Vorschau auf das kostenlose VPN in Firefox 149
Mit Firefox 149 wird Mozilla ein kostenloses VPN in Firefox integrieren. Dieser Artikel gibt eine Vorschau auf die VPN-Integration in Firefox.
Bereits im Oktober 2025 hatte ich darüber berichtet, dass Mozilla an einer kostenlosen VPN-Integration in Firefox arbeitet. Am 24. März 2026 ist es soweit: Mit Veröffentlichung von Firefox 149 startet die Ausrollung der VPN-Integration in Firefox.
Nutzer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA werden zum Start 50 GB pro Monat über das Mozilla-VPN laufen lassen können, welches die echte IP-Adresse verbirgt und den Internetverkehr zusätzlich verschlüsselt. Die Nutzung wird an jedem Monatsersten zurückgesetzt. Einzige Voraussetzung ist ein kostenfreies Mozilla-Konto.
Da es sich um eine in Firefox integrierte Lösung und um kein systemweites VPN handelt, arbeitet der Schutz auch nur in Firefox und nicht für andere Anwendungen. Außerdem ist keine Wahl des Server-Standorts möglich. Es wird aktuell immer ein VPN-Server in den USA genutzt. Ein systemweites VPN mit mit Servern in über 30 Ländern und weiteren Funktionen bietet Mozilla mit dem Mozilla VPN kostenpflichtig an.
Die Aktivierung respektive Deaktivierung des Firefox VPNs geschieht über eine Schaltfläche in der Navigationssymbolleiste. Hier sieht man auch direkt, wie viel Datennutzung im aktuellen Monat noch möglich ist. Außerdem kann das VPN an dieser Stelle für eine bestimmte Website deaktiviert und wieder aktiviert werden.
In den Firefox-Einstellungen lässt sich ebenfalls überblicken, wie viel Nutzung noch möglich ist. Außerdem ist hier eine Verwaltung der Website-Ausnahmen sowie eine Bestellung des Mozilla VPNs möglich.
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Bei wem stehen die Server dann Physisch Google, Mozilla oder Amazon?
Heist das das Mozilla dafür vielleicht mal Server in den entsprechenden Ländern bereitstellt? Sodass zum Beispiel die Daten deutscher Nutzer auch in Deutschland bleiben? Denn es wird ja nicht jeder happy sein wenn seine Daten in den USA landen. Egal ob sie verschlüsselt sind.
Der Server gehört Mozilla, Hoster ist Fastly.
Das kann ich zwar nicht ausschließen, aber ich gehe erst einmal nicht davon aus. Wenn einem das wichtig ist, wäre das ja auch ein Kaufargument für das Mozilla VPN.
Damit keine Missverständnisse entstehen: Der Datenverkehr geht zwar über einen Server in den USA. Aber es verbleiben dort keine Daten.
Kooperiert Firefox nicht mehr mit Mullvad?
Doch, das Mozilla VPN läuft weiterhin über Mullvad. Nur mit der kostenlosen Integration in Firefox hat Mullvad nichts zu tun.
Solche Funktionen sind halt immer schwierig und kommen mit einem gewissen Beigeschmack, ne. Erstmal muss die Frage erlaubt sein, ob es wirklich ein VPN ist oder, wo Opera zum Beispiel bei seiner Lösung einen gewissen Etikettenschwindel betreibt, doch nur ein VPN-Proxy. Ganz neutral erstmal festgehalten. Wenn es ein richtiges VPN wäre, bliebe die Frage, warum ich das neben den schon vorhandenen Schutzmechanismen wie DNS-over-HTTPS, dem Trackingschutz und mehr auch noch nutzen sollte. Der allgemeine Grundtenor ist bekanntlich, dass ein VPN in der Hinsicht kaum bis nichts mit Privatsphäre zu tun hat und bei weitem nicht jeder ein VPN braucht.
Aber vor allem ist die Entscheidung, nur Server in den USA zu verwenden, nicht besonders schlau. Ich möchte hier jetzt nicht politisch werden, aber neutral formuliert gibt es gerade in Europa, aber auch in anderen Teilen der Welt, in der heutigen Zeit eine nicht unwesentliche Zahl an Menschen, Tendenz wahrscheinlich eher steigend, die es in einem gewissen Maße derzeit und vielleicht auch längerfristig bevorzugen, wenn der eigene digitale Krempel, wenn auch verschlüsselt, nicht unbedingt im großen Quadranten zwischen Miami, Honolulu, Anchorage und New York hin und her geschoben wird. Zumindest soweit sich das vermeiden lässt.
Für die Leute, die sensibilisiert sind, wären mehr Serverstandorte etwa in Kanada oder Europa besser gewesen. Hätten sie Firefox VPN als Anreiz für Mozilla VPN genommen und sich vertraglich mit Mullvad verständigt, wäre das in meinen Augen die bessere Entscheidung gewesen.
Die Aussage kann ich null nachvollziehen. Weder, was angeblich „schwierig” daran sein soll, Nutzern kostenlos ein Privatsphäre-Feature anzubieten, was eigentlich erst einmal positiv zu bewerten wäre, noch wo der vermeintliche „Beigeschmack” sein soll.
Die Frage beantwortet sich von alleine. Ein VPN im eigentlichen Sinn ist immer systemweit und funktioniert auf Betriebssystem-Ebene und die Firefox-Integration ist ein Browser-Feature und damit ein Proxy. Das hat nichts mit „Etikettenschwindel” zu tun. Die begriffliche Unterscheidung ist für Endnutzer schlicht und ergreifend nicht relevant, weil aus Nutzersicht das gleiche passiert. Und dass die Firefox-Integration nur in Firefox wirkt, ist erstens selbstverständlich und wird zweitens auch so kommuniziert. Mozilla spricht in seinen Dokumentationen übrigens auch selbst von einem Proxy. Aber nochmal: In der Anwendung durch den Benutzer besteht kein relevanter Unterschied, solange klar ist, dass der Schutz nur für den Browser gilt.
Ich verstehe nicht, was das mit der Frage zu tun haben soll, ob es ein „richtiges VPN” ist. Ob nun systemweites VPN oder Proxy, so oder so hat das nichts mit DNS over HTTPS und noch viel weniger mit einem Tracking-Schutz zu tun. Das ist einfach etwas komplett anderes.
Dass der der „allgemeine Grundtenor” sein soll, bezweifle ich aber mal ganz stark. Die Aussage, auch zusammen mit der vorherigen Aussage, lässt mich ehrlich gesagt zweifeln, ob du überhaupt weißt, was die Aufgabe eines VPNs ist.
Das ist unbestritten und behauptet ja auch niemand.
Neutral ist das nicht formuliert, im Gegenteil. Und wenn du nicht politisch werden möchtest, dann werde es bitte auch nicht.
Mozilla ist ein Unternehmen aus dem USA und hostet seine Dienste, angefangen mit dem Account und der Synchronisation, was vor allem mit den Logins ein noch viel sensibleres Thema ist, seit bald 20 Jahren (!) in den USA und noch nie war das ein nennenswertes Problem in der öffentlichen Wahrnehmung. Obwohl ja immer gerne viel gemeckert wird.
Vielleicht kommt das ja noch in Zukunft, wer weiß. Wenn du ein ernsthaftes Interesse hast und es dir nicht um eine destruktive Meinungsäußerung geht, wie dein Kommentar den Eindruck erweckt, dann schlage Mozilla das auf Mozilla Connect vor.
Gleichzeitig sollte natürlich auch klar sein, dass es immer noch Argumente geben muss, wieso man sich das Mozilla VPN kostenpflichtig bestellt. Und eine Standort-Auswahl kann ein solches Argument sein. Damit sage ich nicht, dass es ausgeschlossen ist (man könnte beispielsweise wenige Standorte zur Auswahl anbieten und im Mozilla VPN dann alle). Ich sage nur, dass das ein Punkt ist, der auch zu berücksichtigen ist. Das ultimative Ziel ist es natürlich, die Anzahl der VPN-Abonnenten über dieses Feature zu erhöhen und nicht zu verkleinern.
Mullvad hat mit diesem Feature überhaupt nichts zu tun.
Und schon ist es politisch … Alter rhetorischer Trick.
Gerade ein Ausgangspunkt in den USA ist mich das Argument dafür. Viele Seiten sind nur noch über die USA erreichbar. Leider entwickelt sich die EU immer mehr zu einem Bereich der ausgelagerten Zensur. Formal ist es keine Zensur, denn die Portale zensieren die der Regierung unangenehme Posts. Aber nur weil die EU eben mit hohe Strafen droht. Früher war es Kritik. heute ist es angeblich Hass.
Frage:
Ich brauch dafür ein Konto bei Mozilla. Soweit klar.
Ich finde den Button Anmelden schon, aber da steht "Synchronisiere alle…". Genau das mag ich nicht. Kann dort auch nur das kostenlose VPN nutzen?
Wenn du dich über die VPN-Schaltfläche anmeldest, bist du in Firefox nur in das Mozilla-Konto eingeloggt, ohne dass automatisch die Synchronisation aktiviert ist. Die müsstest du in den Einstellungen unter „Synchronisation” erst explizit aktivieren. Ansonsten passiert da nichts in diese Richtung.
Nach aktueller Planung wird es ab Firefox 151 die Möglichkeit geben, aus einem von fünf Standorten zu wählen, unter anderem Deutschland.