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Mozilla implementiert Tracking-Schutz in Firefox

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Dass für Mozilla die Nutzer an erster Stelle stehen, das beweist Mozilla mit einem neuen Feature für Firefox: Der Browser erhält einen integrierten Tracking-Schutz, welcher bekannte Tracking-Seiten blockiert.

Von den großen Browserherstellern gilt Mozilla als der, dem die Privatsphäre und der Datenschutz der Nutzer am Wichtigsten ist. Der beste Beweis dafür, dass man sich nicht auf seinem guten Ruf ausruht, sind neue Features, welche genau hier Verbesserungen bringen. So wird Firefox einen Tracking-Schutz erhalten, welcher bekannte Tracking-Seiten auf Basis einer Blockliste blockiert. Einzelne Webseiten können durch den Benutzer explizit vom Schutz ausgenommen werden. Dabei wird man die Oberfläche des Tracking-Schutzes mit der des Mixed-Content-Blockers zusammenlegen.

Einen Zeitplan für die Auslieferung in einer finalen Version von Firefox gibt es nicht, große Teile dieser Neuerung sind aber bereits Bestandteil der Nightly-Versionen von Firefox 34. Dort existiert auch schon der about:config-Schalter privacy.trackingprotection.enabled, welcher aber noch nichts bewirkt. Spezielle Test-Builds erlauben hingegen bereits einen ersten Blick auf den aktuellen Stand der Dinge.

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Weder die aktuelle Blockliste noch das Design repräsentieren den fertigen Zustand. Wie der Tracking-Schutz in seiner finalen Fassung aussehen soll, das zeigt das folgende Mockup. Standardmäßig wird der Tracking-Schutz deaktiviert und über die Privatsphäre-Einstellungen zu aktivieren sein.

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Während ein solcher Tracking-Schutz in Chrome eher unwahrscheinlich ist, ist Googles Hauptgeschäft doch die Werbung und in diesem Zusammenhang natürlich auch Tracking eingesetzt wird, so steht für Mozilla als nicht-profitorientierte Organisation vor allem der Schutz der Privatsphäre der Nutzer im Vordergrund. Mit Lightbeam gibt es unabhängig von dieser Neuerung ein Add-on für Firefox, welches bestehende Tracking-Verbindungen visualisiert und zu blockieren erlaubt. Firefox war außerdem der erste Browser, welcher den Do-not-Track-Header unterstützte. Neben Firefox bietet auch der Internet Explorer seit Version 9 einen Tracking-Schutz an.

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

7 Kommentare - bis jetzt!

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  1. HansS
    schrieb am :

    Hat ein integrierter Tracking-Schutz eigentlich Vorteile gegenüber einem Add-on wie Ghostery?

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Das hat vor allem den Vorteil, keinen zusätzlichen Overhead zu erzeugen. Mozillas integrierter Tracking-Schutz wird sich nicht nennenswert beim RAM-Verbrauch bemerkbar machen. Das kann bei Add-ons ganz anders aussehen, ich denke vor allem an Adblock Plus, welches ja auch so etwas anbietet. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass man Adblock Plus in einen direkten Vergleich schicken sollte oder dass Adblock Plus deswegen schlecht sei, weil Adblock Plus ja auch ein paar Dinge mehr macht und es der zusätzliche RAM-Verbrauch für einen wert sein kann, vor allem wenn man genügend RAM besitzt. Aber grundsätzlich sollte die in Firefox integrierte Lösung die schlankeste Lösung sein. Dafür bieten Add-ons eben meistens zusätzliche Funktionen.

  3. Peter
    schrieb am :

    Der integrierte Schutz hat den Vorteil dass keine Firma dahintersteht die fleißig deine Daten sammelt.

    Sogar ganz offiziell nachzulesen auf der Ghostery Website dass sie das tun.

  4. Anon
    schrieb am :

    Klingt super! Bist du selbst eigentlich bei Mozilla bzw. in der Entwicklung von Firefox involviert?

  5. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Nein, ich bin nicht in die Entwicklung von Firefox involviert. 😉

  6. Anon
    schrieb am :

    Schade, zumindest eine Stelle in der Öffentlichkeitsarbeit bei Mozilla hättest du dir schon redlich verdient 😉

  7. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Was nicht ist, kann ja noch werden. Langfristig. 😉

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