10 Reaktionen

Firefox 60: Neue Einstellung, um Eingaben in Adressleiste in neuem Tab zu öffnen

Geschätzte Lesedauer:

Mozilla hat Firefox 60 eine neue Option spendiert, die seit Firefox Quantum vor allem von ehemaligen Nutzern der Erweiterung Tab Mix Plus vermisst worden ist. Darüber kann Firefox angewiesen werden, alle Eingaben in die Adressleiste automatisch in einem neuen Tab zu öffnen.

Eingaben in die Adressleiste öffnet Firefox standardmäßig im gerade aktiven Tab. Dies ist normalerweise eine sinnvolle Konfiguration, jedoch gibt es auch Nutzer, die es bevorzugen, wenn Firefox den aktiven Tab nie überschreibt. Vor Firefox Quantum konnte dies über die Erweiterung Tab Mix Plus erreicht werden.

Für diese Nutzer mit dieser Vorliebe gibt es eine gute Nachricht: ab Firefox 60 ist eine solche Konfiguration wieder möglich, und das sogar ohne Erweiterung. Dazu muss über about:config der Schalter browser.urlbar.openintab per Doppelklick auf true geschaltet werden.

Mit browser.search.openintab besitzt Firefox bereits seit Jahren eine vergleichbare Einstellung für das separate Suchfeld. Mit Firefox 57 hatte Mozilla außerdem erst eine neue Einstellung eingeführt, um Lesezeichen immer in einem neuen Tab zu öffnen (browser.tabs.loadBookmarksInTabs).

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

10 Kommentare - bis jetzt!

Eigenen Kommentar verfassen
  1. schrieb am :

    Dazu muss über about:config der Schalter browser.urlbar.openintab per Doppelklick auf true geschaltet werden.

    Ist diese Einstellung erst ab Firefox 60 möglich oder auch schon mit Firefox 58.0.2?

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Erst ab Firefox 60 – deswegen habe ich "ab Firefox 60" geschrieben. 😉

  3. Chris
    schrieb am :

    Die Einstellung browser.tabs.loadBookmarksInTabs funktioniert leider nicht für Einträge in der Chronik. Gibt es dafür auch eine Einstellmöglichkeit? Gerade bei der Chronik finde ich es unlogisch, dass der Eintrag im aktuellen Tab geöffnet wird. Die Chronik enthält ja die vorher geschlossenen Tabs und dementsprechend sollte auch wieder ein Tab geöffnet werden, wenn ein Eintrag aus der Chronik aufgerufen wird.

  4. Mauwi
    schrieb am :

    Ich muss ganz ehrlich sagen: Endlich! Ich halte diese Funktion für so trivial und elementar, dass ich kaum Verständnis habe, das es solange dauerte.

    Ich kann zwar durchaus verstehen, dass man bis FF57 sagte, da es ausreichend Add-Ons gibt, die dies ermöglichen, ist eine eigene Integration überflüssig, aber es  hätte mit FF57 sofort Einzug halten sollen, da es doch etwas sehr grundlegendes ist.

    Ich selbst bin im Freundeskreis so etwas wie der technische Support und spiele jeden direkt die aktuellste Version von FF inklusive ein paar "notwendigen" Add-Ons+Skripts auf, doch selbst hab ich nie das Update auf Quantum vollzogen.

    Warum? Weil ich anders als die meisten sehr intensiv mehrere Tabs nutze und auch sehr viele Suchmaschinen einsetze (nutze hier "Organize Search Engines" Add-On) je nach dem wonach ich gerade Suche.

    Ich war ehrlich gesagt überrascht, als ich in einem der Artikel hier eine sehr ausgeprägte Diskussion über Tab Mix Plus folgte und feststellen musste, dass die meisten bloß ein oder zwei Funktionen des Add-Ons nutzten.

     

    Ich selbst nutze nahezu alle Funktionen regelmäßig:

    Tabs verschieben; neu geladene Tabs farblich markieren; Tabs links/rechts vom ausgewählten oder alle anderen schließen; Tab schützen, einfrieren, autom. Neuladen im benutzerdefinierten Intervall; Tab ziehen um im neuen Fenster zu öffnen; Tab wiederherstellen durch mittlere Maustaste Klick in Leerfläche der Tableiste (ständiges vorhanden sein inkl. Breiteeinstellung verfügbar); Tab durch doppelklick duplizieren (sehr nützlich für Foren, wenn man während des Schreibens noch einmal einen Post ein paar Seiten vorher kontrollieren/nachlesen/verlinken möchte)(Einstellbar direkt neben aktiven Tab); durchwechseln der Tabs in Reihenfolge der eigenen Aktivität (wenn man z.B. mehrere Links einer Seite im Hintergrund öffnet (Umschalt+MMT-Klick), springt man beim Schließen immer zurück zu dem Tab den man zuletzt genutzt hat, in dem Fall dem Ursprungstab. Nützlich wenn man verlinkte Hintergrund Informationen nachschlagen will, während des Lesens eines Artikels oder bei eBay Artikelsuche); X für Schließen im Tab erst nach 0,5s mit Mauszeiger darüber anzeigen (dadurch mehr Platz für Titel, was bei mehreren Tabs viel ausmacht); Tab mit Mittelklick darauf schließen (deutlich bequemer als auf das kleine X zu müssen), erweiterter Session-/Wiederherstellungsmanager.

    [Da ich keine Spoiler Funktion fand, wollte ich keine Liste machen, damit der Post nicht unnötig lang wird.]

     

    Bestimmt gibt es noch weitere Funktionen die ich vergessen habe oder bei denen es mir nicht bewusst ist, dass sie erst durch TMP ermöglicht werden.

    Aus diesem Grund wäre Quantum, wenn auch deutlich schneller, eine Verschlechterung für mich, da es die Bequemlichkeit der Nutzung gravierend reduziert und damit meinen "Arbeitsaufwand" für die einzelnen Tätigkeiten erhöht.

    Ich fürchte es wird noch sehr lange dauern bis Mozilla die erforderlichen APIs nachreicht, damit Tab Mix Plus wieder in angemessener Weise funktionieren kann. Viele der Anfragen auf Bugzilla haben leider nur wenige Stimmen und zu wenige wissen überhaupt von diesem System.

     

    Es ist zwar ein recht großer (einmaliger) Aufwand, sich den Firefox für die individuelle Bequemlichkeit einzurichten, doch bei intensiver Nutzung ist die verlorene Zeit schnell wieder rein geholt. Mozilla hat diese Möglichkeit für den Augenblick auf ein sehr geringes Maß reduziert.

    Ich würde vergleichsweise sagen: von Android hin zur iOS Politik. Damit meine ich von minimaler(/schlechter) Vorkonfiguration, dafür mit maximaler Anpassbarkeit, hin zur maximalen(/guten) Vorkonfiguration, dafür mit minimaler Anpassbarkeit.

     

    Da die Mehrheit nie auch nur einen Blick in die Einstellungen wirft, wenn nicht unbedingt nötig (ob nun Browser oder Smartphone), ist dies natürlich die richtige Politik für die Massen, doch ein massiver Verlust für die "Power-User" und der Besonderheit.

    Was die Möglichkeiten der Anpassungen angeht düfte FF dem Chrome nur noch kaum bis gar nicht voraus sein. Im für mich relevanten Bereich Anti-Adblock Umgehung ist es dem Chrome sogar wegen der Sicherheitspolitik hinterher (siehe: Nano Defender).

  5. schrieb am :

    Ist manchmal echt praktisch, wenn die eingegebene Adresse "automatisch" in einem neuen Tab öffnet. Ich kann mich aber erinnern, dass diese Funktion so ähnlich schon mal gab, so in den Anfängen von FF und Tabs.

  6. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Chris:

    Die Einstellung browser.tabs.loadBookmarksInTabs funktioniert leider nicht für Einträge in der Chronik. Gibt es dafür auch eine Einstellmöglichkeit?

    Ist mir nicht bekannt. Aber vielleicht findest du eine Lösung über ein Userscript, wenn du hier mal nachfragst:

    https://www.camp-firefox.de/forum/

    Gerade bei der Chronik finde ich es unlogisch, dass der Eintrag im aktuellen Tab geöffnet wird. Die Chronik enthält ja die vorher geschlossenen Tabs und dementsprechend sollte auch wieder ein Tab geöffnet werden, wenn ein Eintrag aus der Chronik aufgerufen wird.

    Der Logik kann ich nicht folgen, da man üblicherweise einen neuen Tab öffnet, wenn man etwas in einem neuen Tab geöffnet haben will. Es hat schon einen Grund, wieso das Standardverhalten so ist, wie es ist, und wieso solche Funktionen eine relativ kleine Zielgruppe haben. Falls es darum geht, tatsächlich kürzlich geschlossene Tabs in einem neuen Tab zu öffnen, dies passiert bei Verwendung der entsprechenden Funktion sowieso seit Jahren standardmäßig.

  7. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Mauwi:

    Ich muss ganz ehrlich sagen: Endlich! Ich halte diese Funktion für so trivial und elementar, dass ich kaum Verständnis habe, das es solange dauerte.

    Ich kann zwar durchaus verstehen, dass man bis FF57 sagte, da es ausreichend Add-Ons gibt, die dies ermöglichen, ist eine eigene Integration überflüssig, aber es  hätte mit FF57 sofort Einzug halten sollen, da es doch etwas sehr grundlegendes ist.

    Nicht wirklich grundlegend und elementar, die Zielgruppe für diese Funktion ist doch relativ klein. Natürlich ist die Freude über die Implementierung verständlich, wenn man zu dieser Zielgruppe gehört.

    Ich war ehrlich gesagt überrascht, als ich in einem der Artikel hier eine sehr ausgeprägte Diskussion über Tab Mix Plus folgte und feststellen musste, dass die meisten bloß ein oder zwei Funktionen des Add-Ons nutzten.

    Das ist mit den meisten eierlegenden Wollmilchsäuen so, wie man sowas so schön nennt. Das ist beim Classic Theme Restorer ja auch nicht viel anders. Den meisten geht es nur um ein paar Funktionen, nicht einmal im Ansatz um alles, was die Erweiterung bietet. Diese Erweiterungen hatten nicht so viele Nutzer, weil diese Nutzer alles brauchten. Diese Erweiterungen hatten so viele Nutzer, weil sie so viele Funktionen hatten und sich das eben auch summiert, wenn jeder nur einen kleinen Teil davon nutzt.

    Tabs verschieben; neu geladene Tabs farblich markieren; Tabs links/rechts vom ausgewählten oder alle anderen schließen; Tab schützen, einfrieren, autom. Neuladen im benutzerdefinierten Intervall; Tab ziehen um im neuen Fenster zu öffnen; Tab wiederherstellen durch mittlere Maustaste Klick in Leerfläche der Tableiste (ständiges vorhanden sein inkl. Breiteeinstellung verfügbar); Tab durch doppelklick duplizieren (sehr nützlich für Foren, wenn man während des Schreibens noch einmal einen Post ein paar Seiten vorher kontrollieren/nachlesen/verlinken möchte)(Einstellbar direkt neben aktiven Tab); durchwechseln der Tabs in Reihenfolge der eigenen Aktivität (wenn man z.B. mehrere Links einer Seite im Hintergrund öffnet (Umschalt+MMT-Klick), springt man beim Schließen immer zurück zu dem Tab den man zuletzt genutzt hat, in dem Fall dem Ursprungstab. Nützlich wenn man verlinkte Hintergrund Informationen nachschlagen will, während des Lesens eines Artikels oder bei eBay Artikelsuche); X für Schließen im Tab erst nach 0,5s mit Mauszeiger darüber anzeigen (dadurch mehr Platz für Titel, was bei mehreren Tabs viel ausmacht); Tab mit Mittelklick darauf schließen (deutlich bequemer als auf das kleine X zu müssen), erweiterter Session-/Wiederherstellungsmanager.

    Einiges davon kannst du ganz sicher auch per Userscript in Firefox Quantum lösen. Einfach in der Anpassungsecke des Firefox-Forums nachfragen:

    https://www.camp-firefox.de/forum/

    Aus diesem Grund wäre Quantum, wenn auch deutlich schneller, eine Verschlechterung für mich, da es die Bequemlichkeit der Nutzung gravierend reduziert und damit meinen "Arbeitsaufwand" für die einzelnen Tätigkeiten erhöht.

    Nicht, wenn du die fehlenden Funktionen anders nachrüstest. Du brauchst nicht Tab Mix Plus als WebExtension, es geht ja letzten Endes nur um die Funktionen.

    Ich fürchte es wird noch sehr lange dauern bis Mozilla die erforderlichen APIs nachreicht, damit Tab Mix Plus wieder in angemessener Weise funktionieren kann. Viele der Anfragen auf Bugzilla haben leider nur wenige Stimmen und zu wenige wissen überhaupt von diesem System.

    Das macht nichts, Stimmen sind irrelevant. Die fließen in überhaupt keiner Weise in die Bewertung mit ein (das war, seit ich mich mit Firefox befasse, noch nie so), das Feature wird mittelfristig übrigens aus Bugzilla entfernt werden.

    Ich würde vergleichsweise sagen: von Android hin zur iOS Politik. Damit meine ich von minimaler(/schlechter) Vorkonfiguration, dafür mit maximaler Anpassbarkeit, hin zur maximalen(/guten) Vorkonfiguration, dafür mit minimaler Anpassbarkeit.

    Dein Vergleich passt überhaupt nicht. Zumal die Anpassungsmöglichkeiten, die Firefox von Haus aus anbietet, mit Firefox 57 zugenommen haben und seit dem weiter vergrößert worden sind. Deine Darstellung "minimale Anpassbarkeit" wird all dem Aufwand, den Mozilla nach wie vor in die Anpassbarkeit investiert, in keiner Weise gerecht.

    Da die Mehrheit nie auch nur einen Blick in die Einstellungen wirft, wenn nicht unbedingt nötig (ob nun Browser oder Smartphone), ist dies natürlich die richtige Politik für die Massen, doch ein massiver Verlust für die "Power-User" und der Besonderheit.

    Falsch. Und wer sich selbst als "Power-Nutzer" sieht, hat auch keine Probleme mit User-Scripts.

    Was die Möglichkeiten der Anpassungen angeht düfte FF dem Chrome nur noch kaum bis gar nicht voraus sein.

    Auch das ist falsch. Firefox hat a) von Haus aus deutlich mehr Anpassungsmöglichkeiten als Chrome und b) besitzt Firefox bereits einige Erweiterungs-APIs, die Chrome nicht hat. Alleine Sidebars und Container eröffnen so viele riesige Anwendungsmöglichkeiten, die in Chrome gar nicht erst umsetzbar sind.

    Und mit ausnahmslos jedem Major-Update, also alle sechs bis acht Wochen, kommen wieder einige Neuerungen für Erweiterungs-Entwickler dazu. Das war seit der Einführung der WebExtensions so und daran wird sich auch auf absehbare Zeit nichts ändern.

    Übrigens wirst du auch Statements von Erweiterungs-Entwicklern finden, wie beispielsweise dem Entwickler von uBlock Origin, denen du entnehmen kannst, dass das Erweiterungs-System von Firefox dem von Chrome deutlich überlegen ist.

  8. Mauwi
    schrieb am :

    Erst einmal danke für deine Ausführungen!

    Nicht wirklich grundlegend und elementar, die Zielgruppe für diese Funktion ist doch relativ klein. Natürlich ist die Freude über die Implementierung verständlich, wenn man zu dieser Zielgruppe gehört.

    Mag vielleicht sein, dennoch finde ich das Einstellungen zum entscheiden was alles im neuen Tab geöffnet werden soll oder eben nicht sehr grundlegend. Es geht dabei ja weniger um erweiterte Verhaltensweisen, als viel mehr sehr einfache und grundsätzliche.

     

    Das ist mit den meisten eierlegenden Wollmilchsäuen so, wie man sowas so schön nennt. Das ist beim Classic Theme Restorer ja auch nicht viel anders. Den meisten geht es nur um ein paar Funktionen, nicht einmal im Ansatz um alles, was die Erweiterung bietet. Diese Erweiterungen hatten nicht so viele Nutzer, weil diese Nutzer alles brauchten. Diese Erweiterungen hatten so viele Nutzer, weil sie so viele Funktionen hatten und sich das eben auch summiert, wenn jeder nur einen kleinen Teil davon nutzt.

    Aufgrund der Tatsache das es extrem viele Add-Ons für einzelne und verschiedenste Tab-Funktionen gab, hätte ich erwartet, dass Leute die nur ein oder zwei Funktionen brauchen, zu diesen "kleineren" Add-Ons greifen. Ich für meinen Teil würde so aufwendige ("schwergewichtige") Add-Ons vermeiden, wenn ich rein zielgerichtete Add-Ons zur Verfügung hätte, ganz getreu dem Prinzip minimaler Eingriff bzw. Belastung für ein gewünschtes Ziel.

     

    Einiges davon kannst du ganz sicher auch per Userscript in Firefox Quantum lösen. Einfach in der Anpassungsecke des Firefox-Forums nachfragen:

    https://www.camp-firefox.de/forum/

    Ich nutze eigentlich schon seit Jahren (als es noch Userscripts.org gab) Userscripts. War auch den Entwickler Empfehlungen folgend zwischen den Add-Ons gewandert:

    Greasemonkey -> Scriptish (zu dem Zeitpunkt beinhaltete Greasemonkey aus Kompatibilitätsgründen Altlasten die es stark verlangsamten) -> Greasemonkey (Altlasten wurden rausgeworfen und Scriptish Weiterentwicklung eingestellt) -> Violentmonkey (viele Scripte haben Funktionsaussetzer in Kombination mit Greasemonkey; Tampermonkey wird kritisch angesehen, weil es nicht länger Quelloffen weiterentwickelt wird)

    Allerdings war ich da bisher nur auf Greaysfork und OpenuserJS unterwegs und war der Meinung das Userscripts bloß Seiten verändern (vergleichbar mit Stylish/Stylus) nicht aber den Browser selbst. Das ist mir völlig neu, danke für die Aufklärung.

     

    Das macht nichts, Stimmen sind irrelevant. Die fließen in überhaupt keiner Weise in die Bewertung mit ein (das war, seit ich mich mit Firefox befasse, noch nie so), das Feature wird mittelfristig übrigens aus Bugzilla entfernt werden.

    Das überrascht mich. Ich dachte das Stimmabgabe System diene dazu die Priorität festzulegen, mal von Sicherheitslücken und kritischen Fehlern abgesehen.

     

    Dein Vergleich passt überhaupt nicht. Zumal die Anpassungsmöglichkeiten, die Firefox von Haus aus anbietet, mit Firefox 57 zugenommen haben und seit dem weiter vergrößert worden sind. Deine Darstellung "minimale Anpassbarkeit" wird all dem Aufwand, den Mozilla nach wie vor in die Anpassbarkeit investiert, in keiner Weise gerecht.

    Vorweg: ich kann mir durchaus vorstellen, dass meine Meinung, aufgrund des Verlusts von Add-Ons wie TMP, Super Drag, Organize Search Engines, Cookie Manager+ und der nicht selten abfälligen Meinung ihrer Entwickler, sehr subjektiv ist, aber der Sprung auf Quantum hat doch erst einmal enorme Einschränkungen bzw. Verluste zur Anpassung eingebracht, die in Zukunft mit neuen APIs ausgeglichen werden sollen?!

    War es nicht so, das man mit dem alten Add-On System nahezu alles am Browser ändern konnte? Natürlich mit der Gefahr das es für die nächste Version neu geschrieben werden musste und enormen Leistungseinbuße einbrachte.

     

    Auch das ist falsch. Firefox hat a) von Haus aus deutlich mehr Anpassungsmöglichkeiten als Chrome und b) besitzt Firefox bereits einige Erweiterungs-APIs, die Chrome nicht hat. Alleine Sidebars und Container eröffnen so viele riesige Anwendungsmöglichkeiten, die in Chrome gar nicht erst umsetzbar sind.

    Ich bin mir gerade nicht sicher ob es im TMP Forum oder auf Github von Organize Search Engines bzw. NanoAdblocker/Defeneder war, doch da hatte ich gelesen das man zwar die Absicht habe alle Chrome Webextensions auch im Firefox lauffähig zu machen, aber im Augenblick noch diverse APIs nicht eingebunden sind.

     

    Übrigens wirst du auch Statements von Erweiterungs-Entwicklern finden, wie beispielsweise dem Entwickler von uBlock Origin, denen du entnehmen kannst, dass das Erweiterungs-System von Firefox dem von Chrome deutlich überlegen ist.

    Ehrlich gesagt lese ich eher von den neuen Einschränkungen und eher beiläufig mal einen Vergleich zu Chrome bei den diversen Entwicklern. Allerdings hab ich nur eine Handvoll von Entwicklungen im Blick, was man sicherlich nicht als repräsentativ deuten kann.

     

    Nebenbei bemerkt lasse ich aktuelle Firefox Versionen nicht völlig aus den Augen. Ich nutze eine portable Version um immer wieder ein wenig auszuprobieren.

    Noch einmal danke, das du dir die Zeit genommen hast auf meinen Kommentar einzugehen.

  9. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Aufgrund der Tatsache das es extrem viele Add-Ons für einzelne und verschiedenste Tab-Funktionen gab, hätte ich erwartet, dass Leute die nur ein oder zwei Funktionen brauchen, zu diesen "kleineren" Add-Ons greifen. Ich für meinen Teil würde so aufwendige ("schwergewichtige") Add-Ons vermeiden, wenn ich rein zielgerichtete Add-Ons zur Verfügung hätte, ganz getreu dem Prinzip minimaler Eingriff bzw. Belastung für ein gewünschtes Ziel.

    Es gibt ja nicht für jede Kleinigkeit ein eigenes spezialisiertes Add-on und wenn, dann ist dieses häufig eher unbekannt. Diese ganz großen Add-ons sind halt bekannt und überall liest man von dem Tipp, dass man dieses oder jedes mit einem der großen Add-ons erreichen kann, was die Nutzerzahlen dann weiter wachsen lässt und die Add-ons noch bekannter werden lässt – und kleinere Add-ons verglichen damit noch unbekannter. Das ist wie mit Unternehmen in der realen Welt: die Großen werden immer größer, kleinere haben es schwer, sich durchzusetzen. 😉

    Allerdings war ich da bisher nur auf Greaysfork und OpenuserJS unterwegs und war der Meinung das Userscripts bloß Seiten verändern (vergleichbar mit Stylish/Stylus) nicht aber den Browser selbst. Das ist mir völlig neu, danke für die Aufklärung.

    Die Einschränkung auf Webseiten trifft zu, wenn du eine Lösung über eine WebExtension nutzt. Mit User-Scripts meine ich meinem Fall einen Mechanismus, der komplett an den WebExtensions vorbeigeht. Dazu musst du ein paar Dateien sowohl in das Installations- als auch in das Profilverzeichnis von Firefox kopieren, kannst dann aber nach wie vor ohne Einschränkungen auf Firefox selbst zugreifen.

    Dieser Weg wurde noch nie offiziell von Mozilla unterstützt, es gibt keinerlei Garantien (das muss in zwei Jahren nicht mehr funktionieren) und grundsätzlich kann jedes Firefox-Update ein Script inkompatibel machen – wie es mit Firefox-Erweiterungen eben vor den WebExtensions auch der Fall war. Man sieht die Scripts halt nicht im Add-on Manager und es gibt keine automatischen Updates, falls mal eine Änderung notwendig wird, aber im verlinkten Forum ist diese Art der Anpassung vor Jahren schon beliebt gewesen und jetzt halt ein besonderes Thema, da es auch in Firefox Quantum funktioniert und Dinge möglich macht, die WebExtensions nicht können.

    Vorweg: ich kann mir durchaus vorstellen, dass meine Meinung, aufgrund des Verlusts von Add-Ons wie TMP, Super Drag, Organize Search Engines, Cookie Manager+ und der nicht selten abfälligen Meinung ihrer Entwickler, sehr subjektiv ist, aber der Sprung auf Quantum hat doch erst einmal enorme Einschränkungen bzw. Verluste zur Anpassung eingebracht, die in Zukunft mit neuen APIs ausgeglichen werden sollen?!

    Anpassbarkeit kann durch Erweiterungen erreicht werden und WebExtensions können nicht alles, was Legacy-Erweiterungen konnten. Anpassbarkeit entsteht aber nicht nur durch Erweiterungen. Mit "von Haus aus" meine ich Anpassungen, die kein Add-on benötigen. Da tut Mozilla eine Menge. Einige Add-ons, die früher notwendig waren, um bestimmte Dinge zu erreichen, sind heute nicht mehr notwendig, weil Firefox es von Haus aus kann.

    War es nicht so, das man mit dem alten Add-On System nahezu alles am Browser ändern konnte? Natürlich mit der Gefahr das es für die nächste Version neu geschrieben werden musste und enormen Leistungseinbuße einbrachte.

    Korrekt. Viele wollen das nicht hören, aber das war eines der größten Probleme von Firefox. 😉

    Ich bin mir gerade nicht sicher ob es im TMP Forum oder auf Github von Organize Search Engines bzw. NanoAdblocker/Defeneder war, doch da hatte ich gelesen das man zwar die Absicht habe alle Chrome Webextensions auch im Firefox lauffähig zu machen, aber im Augenblick noch diverse APIs nicht eingebunden sind.

    Es gibt auch APIs, die Chrome hat und in Firefox entweder noch nicht implementiert wurden oder bewusst nicht implementiert werden (beide Fälle existieren). Für Werbeblocker sollte aber eigentlich alles vorhanden sein und im Bereich Suchmaschinen sind APIs in Arbeit.

    Es ist aber wichtig zu verstehen, dass es nie darum ging, Firefox und Chrome bei Erweiterungen gleichzuziehen. Es gibt einen gemeinsamen Kern, nicht nur mit Chrome, sondern auch Opera und Microsoft Edge, der sogar vom W3C standardisiert werden soll.

    Darüber hinaus ist es ein ausdrückliches Ziel von Mozilla, auch weiterhin der am besten anpassbare Browser zu sein, indem man sich eben nicht auf das beschränkt, was Google macht, sondern mehr anbietet. Meine Beispiele waren Container und Sidebars. Das Konzept der Container existiert in Chrome auf Plattform-Ebene nicht, kann also gar nicht geliefert werden, und die Sidebar-API hat Google bewusst abgelehnt – hier hatte Opera bereits eine und Mozilla hat sich daran orientiert.

    Ehrlich gesagt lese ich eher von den neuen Einschränkungen und eher beiläufig mal einen Vergleich zu Chrome bei den diversen Entwicklern. Allerdings hab ich nur eine Handvoll von Entwicklungen im Blick, was man sicherlich nicht als repräsentativ deuten kann.

    Das ist kein Wunder, denn wenn ein Entwickler einer Legacy-Erweiterung schreibt, dass er mit den Einschränkungen nicht leben kann und seine Erweiterung einstellt, dann berichten gut besuchte Seiten wie Ghacks darüber und das Bild setzt sich fest. Aber schreibt ein Entwickler, dass er das Erweiterungs-System von Firefox besser findet als das von Chrome, liest man darüber auf keiner Seite. 😉 Hier auf dem Blog übrigens auch nicht, was aber daran liegt, dass ich weder das eine noch das andere schreibe. Entwickler kamen und gingen schon immer.

    Mozilla liefert immer mehr WebExtension-APIs, insofern bessert sich die Situation alleine schon durch die Zeit, die vergeht.

    Noch einmal danke, das du dir die Zeit genommen hast auf meinen Kommentar einzugehen.

    Sehr gerne!

  10. Franz
    schrieb am :

    Besteht in diesem Fall auch die Möglichkeit dass der neue Tab neben dem aktiven Tab geöffnet wird?

Und jetzt du! Deine Meinung?

Erforderliche Felder sind mit einem Asterisk (*) gekennzeichnet. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
  1. Nach Absenden des Kommentar-Formulars erfolgt eine Verarbeitung der von Ihnen eingegebenen personenbezogenen Daten durch den datenschutzrechtlich Verantwortlichen zum Zweck der Bearbeitung Ihrer Anfrage auf Grundlage Ihrer durch das Absenden des Formulars erteilten Einwilligung.
    Weitere Informationen