und viele Nutzer besitzen nur eine einzige E-Mail-Adresse, die sie teilweise auf dutzenden, wenn nicht gar auf hunderten Websites verwenden. Findet auf einer Website, auf der man mit seiner E-Mail-Adresse registriert ist, ein Datendiebstahl statt, wird damit in vielen Fällen auch die persönliche E-Mail-Adresse offengelegt. Und haben Spammer erstmal eine E-Mail-Adresse in ihrem System, darf man sich auf viele unerwünschte E-Mails ohne realistische Hoffnung einstellen, dass der Spam abnehmen wird.

Firefox Relay

Mit Firefox Relay können Alias-Adressen angelegt werden, die der Nutzer für Newsletter-Anmeldungen und Website-Registrierungen angeben kann. Firefox Relay leitet diese E-Mails dann an die persönliche E-Mail-Adresse weiter. Wird ein Alias nicht mehr benötigt, kann dieser ganz einfach temporär deaktiviert oder komplett gelöscht werden.

Firefox Relay

Mittels Firefox-Erweiterung können in Online-Formularen ganz einfach bei Bedarf neue Alias-Adressen angelegt werden, ohne dass hierfür zunächst die Weboberfläche von Firefox Relay aufgesucht werden muss.

Firefox Relay

Verfügbarkeit und Kosten von Firefox Relay

Firefox Relay steht derzeit nur in englischer Sprache, dafür aber überall in der Welt zur Verfügung. Die Nutzung von Firefox Relay ist aktuell, während der Beta-Phase, kostenlos. Ob Firefox Relay nach Verlassen der Beta-Phase etwas kosten wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

via:
Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler aus Salzburg. Auf soeren-hentzschel.at informiert er umfassend über Neuigkeiten zu Mozilla. Außerdem ist er Betreiber von camp-firefox.de, der ersten Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum für Firefox-Probleme aller Art. Weitere Projekte sind firefox.agenedia.com, mozilla.de, firefoxosdevices.org sowie sozone.de.

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7 Kommentare - bis jetzt!

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  1. ruth
    schrieb am :

    Hmm, die Frage ist wie schnell die Anbieter den Dienst als "TrashMail" deklarieren und somit nicht mehr akzeptieren.

    Wie soll das verhindert werden?

     

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    "Trashmail" ist das ja nicht, denn bei "Trashmail" gehört einem die E-Mail-Adresse nicht und theoretisch kann jeder darauf zugreifen. Das ist hier nicht so. Natürlich kann es trotzdem sein, dass Dienste einen Service wie Firefox Relay blockieren. Welche Maßnahmen hier ergriffen werden, kann ich dir nicht sagen, aber vollständig verhindern wird sich das wahrscheinlich nicht lassen.

  3. Usr
    schrieb am :

    Ich kann hierzu nur den email Anbieter posteo empfehlen.

    Kostet 1Euro pro Monat u. bietet schon seit Jahren Email–Aliase an. 
    Nutze den Service schon lange und erfolgreich. 

     

  4. schrieb am :

    Coole Sache! Danke für den Hinweis!

  5. Torsten
    schrieb am :

    Naja, erst einmal abwarten, wie sich das Ganze entwickelt und nicht schon vorher sich einen Kopf zerbrechen, ob es nun funktioniert oder nicht.  Immer gleich diese deutsche Ungeduld und voreiliges Gejammere.

  6. Jonathan
    schrieb am :

    Prima Idee, und anders als noch einen VPN-Dienst anzubieten (den man noch nichtmal selber macht) gibts dafür m.E. noch keine oder nicht viele Konkurrenten. "Login with Apple" funktioniert so ähnlich, ist aber auf Apple-User begrenzt und setzt voraus, dass Appls oder Websites das aktiv unterstützen. Bin gespannt, ob Relay aktiv blockiert wird – wobei das dann eigentlich auch ein sicheres Zeichen ist, seien Mailadresse dem entsprechenden Dienst nicht zu geben.

  7. Herr Günni
    schrieb am :

    Ich nutze schon seit sehr sehr vielen Jahren spamgourmet.com und es gibt nur selten Probleme bei Anmeldungen. Kann natürlich auch damit zusammenhängen das es sich gefühlt um einen ehr kleinen unbekannten Anbieter handelt.

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