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Firefox Nightly: WebRender jetzt auch für erste Nutzer von Linux aktiviert

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Der aus dem Servo-Projekt stammende WebRender soll die Grafikkarte stärker als bisher einbeziehen und so für eine deutlich verbesserte Firefox-Performance sorgen. Bisher war WebRender in Vorabversionen von Firefox lediglich für Nutzer von Windows 10 standardmäßig aktiviert. Jetzt sind die ersten Linux-Nutzer an der Reihe.

WebRender stammt wie die mit Firefox 57 eingeführte CSS-Engine Stylo ebenfalls aus Mozillas Next-Generation-Engine Servo und ist in der Programmiersprache Rust geschrieben. Es handelt sich bei WebRender um einen Renderer für Webseiten-Inhalte, welcher unter stärkerer Einbeziehung der Grafikkarte als bisher im Grunde wie eine Spiele-Engine arbeitet, aber für das Rendering von Web-Content optimiert ist und dadurch große Performance-Vorteile liefern soll.

In der Nightly-Version von Firefox ist WebRender bereits für einen Teil der Nutzer aktiviert. Die anfängliche Zielgruppe setzt sich aus Nutzern zusammen, welche Windows 10 als Betriebssystem sowie eine halbwegs moderne Grafikkarte von Nvidia einsetzen. Für eben jene Zielgruppe wird WebRender erstmals mit Firefox 67 offiziell in einer finalen Version von Firefox ausgeliefert werden.

Für Nutzer einer Nightly-Version von Firefox wurde die WebRender-Unterstützung bereits auf erste Grafikchips von AMD und Intel ausgeweitet. Nun kommen erstmals auch Nutzer des Betriebssystems Linux in den Genuss, allerdings noch mit Einschränkungen. Voraussetzung hierfür ist zunächst ein Grafikchip von Intel mit Mesa-Treiber Version 18.2.8.0 oder höher, außerdem darf kein 4K-Bildschirm verwendet werden. Mozilla hat sich für diese Konfiguration als Start für Linux entschieden, da dies eine gängige Konfiguration unter Mozilla-Entwicklern ist, welche dementsprechend schon gut getestet ist.

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und ehemaliger Mozilla Repräsentant. Neben diesem Mozilla-Blog ist er Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox und betreibt außerdem die Webseiten firefox.agenedia.com, firefoxosdevices.org, mozilla.de sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone.

3 Kommentare - bis jetzt!

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  1. Torsten
    schrieb am :

    Da ich mich leider damit überhaupt nicht auskenne, meine Frage:  Welche Vorteile hätte das?  Was bringt es dem Endnutzer genau? 

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Siehe Artikel – den entscheidenden Teil habe ich im entsprechenden Absatz hier nun hervorgehoben:

    Es handelt sich bei WebRender um einen Renderer für Webseiten-Inhalte, welcher unter stärkerer Einbeziehung der Grafikkarte als bisher im Grunde wie eine Spiele-Engine arbeitet, aber für das Rendering von Web-Content optimiert ist und dadurch große Performance-Vorteile liefern soll.

    Die Grafikkarte kann bestimmte Dinge besonders performant umsetzen. Ansonsten wären optisch ansprechende Spiele, die sich flüssig spielen lassen, nur schlecht möglich. Indem man ändert, wie der Browser Webseiten darstellt, und zwar so, dass das auf ähnliche Weise funktioniert, kann der Browser aus den Stärken der Grafikkarte seinen Vorteil ziehen.

  3. Hauro
    schrieb am :

    Wer experimentierfreudig ist, kann versuchen den WebRender zu erzwingen:

    about:config

    gfx.webrender.all=true
    gfx.webrender.all.qualified=true
    gfx.webrender.enabled=true

    opt-in by default: WebRender is an opt-in feature
    available by user: Force enabled by pref

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