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Firefox 50 wird mit Emoji-Schrift für Nutzer von Windows XP-7 und Linux ausgeliefert

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Sogenannte Emojis finden nicht nur in Messenger-Apps wie WhatsApp Anwendung, auch im Web werden diese immer häufiger verwendet. Die Unterstützung hierfür sieht bei alten Windows-Versionen und auf Linux allerdings mager aus. Darum wird Firefox 50 mit EmojiOne als Emoji-Schriftart für diese Betriebssysteme ausgeliefert.

Um sogenannte Emojis auf Webseiten darstellen zu können, ist eine entsprechende Schriftart auf dem System des Anwenders notwendig. Auf Apple OS X sowie auf Windows ab Version 8 ist es um die Emoji-Unterstützung auch hervorragend bestellt, nicht aber auf Windows XP (keine Unterstützung) bis Windows 7 (nur teilweise Unterstützung) und auch die bekannten Linux-Distributionen unterstützen nicht alle Emojis. Damit Firefox aber dennoch unabhängig vom Betriebssystem Emojis darstellen kann, wird Firefox ab Version 50 mit der bekannten Emoji-Schriftart EmojiOne ausgeliefert, auf welche Firefox auf diesen Systemen zurückgreifen kann.

Firefox 50 Emoji

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

20 Kommentare - bis jetzt!

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  1. Feuerfuchsuser
    schrieb am :

    Was ist das denn für eine Aktion? Wer immer noch Windows XP verwendet, verwendet sicher keine Emojis…

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Hast du den Beitrag weiter als XP gelesen? Windows Vista ist nach wie vor aktuell, Windows 7 sowieso und Linux betrifft das genauso. Erst ab Windows 8 und auf Apple OS X ist die Emoji-Unterstützung von Haus aus hervorragend.

    Davon abgesehen: Webseiten verwenden Emojis, darum geht es. Welches Betriebssystem der Nutzer verwendet, hat nichts damit zu tun, was Webseiten verwenden. Die einzige Frage ist, ob die Webseite korrekt dargestellt werden kann oder nicht.

  3. schrieb am :

    Ganz wenig OT: ich bin heute früh morgens noch mal mit FF 44 konfrontiert worden, nachdem ich in meinem Dritt-PC ein neues Netzteil eingebaut hatte und ihn vom Flur (stand er länger) wieder zum Platz getragen und kplt. neu verkabelt habe.

    FF hat aber fottens gemeckert, das er und 13 Add-Ons veraltet wären… :mrgreen:  

  4. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ganz wenig OT

    Ja, ganz wenig. 😉 😉

    FF hat aber fottens gemeckert, das er und 13 Add-Ons veraltet wären…

    Updates sind immer ein positives Zeichen. Das sagt einem, dass das jeweilige Add-on noch aktiv gepflegt wird. Das ist ja leider über die Jahre gesehen keine Selbstverständlichkeit und dann funktioniert ein Add-on oft irgendwann nicht mehr. 🙂

  5. Kar
    schrieb am :

    Irgendwie verstehe ich nicht, warum diese Icons (bzw. auf Neudeutsch "Emoji") eine eigene Schriftart brauchen?

    Ist das nur für Firefox erforderlich und wenn ja, wozu bzw. wieso? Ich meine, dass sind doch ganz normale Icons bzw. Bilddateien, was bringt da eine eigene Schriftart und wieso werden diese "Emoji" unter Linux und unter Win XP bis 7 nur mit einer eigenen Schriftart (richtig) dargestellt?

    Ist das nicht irgendwie Overkill, wenn für solche Icons eine eigene Schriftart installiert werden muss? 

  6. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Nein, das sind eben keine Bilddateien, das sind Schriftzeichen, das nennt sich Unicode. 😉 Darum kann man Emojis auch kopieren wie jeden anderen Text auch. Für Firefox gilt hier nichts anderes als für jeden anderen Browser auch. Wobei ich nicht weiß, ob andere Browser eine Schriftart mitliefern.

    Overkill ist das nicht wirklich. Moderne Betriebssysteme besitzen eh eine entsprechende Schriftart. Und für eine verbesserte Darstellung von Webseiten kommen eben einmalig um die 800 KB dazu, das fällt heutzutage nicht ins Gewicht.

  7. schrieb am :

    Zu den 800 KB: früher war sowas vielleicht mal viel – aber ich hatte erst vor 10 Jahren den erstes Rechner zuhause und kenne nichts kleineres als eine HDD mit 320 GB. Wenn das so weitergeht, dann platzt iwan doch mal was, grins.

    Die HDD ginge übrigens immer noch – alle Daten incl. dem installierten XP sind noch drauf und lesbar – bißchen lahm ist die halt: 55/60 MB/s. Aber immerhin…

  8. Michael M.
    schrieb am :

    Ich fände es wesentlich sinnvoller, wenn mir Firefox beim Betrachten einer Webseite mit Zeichen, für die ich keinen Font installiert habe, einen Hinweis einblendet und mir gleich einen frei verfügbaren Font mit den fehlenden Zeichen zum Download anbietet. So wie man früher auf fehlende Plugins aufmerksam gemacht wurde.

  9. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Du schreibst wesentlich sinnvoller, aber ich wüsste nicht einmal, wieso das auch nur etwas sinnvoller sein sollte. Die Darstellung von Unicode-Zeichen erachte ich im Jahr 2016 als notwendige Fähigkeit eines Browsers. Der Bedarf an der Darstellung sogenannter Emojis hat in den letzten Jahren ganz stark zugenommen und immer mehr Webseiten und Anwendungen unterstützen diese. Durch einen nachträglichen Download sehe ich keinen wirklich großen Vorteil gegenüber einer direkten Verfügbarkeit. 😉

  10. Thomas
    schrieb am :

    Hallo Sören.

    Nicht ganz passend, aber auch nicht ganz OT.

    Ich finde es sehr gut, daß XP von Mozilla noch unterstützt wird. Gibt es denn irgendwelche Überlegungen, XP seitens Mozilla aufzugeben?

    In meinem Bekanntenkreis sind schon einige Win 8 / 10 – Nutzer von irgendwelchen Trojanern heimgesucht worden.
    Ich hatte bisher noch NIE das (zweifelhafte) Vergnügen.
    Was mir bei der Diskussion immer zu kurz kommt, ist die einfache Tatsache, daß auch die aktuellen Systeme voller Löcher sind. Wenn die Sicherheitsupdates so gut schützen würden, käme es nicht zu aktuellen Infekten auf den neueren Systemen.

    Mir ist die "Gefahr" durchaus bewußt, Infektionswege bekannt.
    Daher gehen mir z.B. diverse Emails grundsätzlich erst Mal am A* vorbei.
    Und der PC ist weitestgehend verrammelt (z.B. NoScript, EMET – auch gepflegt).
    Natürlich trotzdem etliche Sicherheitslücken, klar.
    Auch das Onlinebanking ist problemlos: HBCI mit Karte und ext. Kartenleser mit Tastatur.
    So what…

    Bin sehr viel im WWW unterwegs, ist daher sozusagen ein Test.
    Habe alles als regelmäßiges Backup offline (12 Monate zurück), ist also nicht wirklich ein Problem, wenn etwas vorfällt. Platt machen und ein Restore. Ist getestet, dauert ca. 5 min fürs Sytem, 30 min für Daten.

    Und die Daten sind auch nicht lebenswichtig. Wenn was fehlen sollte, läßt sich das wieder beschaffen.

    Orientiere mich gerade in Richtung Linux, habs aber nicht wirklich eilig 😉

  11. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ich finde es sehr gut, daß XP von Mozilla noch unterstützt wird. Gibt es denn irgendwelche Überlegungen, XP seitens Mozilla aufzugeben?

    Die Überlegungen dazu gibt es immer wieder. Das Resultat ist bislang immer, dass Windows XP noch zu verbreitet ist als dass Mozilla das tun könnte. Allerdings hat Mozilla in den letzten Monaten die Unterstützung für einige Plattformen eingestellt: alte Android-Versionen, also Apple OS X-Versionen und CPUs ohne SSE2-Unterstützung. Insofern wird die Luft auch für Windows XP dünner, Mozilla scheut sich nicht grundsätzlich vor der Einstellung von Plattformen. Aber das wird im Falle von Windows XP sicher noch eine Weile dauern, anders als bei Google und Chrome, die unterstützen bereits kein Windows XP mehr.

  12. Michael M.
    schrieb am :

    Die Darstellung von Unicode-Zeichen erachte ich im Jahr 2016 als notwendige Fähigkeit eines Browsers.

    Alle halbwegs modernen Browser können Unicode-Zeichen theoretisch darstellen, das ist nicht die Frage. Ob ein Browser das in der Praxis kann, hängt davon ab, ob er einen Font findet, der eine Glyphe für das gesuchte Zeichen enthält. Und in Anbetracht der Tatsache, dass es insgesamt 128.237 Unicode-Zeichen gibt (dazu kommt noch, dass es Zeichen mit 4 verschiedenen Glyphen gibt), ist es praktisch unmöglich, dass ein Browser alle Unicode-Zeichen korrekt darstellen kann. Insbesondere wirst du hier: ᲀ höchstwahrscheinlich kein kyrillisches Zeichen sehen, sondern irgendein Ersatzzeichen. Aus rein technischer Sicht besteht zwischen ? (U+1F910) und ᲀ (U+1C80) kein Unterschied, es könnte genausogut auch ein kyrillischer Font mit Firefox mitgeliefert werden um letzteres darzustellen.

    Durch einen nachträglichen Download sehe ich keinen wirklich großen Vorteil gegenüber einer direkten Verfügbarkeit.

    Wenn der Font direkt mit Firefox mitgeliefert wird, dann liegt er höchstwahrscheinlich an einem Ort, wo ihn nur Firefox, nicht aber das Betriebssystem findet. Wenn man also von einer Webseite Texte kopiert, kann es einem passieren, dass Zeichen plötzlich nicht mehr korrekt dargestellt werden. Wenn man den Font dagegen auf die vom Betriebssystem vorgesehene Art installiert, dann ist er immer verfügbar.

    Installiert man EmojiOne zusätzlich nochmals auf eine Weise, die vom Betriebssystem vorgesehen ist, dann kann es ziemlich schnell passieren, dass man zwei verschiedene Versionen des gleichen Fonts hat, was zu allerlei Inkonsistenzen in der Darstellung führen kann.

    Und mit EmojiOne wird das Darstellungsproblem nur für einige ausgewählte Emoji-Zeichen gelöst, nicht für andere Zeichen. Natürlich können mehr Menschen etwas mit Emojis anfangen als mit obskuren kyrillischen Zeichen. Andererseits sind diejenigen, die viele Seiten mit Emojis lesen eher computeraffin und damit in der Lage, selbst einen geeigneten Font zu suchen und zu installieren. Unter den Benutzern, denen bestimmte kyrillische Zeichen fehlen, sind sicher mehr, die sich bei Suche und Installation von Fonts über Unterstützung freuen würden.

  13. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Alle halbwegs modernen Browser können Unicode-Zeichen theoretisch darstellen, das ist nicht die Frage. Ob ein Browser das in der Praxis kann, hängt davon ab, ob er einen Font findet, der eine Glyphe für das gesuchte Zeichen enthält.

    Genau das ist ja der Punkt. Der Browser ist nicht in der Lage, Webseiten korrekt darzustellen, wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt sind. Insofern ist diese Neuerung sehr zu begrüßen.

    Und in Anbetracht der Tatsache, dass es insgesamt 128.237 Unicode-Zeichen gibt (dazu kommt noch, dass es Zeichen mit 4 verschiedenen Glyphen gibt), ist es praktisch unmöglich, dass ein Browser alle Unicode-Zeichen korrekt darstellen kann.

    Das ist auch überhaupt nicht notwendig. An den Unicode-Zeichen, welche Emojis darstellen, besteht aber ein realer Bedarf in der Praxis und die müssen dargestellt werden können.

    Wenn der Font direkt mit Firefox mitgeliefert wird, dann liegt er höchstwahrscheinlich an einem Ort, wo ihn nur Firefox, nicht aber das Betriebssystem findet. Wenn man also von einer Webseite Texte kopiert, kann es einem passieren, dass Zeichen plötzlich nicht mehr korrekt dargestellt werden. Wenn man den Font dagegen auf die vom Betriebssystem vorgesehene Art installiert, dann ist er immer verfügbar.

    Es ist definitiv nicht die Aufgabe von Firefox, das Betriebssystem zu erweitern. Abgesehen, dass dafür zwingend Administrator-Rechte notwendig wären. Und kein Nutzer sollte so doof sein, mit Administratorrechten im Web zu surfen, das ist eines der größten Sicherheitsrisiken, die es überhaupt gibt.

    Installiert man EmojiOne zusätzlich nochmals auf eine Weise, die vom Betriebssystem vorgesehen ist, dann kann es ziemlich schnell passieren, dass man zwei verschiedene Versionen des gleichen Fonts hat, was zu allerlei Inkonsistenzen in der Darstellung führen kann.

    Auch das ist überhaupt nicht das Problem von Firefox. Inkonsistente Darstellungen hat man eh schon, auf allen Plattformen werden andere Emojis verwendet.

    Es geht hier ausschließlich darum, dass Emojis in Firefox dargestellt werden statt für den Nutzer eigenartiger Zeichen.

    Und mit EmojiOne wird das Darstellungsproblem nur für einige ausgewählte Emoji-Zeichen gelöst, nicht für andere Zeichen.

    Es geht ausschließlich um die aktuellen Emojis.

    Natürlich können mehr Menschen etwas mit Emojis anfangen als mit obskuren kyrillischen Zeichen. Andererseits sind diejenigen, die viele Seiten mit Emojis lesen eher computeraffin und damit in der Lage, selbst einen geeigneten Font zu suchen und zu installieren.

    Die Aussage ergibt so nicht wirklich viel Sinn, denn Emojis haben mit Computer-Affinität nicht das Geringste zu tun und man muss überhaupt keine Affinität besitzen, wenn man eine Webseite liest, welche Emojis verwendet.

    Abgesehen davon wissen nur die allerwenigsten Menschen, was das Problem ist, wenn sie eine solche fehlerhafte Darstellung vorfinden.

  14. Stebs
    schrieb am :

    Was mir gerade aufgefallen ist (aktuelles Firefox Nightly):

      ᲀ (U+1C80) zeigt mir anstatt dem korrekten Zeichen nur Tofu (das Kästchen), obwohl ich ttf-Unifont 9.0.01 installiert habe. Erst wenn ich manuell bei Fonts unter sans-serif Unifont einstelle, wird es korrekt dargestellt.

    Ich bilde mir ein, früher hat Firefox immer automatisch die Font genutzt, die als einzigste das Zeichen dabei hatte. Bug?

  15. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Kann ich nicht sagen. Wenn du glaubst, dass es sich um einen Bug handelt: https://bugzilla.mozilla.org/ 😉

  16. Stebs
    schrieb am :

    Mit https://bugzilla.mozilla.org/show_bug.cgi?id=1253542 hab ich evtl. den passenden Bug gefunden und dort berichtet…

  17. schrieb am :

    @Stebs: Frage: "Tofu (das Kästchen" – ist das eine "(halb)offizielle" Bezeichnung, oder  nur deine? Ich will dich nicht veräppeln, die Frage ist einigermaßen ernst gemeint. 🙂 

  18. Stebs
    schrieb am :

    Nein, natürlich nicht meine Erfindung 😉

    Bin mal durch die Google Font Noto (NO TOfu) darauf gestolpert:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Noto_fonts#Etymology

     

    PS. Es Problem war/ist übrigens tatsächlich eine Regression In Firefox Nightly, Unicode > 8 wird nicht richtig angezeigt,  Fix wird wohl bald kommen…

  19. schrieb am :

    Ich habe deshalb gefragt, weil ich zum Amazon Fire TV "Kästchen" sage, im Gegensatz zum Fire TV Stick. 

    Der hat bei mir per WLAN öfter gezickt, seit ich das "Kästchen" per LAN angeschlossen habe, läuft alles prima, bes. lokales streamen. 

  20. Stebs
    schrieb am :

    Ähhh …?

    ᲀ (U+1C80) zeigt mir anstatt dem korrekten Zeichen nur Tofu (das Kästchen)

    Mit Kästchen meinte ich den kleinen Kasten mit 1C 80 drinnen, das du als allererstes oben in meinem zitierten Satz siehst – falls du kein kyrillisches Zeichen siehst, das ist ein Unicode Ersatzzeichen und diese werden eben machmal Tofu genannt.

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