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Mozilla möchte es einfacher machen, Chrome-Erweiterungen für Firefox zu portieren

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Von den relevanten Browsern besitzt Firefox das wohl mächtigste Erweiterungssystem. Entwickler von Add-ons können nahezu jeden Aspekt von Firefox verändern. Doch heißt das nicht automatisch, dass jedes Add-on, welches für andere Browser existiert, auch für Firefox existiert. Um es Entwicklern von Add-ons einfacher zu machen, hat sich Mozilla die Chrome Extension API vorgenommen und erweitert Firefox um fehlende Schnittstellen.

Unter den Abhängigkeiten des Meta-Tickets mit dem Titel „Parity with Chrome extension API“ in Mozillas Bugtracker sind in den letzten Wochen mehrere Patches in Firefox gelandet, welche Entwicklern von Add-ons zugute kommen sollen. Die Idee ist einfach: Erweiterungen für Googles Browser Chrome sollen mit möglichst wenig Aufwand für Firefox portiert werden können. Hierfür ist es naheliegenderweise sinnvoll, möglichst ähnliche Schnittstellen zu besitzen.

Mozilla-Entwickler Erik Vold hat vor wenigen Wochen mit „Chrome Tailor“ außerdem ein experimentelles Tool auf GitHub veröffentlicht, welches aus Chrome-Erweiterungen Add-ons für Firefox machen soll. Welche Chrome-APIs unterstützt werden, kann der Information im Repository entnommen werden.

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

3 Kommentare - bis jetzt!

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  1. Andreas G.
    schrieb am :

    Eines sollten sie auf jeden Fall portieren. Und zwar die Darstellung von Zahlenwerten beim Icon.

    https://developer.chrome.com/extensions/browserAction#badge

    Das wäre ein echter Gewinn für die Optik wenn z.B. angezeigt wird wie viele ungelesene Nachrichten warten oder die Anzahl der geblockten Elemente usw.

    Bei Firefox ist die Darstellung oft ziemlich hässlich da die Entwickler selber sich um die Darstellung kümmern müssen. Meistens wird dann einfach die Nummer über das Icon geschrieben.
    Bei Chrome wird die Zahl in ein kleines Kästchen rechts unten am Icon geschrieben.

  2. schrieb am :

    Andreas G:

    Bei Firefox ist die Darstellung oft ziemlich hässlich da die Entwickler selber sich um die Darstellung kümmern müssen. Meistens wird dann einfach die Nummer über das Icon geschrieben.

    Seit Firefox 36 gibt es dafür ein badge Attribut auf Toolbar Buttons, dass einen simplen Badge zum Button hinzufügt. Erweiterungen wie Pushbullet und uBlock nutzen dies, doch leider gibt es noch einen Bug, wobei das Menupanel kaputt geht, wenn man einen Button mit so einem Badge drin plaziert. Der Code dahinter ist derselbe, wie für die Social API Buttons benutzt wird. Dokumentation dazu findet sich auf MDN leider nur fürs SDK: https://developer.mozilla.org/en-US/Add-ons/SDK/Low-Level_APIs/ui_button_action#Badged_buttons

  3. Markus
    schrieb am :

    Wenn wir schon beim Thema „was hat chrome(ium) was Firefox brauchen könnte“ sind:
    Der -app Kommandozeilen parameter.

    Darstellen von Webseiten wie tweetdeck oder Feedly ohne toolbars. Bei Firefox musste ich mir dafür n extra Profil anlegen und frikeln.

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