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So können Browser-Updates ab Firefox 63 abgeschaltet werden

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Browser-Updates sind alleine aus Gründen der Sicherheit absolut wichtig und sollten nicht deaktiviert werden. Dennoch bietet Mozilla in Firefox eine Einstellung an, um Browser-Updates zu deaktivieren. Ab Firefox 63 funktioniert dies anders als bisher. Dieser Artikel zeigt, wie sich Firefox-Updates in Zukunft konfigurieren lassen.

Sicherheit sollte bei einem Browser für wirklich jeden die oberste Priorität haben. Dazu gehört auch, seinen Browser aktuell zu halten, indem alle Updates eingespielt werden. Nicht jedem ist klar: Sicherheits-Software ist kein Ersatz für Browser-Updates. Sicherheitslücken im Browser müssen durch Browser-Updates geschlossen werden, das ist alternativlos.

Ob es nun einen speziellen Grund gibt, die Updates zumindest kurzzeitig zu deaktivieren, oder ob einem Sicherheit vollkommen egal ist und man Updates dauerhaft deaktivieren möchte: Mozilla gibt dem Nutzer die Freiheit, dies selbst zu bestimmen. Bislang gibt es dazu in den Firefox-Einstellungen im Reiter „Allgemein“ drei mögliche Optionen: 1) Updates automatisch installieren, 2) Nach Updates suchen, aber vor der Installation nachfragen, 3) Nicht nach Updates suchen.

Ab Firefox 63 gibt es an dieser Stelle nur noch die ersten beiden Optionen. Neben der Standard-Einstellung, Updates automatisch zu installieren, kann also auch in Zukunft über die sichtbaren Optionen eingestellt werden, dass Firefox zwar nach Updates sucht, aber diese nicht installiert, ohne vorher zu fragen. Die sichtbare Option, gar nicht erst nach Updates zu suchen, fehlt allerdings komplett.

Update-Einstellungen in Firefox 63

Auch in about:config muss nicht gesucht werden, denn der Schalter app.update.enabled , an welchen die sichtbare Option gekoppelt war, existiert ebenfalls nicht länger ab Firefox 63.

Ist ein vollständiges Deaktivieren der Firefox-Updates ab Firefox 63 nicht mehr möglich? Doch, ist es. Allerdings geschieht dies ab sofort über die Enterprise Policy Engine, genauer über die DisableAppUpdate-Policy. Dazu muss eine Datei mit dem Namen policies.json in einem Unterordner des Installationsverzeichnisses von Firefox abgelegt werden. Das ist nicht schwierig und mit dem Enterprise Policy Generator besonders einfach: einfach die Updates-Option auswählen, den Generieren-Button klicken und die generierte Datei in das Verzeichnis übernehmen, welches der Enterprise Policy Generator angibt.

Download Enterprise Policy Generator zum Deaktivieren von Firefox-Updates

Enterprise Policy Generator zum Deaktivieren von Firefox-Updates

Dieser Weg funktioniert übrigens bereits ab Firefox 62 sowie Firefox ESR 60.0.

Es gibt, was Firefox-Updates betrifft, also keinerlei funktionale Einschränkung in Firefox 63. Lediglich der Weg, um Updates vollständig zu deaktivieren, hat sich geändert und ist weniger offensichtlich als bisher. Wieso also diese Änderung?

Die Begründung ist denkbar simpel: es war bisher zu einfach, Updates zu deaktivieren. Nutzer, die das aus bestimmten Gründen mal gemacht haben, haben dies teilweise vergessen und sind daher unnötigerweise großen Gefahren ausgesetzt. Eine Einstellung, welche die Nutzer in Gefahr bringt, sollte nicht zu prominent angeboten werden. Dennoch ist hervorzuheben, dass Mozilla die Einstellung nicht einfach gestrichen hat, sondern bereits vor Entfernung einen neuen Weg bereitgestellt hat, um zum gleichen Ergebnis zu kommen. Und um vor der Installation von Updates gefragt zu werden, ändert sich sowieso überhaupt nichts, diese Einstellung bleibt weiterhin sichtbar. Der Nutzer behält also auch in Zukunft die volle Kontrolle über Firefox-Updates.

Abschließend sei aber noch ein weiteres Mal hervorgehoben, dass auch, wenn es weiterhin einfach ist, Firefox-Updates zu deaktivieren, es keinen guten Grund dafür gibt. Wie wichtig Sicherheit ist, wurde bereits mehrfach angesprochen. Gesagt sei auch, dass die Angst vor  inkompatiblen Erweiterungen seit Erscheinen von Firefox Quantum kein Thema mehr ist, da es Erweiterungs-Inkompatibilitäten durch Firefox-Updates nur noch in Ausnahmefällen gibt. Neue Versionen bringt jedoch jedes Mal wieder neue Möglichkeiten für noch mehr und noch bessere Firefox-Erweiterungen, also auch als Nutzer von Firefox-Erweiterungen möchte man in der Regel Updates. Von den ständigen Geschwindigkeitsverbesserungen profitiert jeder Nutzer und natürlich ist das das wichtigste Merkmal eines Browsers: Web-Kompatibilität. Sehr viele Webseiten machen Gebrauch von aktuellen Webstandards und wer seinen Browser nicht aktualisiert, wird mit zunehmender Dauer immer mehr Webseiten nicht mehr richtig nutzen können. Es gibt also viele Gründe, seinen Browser aktuell zu halten, und nur wenige Argumente, dies nicht zu tun.

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler aus Salzburg. Auf soeren-hentzschel.at informiert er umfassend über Neuigkeiten zu Mozilla. Außerdem ist er Betreiber von camp-firefox.de, der ersten Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum für Firefox-Probleme aller Art. Weitere Projekte sind firefox.agenedia.com, mozilla.de, firefoxosdevices.org sowie sozone.de.

27 Kommentare - bis jetzt!

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  1. schrieb am :

    Ein Grund, Updates vom Firefox selbst zu deaktivieren, ist insb. unter Linux gegeben, wenn die installierte Software zentral von einem Paketmanager verwaltet wird und die Software gar nicht ihre Dateien (aus Sicherheitsgründen) verändern darf/kann.Gibt es Informationen, ob und wie das weiterhin gelöst wird?

  2. Felix
    schrieb am :

    Ich denke, dass es durchaus einen sinnvollen Grund gibt, Browser-Updates zu deaktivieren, aber genau diesem ist Mozilla hier zuvorgekommen: zentrales IT-Management. Firmen wollen ihr Software und deren Updates erst testen, bevor sie sie auf die Anwender loslassen. Und die Anwender haben in der Regel auch keine Berechtigungen Software (und damit Updates) zu installieren. Genau das ist aber Sinn des Enterprise Policy Generators (er heißt ja auch so). Insofern: Gute Entscheidung, gute Vorgehensweise, Mozilla.

  3. Felix
    schrieb am :

    @Viktor: Die Distributionen werden höchstwahrscheinlich eine entsprechende Policy mit den Pakete ausrollen oder den Update-Check direkt aus dem Quelltext entfernen.

  4. Paul
    schrieb am :

    Ich habe keinen Policy Generator und möchte es auch nicht. Wie kann ich trotzdem die policies.json Datei generieren?

  5. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Generieren kannst du das nur über den Enterprise Policy Generator, das ist das einzige Tool dafür auf dem Markt. Aber du kannst die Datei von Hand schreiben.

    Da du dein Betriebssystem nicht nennst, gehe ich von Windows aus, weil die Wahrscheinlichkeit bei über 90 Prozent liegt, dass das stimmt.

    Gehe in das Verzeichnis, in welchem die Datei firefox.exe liegt. Erstelle dort ein Verzeichnis mit dem Namen "distribution" und darin eine Datei policies.json. Der Inhalt sieht wie Folgt aus:

    {
      "policies": {
        //
      }
    }

    Das "//" muss entfern werden. Da kommen dann die umzusetzenden Policies hinein. Eine Übersicht der Policies findest du hier:

    https://github.com/mozilla/policy-templates/

    Ich weiß nicht, was genau deiner Meinung nach gegen die Nutzung des Enterprise Policy Generators spricht. Darüber könntest du noch andere interessante Einstellungen entdecken und sobald die Datei generiert ist, kann die Erweiterung wieder entfernt werden. Es ist der einfachste Weg, um mit der Datei policies.json zu arbeiten.

  6. Sylos
    schrieb am :

    @Viktor:

    Da sollte es, wie bisher auch, ein Build-Flag –disable-updater geben, mit dem der Auto-Updater gleich gar nicht hineinkompiliert wird.

    Wenn du in den Einstellungen deines durch eine Linux-Distribution installierten Firefox schaust, solltest du auch jetzt schon keine Einstellungen zu Browser Updates finden.

  7. Hans Peter
    schrieb am :

    @ Sören Hentzschel

    Ist es richtig dass man bei // "DisableAppUpdate": true eintragen muss?

    Laut der Übersicht auf github ist das nämlich nur für die esr-version gedacht?

  8. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ist es richtig dass man bei // "DisableAppUpdate": true eintragen muss?

    Das ist richtig.

    Laut der Übersicht auf github ist das nämlich nur für die esr-version gedacht?

    Die Dokumentation ist noch nicht aktualisiert. Die Option ist bereits seit Version 60 in Firefox ESR drin, aber nicht in der Mainstream-Version von Firefox 60 und auch nicht Firefox 61. Aber ab Firefox 62 ist diese Policy nicht mehr auf ESR beschränkt.

  9. Klaus
    schrieb am :

    Hallo,

    leider klappt es bei mir (auf 2 Rechnern, beide FF 64.0 , Win 8.1 64) nicht die ständigen Update Aufforderungen zu unterbinden.
    Bin genau nach Anleitung vorgegangen, mehrmals auf Syntaxfehler überprüft.
    {
      "policies": {
        "DisableAppUpdate": true
      }
    }

    … in der erstellten Datei policies.json im dazu angelegten Verzeichnis 
    C:\Program Files\Mozilla Firefox\distribution
    (angelegt per Enterprise Policy Generator).

    Mache ich etwas falsch ?

    Grüsse Klaus

  10. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Hallo,

    rufe about:policies auf und schau, ob es dort einen "Fehler"-Tab gibt. Im Falle eines Fehlers müsste dort etwas stehen.

  11. Klaus
    schrieb am :

    Hallo,about:policies"Aktiv": nur die Überschriften "Name der Richtlinie" und "Wert der Richtlinie" sind zu sehen, sonst ist alles leer.in "Dokumentation": (Liste) finde ich nur 4 Zeilen in denen textlich "…Update…" vorkommt.AppUpdateURLDisableAppUpdateDisableSystemAddonUpdateOverridePostUpdatePageEine Art Fehlermeldung o.ä. ist nirgends ersichtlich.Grüsse Klaus 

  12. Klaus
    schrieb am :

    Nachtrag:in about:policies, Dokumentation, Zeile "DisableAppUpdate" (Aufklappzeile bei klick)steht nur "type: boolean" sonst nichts.Ich vermute dort müsste:{  "policies": {    "DisableAppUpdate": true  }}stehen ?Grüsse Klaus 

  13. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Hallo,about:policies"Aktiv": nur die Überschriften "Name der Richtlinie" und "Wert der Richtlinie" sind zu sehen, sonst ist alles leer

    Dann befindet sich die Datei policies.json nicht an der korrekten Stelle. Falls mehrere Firefox-Versionen installiert sind, gehe sicher, dass du das bei der richtigen Firefox-Version getan hast.

    in "Dokumentation"

    Der Reiter ist nur eine Dokumentation, dort stehen alle existierenden Policies, unabhängig davon, ob sie angewendet werden oder nicht.

    in about:policies, Dokumentation, Zeile "DisableAppUpdate" (Aufklappzeile bei klick)steht nur "type: boolean" sonst nichts.Ich vermute dort müsste:{  "policies": {    "DisableAppUpdate": true  }}stehen ?

    Nein. Da es eine Dokumentation ist, steht dort nur das erwartete Schema. type:boolean heißt, dass diese Policy true oder false als Wert erwartet.

    Mal unabhängig davon: Es gibt zwar die Option, man sollte aber niemals Firefox-Updates deaktivieren. Sicherheit ist bei einem Browser nicht optional. Welchen Grund hast du dafür? Als Betreiber des größten Firefox-Forums im deutschsprachigen Raum kann ich dir aus Erfahrung sagen, und das ist wahr, dass in sicher 95 Prozent der Fälle bisher Lösungen gefunden werden konnten, wenn Nutzer meinten, sie dürften Firefox nicht mehr aktualisieren, weil ihnen sonst etwas abgeht. Die Leute fragen erfahrungsgemäß immer, wie sie Updates abschalten können, statt zu fragen, wie sie das eigentliche Problem lösen können.

  14. Micha
    schrieb am :

    Danke, funktioniert bei mir perfekt mit FFv63.x.x und Win7.

    Vielleicht noch der Hinweis, dass wesentlich mehr Optionen auswählbar sind, als man auf dem Bild sehen kann. Das gefällt mir, wenn aller „Balast“ deaktiviert werden kann.

    Meist speichere ich nur Text. So ist FFv34 portable auf virtual XP immer dabei und noch gut brauchbar.

    Gibt es irgendeine Möglichkeit zur Voreinstellung View –> Page Style –> No Style oder bleibt nur ein Tastaturmakro „VYN“ ? Das würde mich noch sehr interessieren.

  15. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Wieso sollte man, wenn auch in einer virtuellen Maschine, heute noch Firefox 34 verwenden? Mir fällt kein Grund ein.

  16. Andreas Ritter
    schrieb am :

    Sicherheitslücken im Browser sind nur dann gefährlich, wenn man gefährliche Webseiten besucht, also für mich ungefährlich. Updates spielen oft neue Bugs und Sicherheitslücken ein. Deshalb warte ich erst einige Zeit, bevor ich Updates einspiele. Da mich die Updatemeldung nerft, benutze ich einen anderen Browder, bis ich wieder selbst bestimmen darf, was auf meinem PC installiert wird.

  17. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Das ist, bei allem Respekt, ganz grober Unfug. Darauf zu achten, welche Webseiten man besucht, war noch nie ein ausreichender Schutz. Das zu denken, ist naiv und sollte dich veranlassen, dich mit den Grundlagen der Internet-Sicherheit zu befassen. Ebenso ist es ein schwaches Argument zu sagen, dass Updates neue Sicherheitslücken bringen. Immer mit dem Tag eines Updates veröffentlicht Mozilla eine Liste aller geschlossenen Sicherheitslücken und jede Änderung am Firefox-Code ist öffentlich, da Firefox Open Source ist. Fähige Angreifer können damit gezielt Angriffe auf Nutzer konstruieren, die ihren Browser nicht aktuell halten. Das Vorhandensein von Sicherheitslücken ist eine Sache. Es ist eine vollkommen andere, wenn diese öffentlich bekannt sind. Auch, dass du bei Firefox nicht selbst bestimmen könntest, was installiert wird, entspricht nicht der Wahrheit. Die Installation lässt sich in den sichtbaren Einstellungen deaktivieren. Wenn dich die Update-Meldungen stören, findest du in diesem Artikel die Lösung. Auch das ist überhaupt kein Problem und auf gar keinen Fall ein Grund, einen anderen Browser zu nutzen. Spätestens mit dieser Aussage hast du dich unglaubwürdig gemacht.

  18. Gernot
    schrieb am :

    Hallo,

    bei mir klappt das leider auch nicht wie beschrieben. Habe einen iMac.

    alles liegt in Firefox.app/Contents/Resources/distribution/policies.json

    auch wird mir unter about:policies bei aktiv nichts angezeigt. liegt es evtl. an den Rechten?

    Bei Konfiguration laden kann ich zwar die erzeugten .json laden, es ändert sich jedoch nichts.

     

    Wäre dankbar für deine Hilfe.

     

    Gruß

     

    Gernot

     

  19. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Es sollte in jedem Fall auf die beschriebene Weise klappen und wenn about:policies gar nichts bei den aktiven Policies anzeigt, dann befindet sich die Datei nicht am richtigen Ort, ist falsch benannt oder die Policy ist fehlerhaft. Zeigt about:policies denn einen Fehler-Reiter an?

  20. LMNTRIX
    schrieb am :

    Moin,

    dem Beitrag von Gernot  muss ich beipflichten.

    Win 7 (x64) Potablen FF v.64.0 (x64) in d:\Programme\Firefox\Firefox\policies.json

    about:policies#errors / Fehler:

    Array expected but not received
    Invalid parameters specified for Certificates.

    Inhalt der Polidatei:

    {
      "policies": {
        "DisableAppUpdate": true
      }
    }

    Auch der Versuch das ganze über den Generator zu erstellen, schlug fehl.

    Tipp?!

  21. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    dem Beitrag von Gernot  muss ich beipflichten.

    Beizupflichten gibt es nichts. Denn bei korrekter Anwendung funktionert es in jedem Fall. 😉 Es gibt einen recht offensichtlichen Widerspruch zwischen

    Array expected but not received
    Invalid parameters specified for Certificates.

    und

    Inhalt der Polidatei:

    {
      "policies": {
        "DisableAppUpdate": true
      }
    }

    Man sieht, dass der gezeigte Inhalt definitiv nicht der Inhalt der Datei policies.json an der richtigen Stelle ist, denn about:policies sagt ganz klar, dass eine Certificates-Policy ausgeführt werden soll, aber fehlerhaft ist, wovon in dem gezeigten Code aber nichts zu sehen ist. Ergo wird eine Datei policies.json (oder GPO) ausgeführt, aber nicht mit diesem, sondern einem anderen Inhalt.

    Dieses Verzeichnis:

    d:\Programme\Firefox\Firefox\policies.json

    … ist außerdem ganz sicher falsch. Wenn sich eine Datei policies.json in diesem Verzeichnis befindet, wird diese unter Garantie auch gar nicht erst von Firefox berücksichtigt.

    Aber nun zum Wichtigen: Was ist überhaupt dein Grund, eine Version mit bekannten und schwerwiegenden Sicherheitslücken zu nutzen? Als Administrator des größten Support-Forum zu Firefox in gesamten deutschsprachigen Raum weiß ich ganz genau, dass es für fast alles Lösungen gibt. Ich kann nur immer wieder den Kopf schütteln, wie Menschen lieber Updates abschalten statt einfach mal zu fragen, wie sie ihre Probleme gelöst bekommen. Vor Problemen davonlaufen ist immer einfach, aber Sicherheit sollte man nicht derart auf die leichte Schulter nehmen.

  22. LMNTRIX
    schrieb am :

    Diese Frage lässt sich wie folgt beantworten:

    Die neusten Versionen sind mir zu Fett, viel mist den ich (keiner) nicht brauche. Anfangs als  FF geboren wurde, sollte eine Browser NUR zum Surfen geprogt werden. Nun ist das ding bald grösser als IE und ander.

    Das Verzeichniss "d:\Firefox56.0\Firefox\" ist defiitiv nicht falsch ;-).

    PORTABLE Firefox56.0 darin enthalten: Firefox (Programmdaten) und Profilordner.

  23. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Die neusten Versionen sind mir zu Fett, viel mist den ich (keiner) nicht brauche.

    Deswegen habe ich gefragt. Es sind nämlich fast immer die gleichen Sprüche ohne Inhalt…

    Übertriebener Schlankheitswahn ist nicht nur bei Menschen vollkommen daneben, es ergibt auch bei Software überhaupt keinen Sinn. Ein Browser muss viel können, um möglichst viele Bedürfnisse abzudecken. Aber was du nicht brauchst, schadet dir auch nicht. Sich darüber zu beschweren, dass ein Produkt etwas kann, ist vollkommen absurd. Normalerweise würde man sich darüber beschweren, dass ein Produkt nicht kann, was man gerne hätte. Vor allem aber das darf niemals ein Grund sein, seinen Browser nicht mehr zu aktualisieren. Das ist verrückt, um es freundlich auszudrücken.

    Ich weiß nicht, was genau du daran nicht verstanden hast, dass alleine aus Sicherheitsgründen der Browser aktuell gehalten werden muss. Vielleicht bezahlst du für eine ganz tolle Sicherheits-Software und glaubst, die würde dich schützen. Da muss ich dich enttäuschen. Keine Sicherheitssoftware der Welt kann Sicherheitslücken kompensieren. Oder du glaubst, du müsstest nur aufpassen, auf welche Links du klickst, und dann hättest du kein Problem. Das wäre erschreckend naiv. Ich weiß nicht, was dein Grund ist. Tatsache ist, dass Sicherheitslücken ausgenutzt werden, und Tatsache ist, dass du durch diese Aktion keinen Vorteil hast. Du handelt dir damit nur Probleme ein – und Sicherheit ist bei weitem nicht das einzige.

    Aber ich bin lange genug im Firefox-Support aktiv, um eines zu wissen: Das mit der Sicherheit ist für einige Erwachsene wie mit kleinen Kindern: Sie lernen nur durch Erfahrung. Man muss sich manchmal eben erst verbrennen, damit man begreift. Da kann man vorher so viel warnen, wie man will, das bringt nichts. Irgendwann wird dir vielleicht mal ein richtig teurer Schaden entstehen, und das nur, weil du Sicherheit so sehr auf die leichte Schulter genommen hast. Dann wirst du den Fehler nie wieder machen, da bin ich mir sicher.

    Anfangs als  FF geboren wurde, sollte eine Browser NUR zum Surfen geprogt werden. Nun ist das ding bald grösser als IE und ander.

    Bei so einem Satz frage ich mich, ob du wirklich weißt, was ein Browser ist. Denn ein Browser hat heute nun einmal mehr Aufgaben als nur Tabellen und Listen darzustellen. Und ebenso ist vollkommen klar, dass die Anforderungen im Vergleich zu vor 20 Jahren gestiegen sind.

    Aber ganz unabhängig davon: Jeder Mensch sollte in der Lage sein, über seinen eigenen Tellerrand hinauszusehen. Mal davon abgesehen, dass ein Vergleich mit dem IE als Teil des Betriebssystems überhaupt keinen Sinn ergibt, ist es auch vollkommen unerheblich. Andere Menschen als du benötigen andere Dinge von einem Browser. Wieso dich das überhaupt interessiert, ob der Browser nun fünf Megabyte mehr oder weniger hat, kann ich nicht nachvollziehen.

    Ein nicht unerheblicher Teil der Dateigröße kommt übrigens von der Rendering-Engine zum Darstellen von Webseiten.

    Das Verzeichniss "d:\Firefox56.0\Firefox\" ist defiitiv nicht falsch ;-).

    PORTABLE Firefox56.0 darin enthalten: Firefox (Programmdaten) und Profilordner.

    Natürlich ist das Verzeichnis falsch, sonst würde ich das nicht schreiben. Mal ganz davon abgesehen, dass du jetzt ein anderes Verzeichnis genannt hast als noch in deinem vorherigen Kommentar, welches aber genauso falsch ist: Meinst du nicht, dass ich das als Entwickler der Erweiterung Enterprise Policy Generator weiß, wohin die Datei policies.json muss? Immerhin habe ich mich damit irrsinnig viele Stunden befasst.

    Im Enterprise Policy Generator steht ganz unmissverständlich, wohin die Datei gehört. Und das von dir genannte Verzeichnis ist zu 100 Prozent nicht das Verzeichnis, welches im Enterprise Policy Generator steht.

  24. Stefan
    schrieb am :

    Schlankheitswahn ? Seit FF 66.03 hat FF alle Addons deaktiviert und läßt keine neuen mehr installieren. Ist das Grund genug mal die Updates auszusetzen ? Ich krieg das nicht hin und bin stinksauer weil ich genau weiß dass die halbe Verwandschaft anrufen wird. Kundenfreundlich ist das nicht gerade !!!

  25. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Und was hat das bitte mit diesem Artikel zu tun? Richtig, gar nichts.

    Mozilla hat gerade ein Problem und arbeitet bereits an einer Lösung. Also beruhige dich, sowas kann immer passieren.

    Wie du darauf kommst, dass das Absicht sein könnte und man deswegen Updates deaktivieren müsste, ist mir ein absolutes Rätsel. Das ergibt null Sinn.

  26. schrieb am :

    Hallo Sören,

    ich bewundere deine Geduld, unwissenden Ignoranten die Grundlagen der Sicherheit im WWW immer wieder zu erläutern. Leider scheint das aber zumindest bei einigen Mitmenschen nicht zu fruchten.

    Nun aber mein Problem: FF-Updates fordern teilweise Administratorrechte vom User an. Und dies ist in unserem Terminalserver- und Domänen-Netzwerk nicht zu lösen. Unsere Fat- und Thin-Clients verbinden sich via RDP mit dem Server. Gibt es einen Möglichkeit, solche Updates in der RDP-Sitzung zu unterbinden, ohne die Autoupdatefunktion komplett zu deaktivieren?

  27. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Hallo,

    wurde Firefox denn nicht mit Administratorenrechten installiert? Denn wenn ja, sollten Updates eigentlich keine Administratorenrechte mehr erfordern.

    Da ich in dem Bereich nicht helfen kann, schlage ich das folgende Forum vor:

    https://www.camp-firefox.de/forum/

Und jetzt du! Deine Meinung?

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