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Zusammenarbeit zwischen Anthropic und Mozilla macht Firefox durch KI-Einsatz sicherer

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Mozilla hat mit Anthropic zusammengearbeitet, um Firefox sicherer zu machen. Innerhalb von nur zwei Wochen hat die KI von Anthropic 22 bislang unbekannte Sicherheitslücken gefunden, davon 14 schwerwiegende. Die Sicherheitslücken wurden durch Mozilla bereits geschlossen.

Wie Anthropic und Mozilla bekannt gegeben haben, hat man zusammengearbeitet, um Firefox durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) sicherer zu machen. Das Resultat sind zahlreiche behobene Sicherheitslücken und Fehler in Firefox 148.

Generell hätten KI-gestützte Fehlerberichte eine gemischte Erfolgsbilanz und Skepsis sei angebracht, so Mozilla. Denn zu viele Meldungen hätten schon zu Fehlalarmen und einer zusätzlichen Belastung für Open-Source-Projekte geführt. Die Erfahrung mit dem Frontier Red Team von Anthropic sei aber eine andere gewesen.

Anthropic hat mit Hilfe seines Modells Claude Opus 4.6 Sicherheits-Schwachstellen in der JavaScript-Engine von Firefox gefunden und sich damit an Mozilla gewandt. Entscheidend war, dass Anthropic direkt minimale Testfälle bereitstellte, sodass Mozilla diese schnell reproduzieren konnte. Innerhalb weniger Stunden konnte Mozilla damit beginnen, Korrekturen zu integrieren, und eine enge Zusammenarbeit wurde gestartet, um dieselbe Technik auf die gesamte Codebasis von Firefox anzuwenden. Nach zwei Wochen wurden 22 Sicherheitslücken identifiziert, von denen Mozilla 14 als kritisch eingestuft hat, und alle in Firefox 148 behoben. Darüber hinaus wurden über 90 weitere Bugs mit Hilfe von Anthropic gefunden, die größtenteils auch schon behoben sind.

Firefox wurde über Jahrzehnte hinweg einigen der umfangreichsten Fuzzing-Tests, statischen Analysen und regelmäßigen Sicherheitsüberprüfungen unterzogen. Trotzdem konnte Claude Opus 4.6 viele bisher unbekannte Fehler aufdecken. Mit dieser Erkenntnis hat Mozilla damit begonnen, KI-gestützte Analysen in die internen Sicherheitsabläufe zu integrieren, um auch in Zukunft proaktiv Schwachstellen finden und beheben zu können, bevor Angreifer dies tun.

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Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler aus Salzburg. Auf soeren-hentzschel.at informiert er umfassend über Neuigkeiten zu Mozilla. Außerdem ist er Betreiber von camp-firefox.de, der ersten Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum für Firefox-Probleme aller Art. Weitere Projekte sind firefox.agenedia.com, firefoxosdevices.org sowie sozone.de.

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