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Mozilla veröffentlicht Pocket-Quellcode unter Open Source-Lizenz

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Mozilla hat vor einigen Monaten die Übernahme von Read It Later, Inc. bekannt gegeben, dem Entwickler des populären Online-Dienstes Pocket. Nun hat Mozilla erste Teile von Pocket unter einer Open Source-Lizenz veröffentlicht.

Anfang des vergangenen Jahres hat Mozilla die Übernahme von Read It Later, Inc. bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um den Entwickler von Pocket, einer Art Online-Ablage für Webseiten, um diese später lesen zu können. Die abgelegten Webseiten stehen von jedem Gerät aus zur Verfügung und können auch offline gelesen werden. Außerdem hilft Pocket dabei, neue Inhalte zu entdecken. Pocket hat über zehn Millionen monatlich aktive Nutzer.

Firefox besitzt mehrere Integrationspunkte, beispielsweise werden auf der Seite, die beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, Empfehlungen von Pocket angezeigt, und über ein Symbol in der Adressleiste können Webseiten in der Online-Ablage gespeichert werden. Wie die meisten Funktionen ist natürlich auch die Pocket-Integration in Firefox optional und kann vom Anwender abgeschaltet werden.

Mit der Übernahme von von Pocket inklusive des kompletten Entwickler-Teams will Mozilla seine mobile Präsenz stärken. Außerdem sieht Mozilla in Pocket einen Dienst, welcher dazu beiträgt, das Internet offen und zugänglich für alle zu halten, was den Zielen und Idealen Mozillas entspricht.

Stichwort Ziele und Ideale von Mozilla, so folgte nun der nächste naheliegende Schritt: Mozilla hat damit angefangen, den bisher nicht öffentlichen Quellcode von Pocket unter einer Open Source-Lizenz (MIT) zu veröffentlichen. Während vor allem die serverseitige Komponente noch fehlt, ist dies ein Anfang, mit dem Mozilla seinem Versprechen nachkommt, aus Pocket eine Open Source-Anwendung zu machen.

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

2 Kommentare - bis jetzt!

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  1. tedus
    schrieb am :

    schöne Sache – ich halte Pocket zwar für eine gute Sache (besonders seit der Übernahme)  – allerdings bevorzuge ich immer noch Alternativen bei denen ich mehr die Kontrolle über meine Daten (in dem Fall Lesezeichen) habe und weiß, was damit geschieht bzw. wer sie einsehen könnte.

    Die "Später lesen" Funktion wird ja von vielen Erweiterungen angeboten – Momentan nutze ich deswegen einfach die Erweiterung Pile – dort wird einfach ein Extra Ordner in den Lesezeichen angelegt, in dem man mit einem Klick solche Seiten ablegen kann.

    Damit ist das ganze auch einfach zusammen mit den Lesezeichen synchronisierbar – die Variante diese Links gesondert irgendwo abzulegen – was auch viele Erweiterungen machen – halte ich da eher für eine schlechte Lösung. Wie Pocket dies handhabt weiß ich allerdings nicht.

  2. Teyro
    schrieb am :

    @ tedus:

    Danke für den Hinweis für das Addon "Pile" ist eine sinnvolle und gute Alternative zur Erweiterung "Save-To-Read" welche ja leider nicht mehr läuft….

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