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Thundermail: Webmail Alpha und Zwei-Faktor-Authentifizierung sind da

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Von Thundermail, dem E-Mail-Dienst der Thunderbird-Macher, gibt es nun eine erste Version einer Weboberfläche. Außerdem steht ab sofort für mehr Sicherheit eine Zwei-Faktor-Authentifizierung zur Verfügung.

Thunderbird ist vor allem für seinen kostenlosen E-Mail-Client für Windows, macOS und Linux bekannt. Seit November 2024 gibt es Thunderbird auch für Android, Thunderbird für iOS ist in Entwicklung. Doch dabei soll es nicht bleiben: Die MZLA Technologies Corporation möchte ein Ökosystem aus Clients und Diensten als Alternative zu denen der Tech-Giganten wie Google Mail und Microsoft Office 365 etablieren, welches Open Source ist.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Um die Sicherheit zu erhöhen, haben Thundermail-Nutzer ab sofort die Möglichkeit, einen zweiten Faktor zu konfigurieren, sodass Benutzername und Passwort alleine nicht mehr für einen erfolgreichen Login reichen.

Webmail Alpha

Unter webmail.thundermail.com steht eine erste Alpha-Version der Weboberfläche von Thundermail zur Verfügung. Hierüber können E-Mails gelesen, geschrieben und Kontakte verwaltet werden.

Es handelt sich dabei um einen vollständig lokal im Browser laufenden JMAP-Client, dessen Quellcode auf GitHub verfügbar ist. Das heißt auch, dass man diesen auf Wunsch auch selbst hosten kann. Es sind dafür keine serverseitigen Komponenten erforderlich. Da es sich um eine erste Alpha-Version handelt, ist der Funktionsumfang zu diesem Zeitpunk natürlich noch nicht sehr groß.

Die folgende Bilderstrecke gibt erste Eindrücke.

Thundermail Webmail
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Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler aus Salzburg. Auf soeren-hentzschel.at informiert er umfassend über Neuigkeiten zu Mozilla. Außerdem ist er Betreiber von mozilla-insights.org, einer Website, welche Fakten über Mozilla recherchiert und visualisiert, sowie camp-firefox.de, der ersten Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum für Firefox-Probleme aller Art. Weitere Projekte sind firefox.agenedia.com, firefoxosdevices.org sowie sozone.de.

2 Kommentare - bis jetzt!

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  1. Christian Hofmann
    schrieb am :

    Ich beobachte das Projekt schon länger und habe auch eine Einladung. Mich schreckt nur der Preis ab es einmal zu testen. Rund 60 Euro um "Versuchskaninchen" zu spielen ist schon eine Ansage. Außerdem ist die Frage wie sich die Preise entwickeln. Die Gefahr von der einen Abhängigkeit (Google/Microsoft/etc) in die nächste (Thunderbird Pro) zu rennen ist realistisch und die Preise im Vergleich zu den großen doch eher hoch angesetzt, zumal mir das Konstrukt dahinter nicht so ganz klar ist. Mozilla sitzt ja in den USA, somit dürfte der Zugriff von US Behörden ja genau so wie bei den Großen gegeben sein, auch wenn die Infrastruktur hier betrieben wird, von wem wird sie denn eigentlich betrieben?

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Mich schreckt nur der Preis ab es einmal zu testen. Rund 60 Euro um "Versuchskaninchen" zu spielen ist schon eine Ansage.

    Versuchskaninchen klingt, als sei das noch völlig experimentell und nicht ausgereift. Man kann Thundermail aber bereits ohne Probleme produktiv einsetzen. Ob es einem das Geld wert ist, muss natürlich trotzdem jeder für sich selbst beantworten.

    Die Gefahr von der einen Abhängigkeit (Google/Microsoft/etc) in die nächste (Thunderbird Pro) zu rennen ist realistisch

    Naja, man „bindet” sich halt so, wie bei jedem kostenpflichtigen wie auch kostenlosen Anbieter: Die E-Mail-Adresse gehört dem jeweiligen Anbieter und wenn man wechselt, benötigt man eine neue Adresse. Aber grundsätzlich kann man jederzeit woanders hinwechseln und die alten E-Mails und Kontakte übertragen.

    zumal mir das Konstrukt dahinter nicht so ganz klar ist. Mozilla sitzt ja in den USA, somit dürfte der Zugriff von US Behörden ja genau so wie bei den Großen gegeben sein

    Den Part verstehe ich nicht. Behörden fragen bei Anbietern aus Deutschland ebenfalls nach, das hat mit den USA überhaupt nichts zu tun. Schau zum Beispiel mal in den Transparenzbericht von Posteo: Demnach gab es bei Posteo alleine 2025 85 Behörden-Anfragen, davon 79 von deutschen Behörden. Selbstverständlich muss sich Mozilla, wie alle Anbieter, an die Gesetze halten und die Gesetze sehen unter bestimmten Voraussetzungen vor, dass Daten herausgegeben werden müssen. Ob es dann tatsächlich zu einer Herausgabe kommt, ist wieder ein anderes Thema, weil das natürlich formal korrekt ablaufen muss und einen richterlichen Beschluss erfordert. Mozilla wird genauso wenig wie alle anderen voreilig irgendwelche Daten herausgeben, ist aber eben auch genauso wie alle anderen an die Getzgebung gebunden. Du wirst keinen seriösen Anbieter finden, für den das nicht gilt.

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