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Mozilla beteiligt sich an Cliqz

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Mozilla hat eine Beteiligung an der Münchner Cliqz GmbH bekannt gegeben. Dadurch möchte man die Entwicklung innovativer Produkte im Bereich Datenschutz bei der Suche im Internet unterstützen.

Cliqz ist der Anbieter eines Browsers für den Desktop, Android und iOS sowie einer Erweiterung für den Firefox-Browser. Desktop- sowie iOS-Browser basieren auf Firefox von Mozilla. Das Besondere an Cliqz ist die Integration einer Schnellsuche in die Adressleiste sowie der Fokus auf Privatsphäre und Antitracking. Die Münchner Cliqz GmbH ist eine Mehrheitsbeteiligung des Medienkonzerns Hubert Burda Media.

Die Browsererweiterung ergänzt Firefox um eine innovative Schnellsuchmaschine sowie Funktionen zur Verbesserung von Sicherheit und Datenschutz wie Anti-Tracking. Die für deutsche Nutzer optimierte Cliqz Schnellsuche zeigt Website-Vorschläge, Nachrichten sowie Informationen und bringt Nutzer so schneller zum Ziel. Benötigen Nutzer mehr oder andere Website-Vorschläge, können sie ihre Suche einfach an eine andere Suchmaschine weiterleiten. Die Privacy-by-Design-Architektur garantiert, dass keine persönlichen oder personenbezogenen Informationen auf den Servern von Cliqz gespeichert werden.

Quelle: Mozilla

Wie Mozilla nun bekannt gegegeben hat, hat Mozilla eine Minderheitsbeteiligung an der Cliqz GmbH erworben. Das Ziel sei nach Angaben von Mozilla „die Entwicklung innovativer Produkte im Bereich Datenschutz bei der Suche im Internet“. Über die Höhe der Investition ist nichts bekannt.

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

6 Kommentare - bis jetzt!

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  1. Antares
    schrieb am :

    Auf der einen Seite ist das begrüßenswert und typisch Mozilla, dass sie solche Projekte unterstützen. Auf der anderen Seite ist das für mich sehr zweifelhaft, weil Mozilla hier letztlich ein Tochterunternehmen des Medienkonzerns unterstützt, der via CHIP mehr oder minder "verseuchte" Adware-Installer an die Nutzer verteilt. Insofern… naja, einen gewissen Beigeschmack hat das. 

     

  2. Philipp
    schrieb am :

    Interessant.

    Ich fand Cliqz schon immer ein spannendes Produkt, aber bislang war es vor allem ein Produkt von den Machern des Chip-Dowloaders. Wenn aber Mozilla seinen Segen gibt (und dafür bürgt, dass kein Scheiß mit dem Produkt getrieben wird), probier ich das mal aus…

  3. schrieb am :

    Ich habe seit einiger Zeit auch mal den CLIQZ installiert, aber noch nicht viel damit gemacht – a.j.F. sieht er schon sehr schlicht aus.

    der via CHIP mehr oder minder "verseuchte" Adware-Installer an die Nutzer verteilt

    tjaaa – aufpassen muß man überall. Und fleißig abhakeln, wenn was "angeboten" wird. Das viele, wahrscheinlich die meisten User das nicht so machen/können/wollen – die haben dann eben Adware.

    Man darf im real Life auch nicht jedem alles glauben, das sollte die normale Lebenserfahrung sagen.

  4. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Die Seite chip.de ist ja nun auch alles andere als für Seriosität bekannt. Deren Artikel sind an Abenteuerlichkeit kaum zu übertreffen, deren Headlines das reinste Clickbaiting:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Clickbaiting

    Ich kann nur dazu raten, dieser Seite fern zu bleiben.

    Und mal ganz unabhängig davon: Software lädt man sich beim Hersteller der Software herunter (Paketverwaltungen mal außen vor gelassen). Außer der Hersteller verlinkt selbst auf eine externe Quelle.

    Und natürlich, was Herr Hugo schreibt: Augen auf! Installer haben häufig Optionen. Nicht immer blind auf Weiter klicken, sondern hinschauen, was man tut. Wirklich "unerwünschte Zugaben" gibt es relativ selten, fast immer gibt es Optionen im Installer und es ist damit Eigenverschulden des Nutzers, wenn Dinge dazu installiert werden, die nicht gewünscht sind. 😉

  5. Linuxkumpel
    schrieb am :

    Eine gute Nachricht. Ich benutze Cliqz auch mit Ubuntu und Linux Lite. Außerdem sollte einem Start Up nicht immer der Unterstützer Burda vorgehalten werden. Entwicklung braucht nicht nur Enthusiasmus, sondern auch Geld. Mozilla geht m.E. einen richtigen Schritt. Zudem kommt eine solche Entwicklung auch mal wieder aus Deutschland.

  6. Thorky
    schrieb am :

    Wider den CHIP-Downloader ist durchaus ein Kraut gewachsen:

    https://greasyfork.org/de/scripts/4466-chip-download-wechsel

    Wer danach auf ganz sicher gehen will, entfernt den Hinweis "Chip Installer" mit einem Element-Hider des Adblockers seiner Wahl. 🙂

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