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Firefox 63: Content-Blocker ersetzt Tracking-Schutz

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Zum Schutz der eigenen Privatsphäre können Firefox-Nutzer einen Tracking-Schutz im Mozilla-Browser aktivieren. Für Firefox 63 plant Mozilla eine Erweiterung seines Schutzes. Aus dem Tracking-Schutz wird dann ein Content-Blocker.

Der Tracking-Schutz von Firefox, in der deutschen Version „Schutz vor Aktivitätenverfolgung“ genannt, hilft dabei, die eigene Privatsphäre besser zu schützen, und sorgt gleichzeitig für ein schnellere Laden von Webseiten. Ab Firefox 63 ist an dieser Stelle von Content Blocking die Rede. Der bisherige Tracking-Schutz wird dann eine Option des Content-Blockers. Eine weitere Option, die mit Firefox 63 ganz neu dazu kommen soll, wird die Möglichkeit sein, sämtliche Drittanbieter-Scripts zu blockieren, welche länger als fünf Sekunden zum Laden brauchen. Für beide Optionen kann der Nutzer unabhängig voneinander einstellen, ob diese immer, nur in privaten Fenstern oder nie zum Einsatz kommen sollen. Natürlich können wie bisher auch weiterhin Ausnahmen hinzugefügt werden.

Content-Blocker Firefox 63

Dies ist nur eine von mehreren Privatsphäre-Verbesserungen, an denen Mozilla derzeit für Firefox arbeitet. Bereits in Firefox 62 macht Mozilla den Tracking-Schutz über das Hauptmenü zugänglich und erlaubt ein einfaches Löschen aller Cookies einer Domain über das Info-Panel in der Adressleiste. Weiterhin plant Mozilla, den Cookie-Zugriff für Tracker einzuschränken.

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

7 Kommentare - bis jetzt!

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  1. Herbert
    schrieb am :

    und erlaubt ein einfaches Löschen aller Cookies einer Domain über das Info-Panel in der Adressleiste

    Wo wir eigentlich bei dem Schritt wären, wo Mozilla auch gleich Cookie Autodelete vollständig implementieren könnte.
    Tab zu, alle Daten weg. Natürlich nur als Option und wie immer mit Ausnahmeregelung für Domains. Ist sowieso eine Funktion, die ich eigentlich von einem Browser erwarten würde.

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ich halte den Wunsch für zu speziell für den Standard-Funktionsumfang. Firefox besitzt bereits die Möglichkeit, Cookies beim Beenden löschen zu lassen. Und das dürfte für die allermeisten ausreichend sein, die Cookies löschen lassen wollen (für mich persönlich käme das niemals in Frage, das wäre mir zu nervig).

  3. tempora
    schrieb am :

    Wenn wir von Tracking auf Content Blocking erweitern, könnte man AdblockPlus und UblockOrigin bald nimmer brauchen 😉

  4. schrieb am :

    Ich vermute, dass Lobbyisten der Reklame- und Trackingbranche bald mit einem Gesetzentwurf bei der Bundesregierung vorstellig werden, der den Einsatz von Firefox verbieten soll. 😉

  5. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Dann müssten Safari und Chrome gleich mit verboten werden, insofern… 😉

  6. blub
    schrieb am :

    Chrome? Ist Chrome nicht der einzige große Browser, der keinen Trackingblocker hat?

  7. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Für das Argument ist egal, ob Chrome einen Trackingblocker hat oder nicht, denn letztlich geht es ja auch beim Tracking nicht ums Tracking selbst, sondern in Wahrheit darum, möglichst viele Werbeeinnahmen zu erzielen. Das ist der einzige Grund, wieso Tracking betrieben wird. Ergo hat die Werbebranche nicht direkt ein Problem mit Tracking-Schutz, sondern damit, dass Tracking-Schutz de facto Werbung blockiert.

    Chrome hat einen eingebauten Werbeblocker. Zwar ist auch das kritisch zu sehen, weil Google selbst von Werbung lebt und von Chrome nur die Werbung blockiert wird, die Google als störend empfindet, was Google in Zusammenhang mit seiner Marktdominanz in eine fragwürdige Position bringt, aber der Punkt ist: wenn es um Freunde in der Werbebranche geht, die macht sich Google, außer bei seinen eigenen Kunden, damit genauso wenig.

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