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Welche Erweiterungen können in Firefox 57 wie geladen werden?

Geschätzte Lesedauer:

Mozilla wird vermutlich im November dieses Jahres Firefox 57 veröffentlichen, welcher große Änderungen in Bezug darauf bringt, welche Erweiterungen in Firefox geladen werden können und welche nicht. Durch verschiedene Arten von Erweiterungen, verschiedene Signier-Status wie auch verschiedene Release-Kanäle von Firefox ist die Antwort auf die Frage, was geht und was nicht geht, eine Matrix von Antworten statt einer simplen Antwort. Dieser Artikel soll helfen, den Überblick zu bewahren.

Läuft alles nach Plan, dann wird am 14. November 2017 Firefox 57 erscheinen, dessen Veröffentlichung Mozilla kürzlich um zwei Wochen vorgezogen hat. Längst kein Geheimnis mehr ist die exklusive Unterstützung von WebExtensions ab Firefox 57. Doch was bedeutet das eigentlich im Detail? Werden Wörterbücher, die keine WebExtensions sind, weiterhin funktionieren? Gibt es Unterschiede zwischen finalen und Nightly-Versionen von Firefox? Um diese Fragen zu klären, müssen zunächst einmal die Begrifflichkeiten geklärt werden.

Arten von Erweiterungen

  • Legacy-Erweiterungen: Darunter fallen alle alten Erweiterungs-Architekturen. Dies schließt ein: XUL-Erweiterungen, SDK-basierte Erweiterungen sowie auch Bootstrapped Erweiterungen.
  • Eingebettete WebExtensions oder auch Hybrid-Erweiterungen: Dabei handelt es sich entweder um SDK-basierte oder Bootstrapped Erweiterungen, welche eine WebExtension eingebettet haben. Diese mit Firefox 51 eingeführte Technik erleichtert die Migration von einer alten Erweiterungs-Architektur hin zu WebExtensions.
  • WebExtensions: Der neue Standard für die Entwicklung von Firefox-Erweiterungen.
  • WebExtension-Experimente: Mittels WebExtension-Experiment können neue WebExtension-APIs geschaffen werden, welche Firefox bisher nicht unterstützt. Dies dient vor allem dem Experimentieren, um Mozilla Vorschläge zur Integration in Firefox machen zu können.
  • Lightweight Theme: Lightweight Themes, oder auch einfach nur Themes, verändern die Oberfläche von Firefox, indem sie eine Textur über diese legen und ein paar Farben ändern.
  • Vollständiges Theme: Vollständige Themes erlauben es, ausnahmslos jeden Aspekt der Oberfläche ganz nach Belieben zu verändern. Vollständige Themes sind schwierig in der Erstellung und für die Ersteller kaum wartbar.
  • Theme (neues Themes-System): Mozilla arbeitet derzeit an einem neuen Themes-System, welches vereinfacht gesagt einen Kompromiss aus vollständigen und Lightweight Themes darstellt.
  • Telemetrie-Experiment: Telemetrie-Experimente werden nicht explizit durch den Benutzer installiert und dienen dazu, Änderungen mit nur einem Teil der Nutzer, basierend auf vorher festgelegten Kriterien, durchzuführen.
  • Sprachpaket: Sprachpakete ändern die Oberflächen-Sprache von Firefox.
  • Wörterbuch: Wörterbücher liefern die notwendigen Wörter für die Rechtschreibprüfung in Textfeldern.
  • Paket aus mehreren Erweiterungen: Es ist möglich, mehrere Erweiterungen, auch eine Erweiterung mit einem Theme, in einem gemeinsamen Paket zu bündeln, so dass der Nutzer nur eine Erweiterung aktiv installieren muss.

Arten des Signier-Status

Zum Schutz seiner Nutzer hat Mozilla eine Signaturpflicht für Add-ons in Firefox eingeführt, welche seit Firefox 43 standardmäßig aktiviert ist. Das heißt, dass Erweiterungen üblicherweise signiert sein müssen, damit sie verwendet werden können. Allerdings ist hier nicht nur zwischen signiert und unsigniert zu unterscheiden.

  • Signiert (AMO): Die Erweiterung wurde durch addons.mozilla.org (AMO) signiert. Dies trifft für alle Erweiterungen zu, welche von gewöhnlichen Erweiterungs-Entwicklern bereitgestellt werden können. Der Nutzer muss diese nicht zwangsläufig über addons.mozilla.org beziehen, die Signierung erfolgt immer über AMO.
  • Signiert (Intern): Die Erweiterung wurde von Mozilla mittels internem Zertifikat signiert, welches es Mozilla erlaubt, APIs zu nutzen, welche (noch) nicht als WebExtension-API zur Verfügung stehen. So kann Mozilla beispielsweise Test Pilot-Experimente mit Features ausliefern, welche als WebExtension nicht umsetzbar wären.
  • Nicht signiert: Die Erweiterung wurde nicht signiert.
  • Temporär laden: Nicht signierte Erweiterungen lassen sich temporär via about:debugging laden. Temporär bedeutet, dass die Erweiterung beim nächsten Start von Firefox nicht mehr vorhanden ist.

Release-Kanäle von Firefox

Firefox besitzt verschiedene Release-Kanäle, wobei sich diese im Zusammenhang dieses Themas in zwei Gruppen teilen lassen:

  • Release-Version: Finale Versionen wie auch Beta-Versionen.
  • Vorab-Version: Nightly-Versionen.

Klartext: was geht nun wo wie?

Wie in der Einleitung des Artikels bereits angedeutet, ist die Antwort auf die Frage, was ab Firefox 57 wie geladen werden kann, keine einfache Antwort, sondern viel mehr eine Matrix aus Antworten. Darum bietet sich eine tabellarische Darstellung an.

Legacy-Erweiterung (XUL, SDK, Bootstrapped)

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)per EinstellungNEIN
Signiert (Intern)JAJA
Nicht signiertper EinstellungNEIN
Temporär ladenJANEIN

Eingebettete WebExtension (Hybrid-Erweiterung)

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)per EinstellungNEIN
Signiert (Intern)JAJA
Nicht signiertper EinstellungNEIN
Temporär ladenJANEIN

WebExtension

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)JAJA
Signiert (Intern)JAJA
Nicht signiertper EinstellungNEIN*
Temporär ladenJAJA

*) in Firefox ESR per Einstellung möglich.

WebExtension-Experiment

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)JANEIN
Signiert (Intern)JAJA
Nicht signiertper EinstellungNEIN
Temporär ladenJANEIN

Lightweight Theme

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)JAJA
Signiert (Intern)n/an/a
Nicht signiertn/an/a
Temporär ladenn/an/a

Vollständiges Theme

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)NEINNEIN
Signiert (Intern)NEINNEIN
Nicht signiertNEINNEIN
Temporär ladenNEINNEIN

Theme (neues Themes-System)

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)JAJA
Signiert (Intern)JAJA
Nicht signiertJAJA
Temporär ladenJAJA

Telemetrie-Experiment

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)JAJA
Signiert (Intern)JAJA
Nicht signiertper EinstellungNEIN
Temporär ladenJAJA

Sprachpaket

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)JAJA
Signiert (Intern)JAJA
Nicht signiertJAJA
Temporär ladenJAJA

Wörterbuch

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)JAJA
Signiert (Intern)JAJA
Nicht signiertJAJA
Temporär ladenJAJA

Paket aus mehreren Erweiterungen

Unterstützung bereits in Firefox 53 entfernt.

Vorab-VersionRelease-Version
Signiert (AMO)NEINNEIN
Signiert (Intern)NEINNEIN
Nicht signiertNEINNEIN
Temporär ladenNEINNEIN
Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

38 Kommentare - bis jetzt!

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  1. aney1
    schrieb am :

    Ich finde den momentanen Plan aus verschiedenen Gründen nicht gut.

    Laut der Statistik auf arewewebextensionsyet.com sind von 199976 Erweiterungen auf addons.mozilla.org nur 1828 Webextensions. Die Zahlen sollte man bis zum Release von Firefox 57 genau im Auge behalten. Wenn im November nicht der Großteil der Erweiterungen Webextensions sind, sollte der Termin verschoben werden, oder man wird sehr viele Firefox Nutzer verärgern, weil auf einmal ein Großteil der installierten Erweiterungen nicht mehr funktioniert.
    Nachdem Erweiterungen meist von Leuten in der Freizeit programmiert werden, wird das Verhältnis von Webextensions zu anderen Erweiterungen im November höchstwahrscheinlich noch zu schlecht sein als, dass man einfach mal so alle alten Erweiterungen unbrauchbar machen kann.

    Außerdem gibt es immer noch vieles was mit einer Webextension noch immer nicht möglich ist. Zum Beispiel die Privacy API, die für Adblocker (z.B.: uBlock) nötig ist, gibt es erst seit ein paar Tagen.
    Der Fortschritt bei der Implementierung von APIs ist grundsätzlich sehr gut, allerdings gehe ich davon aus, dass viele Entwickler sich die Webextension-Entwicklung gar nicht erst anschauen, solange benötigte APIs noch fehlen. Und wenn die APIs einmal da sind dauert es trotzdem noch Monate, bis die Entwickler die Erweiterungen umgesetzt haben.

    Viele Chrome Erweiterungen können sehr einfach zu einer Webextension umgewandelt werden, wodurch in den nächsten Monaten wohl sehr viele Webextensions eingereicht werden. Dadurch wird man bei nicht mehr kompatiblen Erweiterungen meist Alternativen finden können. Trotzdem wird es die Nutzer nicht freuen wenn sie nach Alternativen suchen müssen.

    Schlimm finde ich auch die Situation bei System Erweiterungen.
    Vor kurzem gab es in der firefox-dev Mailingliste die Diskussion ob Activity Stream mit Firefox mitgeliefert werden soll, oder nicht. Activity Stream ist eine neue System Erweiterung und trotzdem keine Webextension.
    Wie schaut das denn aus, wenn nicht einmal Mozilla es schafft, seine Erweiterungen als Webextension umzusetzen?

    Man kann nur hoffen, dass Mozilla vor der Veröffentlichung von Firefox 57 sich das Ganze noch einmal ganz genau anschaut, und den Termin bei Bedarf anpasst.
    Außerdem sollten zuerst einmal alle System Addons als Webextension umgesetzt werden, um mit gutem Beispiel voranzugehen.

     

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Laut der Statistik auf arewewebextensionsyet.com sind von 199976 Erweiterungen auf addons.mozilla.org nur 1828 Webextensions.

    So kann man doch überhaupt nicht rechnen. Was meinst du, wie viele von diesen Erweiterungen eh schon nicht mehr funktionieren? Viel mehr ist es beeindruckend, dass es jetzt schon knapp 2.000 WebExtensions gibt, immerhin gibt es die erste stabile Version er WebExtensions erst seit Firefox 48.

    Wenn im November nicht der Großteil der Erweiterungen Webextensions sind, sollte der Termin verschoben werden

    Dieser Vorschlag ist absolut indiskutabel. Wenn du dich nur auf diese nackte Zahl beziehst, dann warten wir in zwei Jahren noch auf WebExtensions, alleine schon aufgrund der nicht mehr gepflegten Erweiterungen. Und Mozilla muss seinen Zeitplan halten, ansonsten geraten auch andere Projekte wie Quantum in Verzug. Und das ist keine Option.

    oder man wird sehr viele Firefox Nutzer verärgern, weil auf einmal ein Großteil der installierten Erweiterungen nicht mehr funktioniert.

    Über 40 Prozent der Firefox-Nutzer haben nicht ein einziges (!) Add-on installiert. Und wer Add-ons installiert hat, hat auch nicht unbedingt 50 Add-ons installiert, sondern häufig auch nur ein oder zwei. Es gibt schon knapp 2.000 WebExtensions und es ist noch ein halbes Jahr Zeit, bis dahin wird es noch viel mehr WebExtensions geben. Also man braucht nicht so zu tun, als würde mit dem Erscheinen von Firefox 57 plötzlich jeder Nutzer sein blaues Wunder erleben.

    Ja, die Übergangsphase wird für manche Nutzer mit vielen Add-ons hart. Aber der Schritt ist notwendig und ein Hinauszögern verbessert daran überhaupt nichts. Eher noch würde das alles viel schlimmer machen, denn wenn Mozilla seinen Plan nicht durchzieht, ziehen die Erweiterungs-Entwickler erst recht nicht durch. Es wäre naiv zu glauben, dass nur weil Mozilla den Termin verschiebt, dadurch später plötzlich viel mehr Erweiterungen kompatibel wären. Mozilla kommuniziert seine Pläne nun auch schon ziemlich lange. Ich habe schon einige Erweiterungen geschrieben, darunter XUL-Erweiterungen, SDK-basierte Erweiterungen und mittlerweile auch schon mehrere WebExtensions. Also ich bin lange genug Erweiterungs-Entwickler, um zu wissen, wie die Realität in der Add-on-Community aussieht.

    Nachdem Erweiterungen meist von Leuten in der Freizeit programmiert werden, wird das Verhältnis von Webextensions zu anderen Erweiterungen im November höchstwahrscheinlich noch zu schlecht sein als, dass man einfach mal so alle alten Erweiterungen unbrauchbar machen kann.

    "alle alten Erweiterungen unbrauchbar" – auf solch übertriebenen Darstellungen werde ich nicht eingehen.

    Außerdem gibt es immer noch vieles was mit einer Webextension noch immer nicht möglich ist. Zum Beispiel die Privacy API, die für Adblocker (z.B.: uBlock) nötig ist, gibt es erst seit ein paar Tagen.

    Und wo ist jetzt das Problem? Vor wenigen Tagen bedeutet Firefox 54. Und WebExtensions werden erst mit Firefox 57 verpflichtend, es sind noch mehr als acht Monate (!) Zeit.

    Der Fortschritt bei der Implementierung von APIs ist grundsätzlich sehr gut, allerdings gehe ich davon aus, dass viele Entwickler sich die Webextension-Entwicklung gar nicht erst anschauen, solange benötigte APIs noch fehlen. Und wenn die APIs einmal da sind dauert es trotzdem noch Monate, bis die Entwickler die Erweiterungen umgesetzt haben.

    Und wessen Schuld ist das nun, wenn Erweiterungs-Entwickler die Zeit grundlos vergeuden? Ich habe mir auch schon vor mehreren Monaten meine Erweiterungen angesehen, geschaut, was ich brauche, und Mozilla das mitgeteilt. Sorry, aber das, was du in diesem Absatz ansprichst, kannst du Mozilla wirklich nicht ankreiden. Wer nicht vorhande APIs braucht, muss Mozilla das schon sagen. Man kann nicht erwarten, dass Mozilla APIs priorisiert, welche überhaupt nicht angefragt werden.

    Glücklicherweise trifft dieses Verhalten ja gar nicht auf alle Entwickler zu. Einige Entwickler wichtiger Erweiterungen haben sich schon ganz intensiv damit befasst, was sie brauchen, und auch längst eine Kommunikation mit Mozilla gestartet.

    Viele Chrome Erweiterungen können sehr einfach zu einer Webextension umgewandelt werden, wodurch in den nächsten Monaten wohl sehr viele Webextensions eingereicht werden. Dadurch wird man bei nicht mehr kompatiblen Erweiterungen meist Alternativen finden können. Trotzdem wird es die Nutzer nicht freuen wenn sie nach Alternativen suchen müssen.

    Nicht freuen ist für mich kein Grund, wichtige Entwicklungen zurückzuhalten. Und wer Hilfe beim Suchen von Alternativen hat, kann jederzeit ein Thema im Firefox-Forum eröffnen, das ist genau dafür da. Abgesehen davon plant Mozilla meines Wissens sowieso, innerhalb von Firefox Vorschläge für Alternativen zu machen.

    Schlimm finde ich auch die Situation bei System Erweiterungen.
    Vor kurzem gab es in der firefox-dev Mailingliste die Diskussion ob Activity Stream mit Firefox mitgeliefert werden soll, oder nicht. Activity Stream ist eine neue System Erweiterung und trotzdem keine Webextension.
    Wie schaut das denn aus, wenn nicht einmal Mozilla es schafft, seine Erweiterungen als Webextension umzusetzen?

    Was hat das denn bitte mit "schaffen" zu tun und was soll daran bitte "schlimm" sein? Bitte beschäftige dich intensiver mit Dingen, bevor du über diese urteilst, oder frag hier nach mehr Hintergrundinformationen. Denn Urteile auf Basis von Vermutungen finde ich schlimm…

    Es ist schlicht und ergreifend überhaupt nicht möglich, dass System-Add-ons immer WebExtensions sind. Beispielsweise müssen System-Add-ons unter Umständen beliebige Einstellungen von Firefox ändern können, alleine schon, weil sie das in Firefox 10 eingeführte Hotfix-System ersetzen. WebExtensions werden genau das aber nie können, das ist eine von Anfang an beschlossenene Tatsache. Ein weiterer Punkt ist, dass wenn Mozilla Erweiterungen ausliefert, sei es per System-Erweiterung, sei es eine SHIELD-Studie oder ein Test-Pilot-Experiment, dann muss Mozilla selbstverständlich die Flexibilität haben, APIs zu nutzen, welche für WebExtension nun einmal nicht zur Verfügung stehen. Es wäre extrem dumm von Mozilla, würde man sich selbst darauf beschränken, dann wäre sowas wie Test Pilot gar nicht mehr möglich. Denn sobald es eine öffentliche WebExtension-API gibt, ist das mit einem Versprechen verknüpft, dann muss Mozilla das die nächsten Jahre unterstützen, ohne die Kompatibilität dieser API in absehbarer Zeit zu brechen.

    Man kann nur hoffen, dass Mozilla vor der Veröffentlichung von Firefox 57 sich das Ganze noch einmal ganz genau anschaut, und den Termin bei Bedarf anpasst.

    Du kannst das natürlich hoffen, aber was "man" betrifft, ich hoffe das Gegenteil. Ich weiß, wie notwendig dieser Schritt für Firefox ist, ich entwickle selbst auch nur noch WebExtensions und ich freue mich schon sehr auf Firefox 57 (Quantum, Photon, …). Mit Firefox 57 werden die Weichen dafür gestellt, dass Firefox in Zukunft wieder zur Browser-Spitze gehören kann.

    Außerdem sollten zuerst einmal alle System Addons als Webextension umgesetzt werden, um mit gutem Beispiel voranzugehen.

    Siehe oben, das ergibt keinen Sinn, da gar nicht möglich.

  3. blub
    schrieb am :

    Viele Chrome Erweiterungen können sehr einfach zu einer Webextension umgewandelt werden, wodurch in den nächsten Monaten wohl sehr viele Webextensions eingereicht werden. Dadurch wird man bei nicht mehr kompatiblen Erweiterungen meist Alternativen finden können. Trotzdem wird es die Nutzer nicht freuen wenn sie nach Alternativen suchen müssen.

    Ich greife den Satz mal exemplarisch raus, weil der im Grunde ausdrückt, was auf Userseite schief läuft. Dieser Anspruch, dass bei einer sich ständig verändernden Technologie wie dem Web Dinge wie Addons kein Ablaufdatum haben.
    Bei XUL-Erweiterungen musst du ständig nach Alternativen suchen, da jede Firefoxversion sie kaputt machen kann, wenn nicht ständig nachgepflegt wird (was nur bei einem Bruchteil der verfügbaren Addons passiert). Von den tausenden Legacy-Erweiterungen funktioniert ein Großteil sicher längst nicht mehr korrekt, macht den gesamten Browser schlimmstenfalls langsamer und unsicherer.

    Es ist mittelfristig gesehen ein absoluter Vorteil, sowohl für Mozilla als auch die User, wenn dieses System verschwindet und ersetzt wird! Es hat sich schlichtweg überholt bzw. war von Anfang an nicht wirklich gut durchdacht.

    Ein Firefox-Entwickler hat das hier auch gut zusammengefasst: http://www.agmweb.ca/2016-04-17-addons-old/

    Man kann es drehen und wenden wie man will, das bisherige Addonsystem von Firefox ist am Ende. Je früher man das los wird, damit echte Verbesserungen durch Quantum landen können, desto besser. Das kann man entweder akzeptieren oder sich bockig stellen und sagen "Mozilla zerstört XUL aus reinem Userhass und ohne triftige Gründe". Was realistischer ist soll im Zeitalter alternativer Fakten jeder selbst entscheiden.

    Ich persönlich habe den Schritt schon abgeschlossen, ich habe massiv ausgemistet und alles was momentan bei mir aktiv ist, wird in naher Zukunft auch mit WebExtensions möglich sein. Und ich mag den Firefox mehr denn je. Es geht, wenn man nicht an Altlasten aus längst vergangenen Zeiten wie dem ClassicThemeRestorer festhalten muss.

  4. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Danke für den tollen Kommentar! 🙂

  5. schrieb am :

    Hallo Sören,

    herzlichen Dank für diesen ausführlichen Artikel – unabhängig davon, dass ich mangels technischen Verständnisses nicht verstehe, was gemeint ist. Das meine ich keineswegs kritisch.

    Für mich wäre im Vorfeld wichtig zu wissen, welche meiner Erweiterungen ich ab Firefox 57 nicht mehr nutzen kann um zu prüfen, für welche Erweiterungen ich mir Alternativen suchen sollte und welche Erweiterungen nicht mehr nötig sind für mich.

    Gibt es eine Möglichkeit, das im Vorfeld zu prüfen?

    Danke schön für Deine Antwort
    von Gerhard

  6. aney1
    schrieb am :

    Zu den 199976 Erweiterungen zu 1828 Webextensions:
    Dass man das nicht so einfach sehen kann stimmt, ich hab die Zahlen von arewewebextensionsyet.com verwendet, da das die einzige mir bekannte Statistik ist. Besser wäre natürlich, wenn man die Installationszahlen auf addons.mozilla.com mit einberechnet. Das wird das Bild aber auch nicht viel schöner machen.

    Zu den 40 Prozent Addon Nutzern:
    Die Zahlen sind mir bekannt aber das ändert nichts daran, dass man sehr viele Nutzer verärgern wird.

    "alle alten Erweiterungen unbrauchbar" was ist an dem Satz falsch? Die Legacy Addons funktionieren in Firefox 57 doch nicht mehr? Oder habe ich was falsch verstanden?

    uBlock, Privacy API:
    Das war nur das Beispiel das mir als erstes eingefallen ist, da gibt es noch viel mehr. Der Fehler liegt natürlich auch bei den Addon-Entwicklern, wenn sie fehlende APIs nicht melden. Nutzer verstehen das allerdings nicht, und werden den Finger sofort auf Mozilla zeigen, wenn Addons nicht mehr funktionieren.

    Abgesehen davon plant Mozilla meines Wissens sowieso, innerhalb von Firefox Vorschläge für Alternativen zu machen.

    Das würde natürlich das Problem mit dem Suchen nach Alternativen lösen.

    Das Legacy System-Addon Thema sehe ich allerdings immer noch als Problem.

    Abschließend will ich noch einmal sagen, dass ich absolut dafür bin, dass Legacy Addons möglichst bald verschwinden. Das kam in meinem ursprünglichen Kommentar offensichtlich nicht so rüber. Ich habe nur versucht das Ganze aus Sicht von normalen Firefox Nutzern, die nichts von Technik verstehen (aber Addons installiert haben), zu sehen.
    @blub:
    Das sehe ich genauso wie du.

  7. Hauro
    schrieb am :

    Das Problem sind solche Kommentare im Netz:

    Classic Theme Restorer und DownThemAll werden dann nicht mehr möglich sein. Selbst ABP, Ghostery, NoScrip und andere Privancy Add-on werden in der Funktion massiv eingeschränkt werden müssen.

    Eine konstruktive Diskussion ist nicht möglich. Oder es kommt so etwas:

    Einfach Firefox nicht mehr aktualisieren. Das dürfte ein paar Jahre gut gehen.

    Wenn der Classic Theme Restorer nicht mehr funktioniert, kann ich Firefox nicht mehr verwenden und muss nach sehr vielen Jahren ein anderer Browser suchen.

    Es bleibt doch abzuwarten welche Add-Ons mit WebExtensions nicht mehr möglich sind und welche Verbreitung sie haben, um eine Aussage machen zu können.

    Anwendungen die auf Basis von Java entwickelt werden, müssen über die Zeit auch angepasst werden, da Methoden, die 'deprecated' sind, ersetzt werden müssen – keine  Software wird für die Ewigkeit entwickelt. Mir ist klar, dass Add-ons sich unterscheiden, da sie oft auch von Privatpersonen entwickelt werden. Aber auch ein Add-on muss gewartet werden und je größer die Abhängigkeit zum Kern ist, desto größer ist der Aufwand und das Risiko, das es mit der nächsten Version nicht mehr funktioniert.

    Die Zukunft gehört CPUs mit mehreren Kernen. Dies zeigt Ryzen mit 8 Kernen / 16 Threads und Coffee Lake, wo auch Intel im Mainstream 6 Kerne / 12 Threads bringt. Im mobilen Bereich sind 8 Kerne keine Seltenheit. Es ist sehr komplex eine Anwendung für die Parallelisierung (Nebenläufigkeit) von Prozessen / Threads zu entwickeln, da bei der Parallelisierung Konflikte auftreten können. Aktuell kommt es bereits zu Problemen in Zusammenhang mit Add-Ons, die verschwinden, wenn das entsprechende Add-On deaktiviert wird. Die alte Add-on Architektur, die einen tiefen Eingriff erlaubt, ermöglicht zwar einerseits Firefox bis ins Detail anzupassen, auf der anderen Seite sorgt sie für schlechte Performance, Instabilität und Sicherheitslücken. Außerdem ist es nicht möglich Firefox wie erforderlich anzupassen, um zukunftsfähig zu sein.

    Bekomme immer mehr den Eindruck für Mozilla wäre es einfacher/besser gewesen, einen Browser auf Basis der Servo-Engine aufzusetzen und Firefox ab Version x nicht mehr weiter zu entwickeln.

  8. Mark
    schrieb am :

    Danke für die Zusammenstellung der Liste. So kann man sich wenigstens etwas vorbereiten.

    Wie kann ich aber sehen ob ein Addon eine Legacy-Erweiterung oder eine WebExtension ist?

  9. miku23
    schrieb am :

    Es ist schlicht und ergreifend überhaupt nicht möglich, dass System-Add-ons immer WebExtensions sind.

    Eine ernst gemeinte Frage zu dieser Aussage habe ich: Ich meinte die Legacy-API sollte abgeschafft werden um Optimierungen wie ( Quantum, Photon, …) voranzutreiben und zu ermöglichen oder die e10s-Stabilität weiter zu erhöhen. Wenn jetzt diese API weiterhin im Firefox-Code bleibt und von Mozilla aktiv gebraucht wird, sind dann diese Projekte überhaupt möglich? Oder gefährden Addons mit LegacyAPI's nur die Performance wenn sie zu viele werden?

  10. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Gerhard Hallstein:

    Für mich wäre im Vorfeld wichtig zu wissen, welche meiner Erweiterungen ich ab Firefox 57 nicht mehr nutzen kann um zu prüfen, für welche Erweiterungen ich mir Alternativen suchen sollte und welche Erweiterungen nicht mehr nötig sind für mich.

    Grundsätzlich ist es nicht notwendig, sich bereits jetzt darüber Gedanken zu machen. Denn nur, weil eine Erweiterung jetzt noch nicht als WebExtension verfügbar ist oder keine Alternative dazu, heißt das nicht, dass das nicht in acht Monaten so sein wird.

    Der schnellste Weg zum Überprüfen, ob eine Erweiterung eine WebExtension ist oder nicht, ist zu schauen, ob die Erweiterung auf oberster Ebene eine Datei mit dem Namen manifest.json besitzt. Diese muss eine Zeile mit "manifest_version" besitzen. Gibt es sowas, handelt es sich zu 100% um eine WebExtension.

  11. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @aney1:

    Zu den 199976 Erweiterungen zu 1828 Webextensions:
    Dass man das nicht so einfach sehen kann stimmt, ich hab die Zahlen von arewewebextensionsyet.com verwendet, da das die einzige mir bekannte Statistik ist. Besser wäre natürlich, wenn man die Installationszahlen auf addons.mozilla.com mit einberechnet. Das wird das Bild aber auch nicht viel schöner machen.

    Das meine ich gar nicht mal auf die Installationszahlen bezogen, wobei das die Rechnung zumindest etwas besser macht. Das in Relation zu setzen, hat einfach grundsätzlich nur eingeschränkt viel Sinn. Wie gesagt, ein Haufen der aktuellen Erweiterungen ist eh längst inkompatibel. Installationszahlen spielen ebenso eine Rolle, wie von dir schon angemerkt. Dann befinden wir uns auch noch acht Monate vor Firefox 57. Und Quantität sagt sowieso nichts über Qualität aus. Die Anzahl der Erweiterungen, die einen wirklichen Mehrwert bietet, ist sehr überschaubar im Vergleich zu allen 199976 Erweiterungen.

    Zu den 40 Prozent Addon Nutzern:
    Die Zahlen sind mir bekannt aber das ändert nichts daran, dass man sehr viele Nutzer verärgern wird.

    Man müsste spekulieren, um zu erahnen, wie viele Nutzer wirklich verärgert sein werden. Aber wenn 40 Prozent überhaupt keine Add-ons nutzen, einige der größten Erweiterungen WebExtensions bis dahin sein werden (was eine realistische Annahme ist, weil einige schon WebExtensions sind oder die Konvertierung bereits in Arbeit ist), dann hat die große Mehrheit der Nutzer keine Probleme damit, dass wichtige Add-ons fehlen würden. Ich denke nicht, dass es acht Monate vor Firefox 57 viel Sinn hat, darüber zu spekulieren.

    "alle alten Erweiterungen unbrauchbar" was ist an dem Satz falsch? Die Legacy Addons funktionieren in Firefox 57 doch nicht mehr? Oder habe ich was falsch verstanden?

    Vielleicht war nicht so gemeint, aber deine ursprüngliche Formulierung hatte impliziert, dass keine der heutigen Erweiterungen mehr funktionieren würde.

    uBlock, Privacy API:
    Das war nur das Beispiel das mir als erstes eingefallen ist, da gibt es noch viel mehr.

    Das Problem mit diesem Beispiel war halt, dass es kein Problem beinhaltete. Die angesprochene API ist acht Monate vor Firefox 57 vorhanden.

    Es mag natürlich sein, dass manche API noch später erscheint und vielleicht kann manche Erweiterung auch erst nach Firefox 57 als WebExtension veröffentlicht werden. Mozilla priorisiert die APIs aber unter anderem danach, wie groß der Bedarf ist. Wenn wichtige Firefox-Erweiterungen APIs benötigen oder wenn populäre Chrome-Erweiterungen APIs nutzen, werden diese früher implementiert als APIs, welche kaum ein Entwickler braucht. Darum ist die API-Abdeckung jetzt bereits relativ gut. Oder anders formuliert: die wichtigsten Anwendungsfälle können mittels WebExtension-API bereits abgebildet werden.

    Ein größeres Problem gibt es dann, wenn eine Erweiterung etwas machen möchte, was in WebExtensions per Design nicht möglich ist, z.B. beliebige Einstellungen ändern. Dafür wird es auch nach Firefox 57 keine Lösung geben, weil das bewusst nicht geht.

    Der Fehler liegt natürlich auch bei den Addon-Entwicklern, wenn sie fehlende APIs nicht melden. Nutzer verstehen das allerdings nicht, und werden den Finger sofort auf Mozilla zeigen, wenn Addons nicht mehr funktionieren.

    Naja, erfahrungsgemäß ist es immer eine kleine Gruppe, die am lautesten schreit. Und Unwissenheit bei Nutzern darf kein Grund sein, Entwicklungen zurückzuhalten, die wichtig für alle Nutzer sind. Wenn man jede Meckerei für voll nehmen würde, hätte sich Firefox nach Version 1.0 wohl nicht mehr wesentlich weiterentwickelt. 😉

    Das Legacy System-Addon Thema sehe ich allerdings immer noch als Problem.

    Mit welcher Begründung? Nochmal: System-Add-ons müssen Dinge tun können, welche normale Erweiterungs-Entwickler nicht tun können. Da gibt es keinen Weg dran vorbei. Man kann diese Möglichkeit nicht allen Entwicklern zur Verfügung stellen, sonst hat man wieder die genau gleichen Probleme, die man mit WebExtensions lösen wollte.

    Abschließend will ich noch einmal sagen, dass ich absolut dafür bin, dass Legacy Addons möglichst bald verschwinden. Das kam in meinem ursprünglichen Kommentar offensichtlich nicht so rüber. Ich habe nur versucht das Ganze aus Sicht von normalen Firefox Nutzern, die nichts von Technik verstehen (aber Addons installiert haben), zu sehen.

    Dein Kommentar trifft sicher einige Punkte, wie sie auch von einigen anderen Nutzer gedacht werden. Die entscheidende Frage ist nur immer: ist das alleine ein Grund, etwas nicht zu tun oder zu verzögern? 😉

  12. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Hauro:

    Alles sehr richtig (bis auf den letzten Absatz, meiner Meinung nach. Dazu unten mehr. 😉 ). Erst einmal konkret zu dem Punkt:

    Aber auch ein Add-on muss gewartet werden und je größer die Abhängigkeit zum Kern ist, desto größer ist der Aufwand und das Risiko, das es mit der nächsten Version nicht mehr funktioniert.

    Das ist etwas, was viele gar nicht sehen. Immer wieder lese ich Leute meckern, weil nach einem Firefox-Update eine Erweiterung plötzlich nicht mehr funktioniert. Und dann wird wieder geschimpft. Sei es auf Mozilla, auf den Erweiterungsentwickler oder die ganze Welt. Mit WebExtensions wird das Risiko, dass das in Zukunft passiert, erheblich reduziert. Also im Prinzip genau das, was alle wollen, inklusive der Meckerer. Nur kann das eben nicht mit den alten Erweiterungs-Architekturen erreicht werden. Manchmal muss man einen Schritt zurückgehen, um zwei Schritte nach vorne zu kommen.

    Bekomme immer mehr den Eindruck für Mozilla wäre es einfacher/besser gewesen, einen Browser auf Basis der Servo-Engine aufzusetzen und Firefox ab Version x nicht mehr weiter zu entwickeln.

    Das denke ich überhaupt nicht. Alleine, weil Servo noch meilenweit davon entfernt ist, eine im Alltag nutzbare Engine zu sein. Und um nur halbwegs bei den Features gleichzuziehen, bräuchte Mozilla viele Jahre. Sehr viele Jahre. Das, was Mozilla bereits an Code-Basis hat, ist absolutes Gold wert. Das verkürzt den Weg um Jahre für einige der Innovationen aus Servo.

  13. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Mark:

    Wie kann ich aber sehen ob ein Addon eine Legacy-Erweiterung oder eine WebExtension ist?

    Der schnellste Weg zum Überprüfen, ob eine Erweiterung eine WebExtension ist oder nicht, ist zu schauen, ob die Erweiterung auf oberster Ebene eine Datei mit dem Namen manifest.json besitzt. Diese muss eine Zeile mit "manifest_version" besitzen. Gibt es sowas, handelt es sich zu 100% um eine WebExtension.

  14. schrieb am :

    Hallo Sören,

    Grundsätzlich ist es nicht notwendig, sich bereits jetzt darüber Gedanken zu machen.

    Danke schön für Deine Rückmeldung.
    Dann werde ich "einfach mal" abwarten, welche Add-ons ab Firefox 57 noch laufen und welche nicht. Möglicherweise wird Mozilla ja auch Alternativen angeben für Add-ons, die dann nicht mehr laufen. Andererseits denke ich, dass diese Alternativen auch im Forum ein Thema sein werden.

    Besten Gruß und einen schönen Tag
    wünscht Dir Gerhard

  15. schrieb am :

    Der schnellste Weg zum Überprüfen, ob eine Erweiterung eine WebExtension ist oder nicht, ist zu schauen, ob die Erweiterung auf oberster Ebene eine Datei mit dem Namen manifest.json besitzt. Diese muss eine Zeile mit "manifest_version" besitzen. Gibt es sowas, handelt es sich zu 100% um eine WebExtension.

    Wie kann ich das machen, Sören?

  16. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @miku23:

    Eine ernst gemeinte Frage zu dieser Aussage habe ich: Ich meinte die Legacy-API sollte abgeschafft werden um Optimierungen wie ( Quantum, Photon, …) voranzutreiben und zu ermöglichen oder die e10s-Stabilität weiter zu erhöhen. Wenn jetzt diese API weiterhin im Firefox-Code bleibt und von Mozilla aktiv gebraucht wird, sind dann diese Projekte überhaupt möglich? Oder gefährden Addons mit LegacyAPI's nur die Performance wenn sie zu viele werden?

    Wichtig hierbei ist: Legacy ist nicht gleich Legacy. Mozilla liefert keine XUL-Erweiterungen aus. Ebenfalls werden SDK-Erweiterungen vermieden, die haben bekannte Performance-Probleme. Aber an reinen Bootstrapped Erweiterungen ist nichts verkehrt, das ist performant. Mozilla ist dabei ja nicht von existierenden Erweiterungs-APIs abhängig. Mozilla kann per Bootstrapped Erweiterungen auf alle Interna von Firefox zurückgreifen. Und da sie der einzige Konsument dieser Interna via Erweiterung sind, besteht da auch kein Risiko, denn Mozilla weiß ganz genau, was sie wie nutzen können beziehungsweise können sie auch ganz einfach implementieren, was ihnen fehlt. So etwas wie eine API gab es in den alten Architekturen ja überhaupt nicht. Man hat einfach Dateien eingebunden und konnte damit auf alle Methoden zurück greifen, welche diese Datei definierte und sonst von Firefox selbst genutzt wurden.

  17. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Gerhard Hallstein:

    Wie kann ich das machen, Sören?

    Über about:support gelangst du per Klick in dein Firefox-Profil. Dort gibt es einen Ordner extensions. Kopiere dir diesen Ordner irgendwo anders hin, z.B. auf den Desktop. Dann kannst du die XPI-Dateien entpacken (das sind gewöhnliche ZIP-Archive). Entweder siehst du dann eine entsprechende Datei manifest.json – oder nicht.

     

  18. Yvonne
    schrieb am :

    Was ist mit der wichtigsten Erweiterung um den Firefox nutzbar zu halten, dem ClassicThemeRestorer?

    Wird er noch funktionieren?

  19. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Der Classic Theme Restorer macht überhaupt nichts, um Firefox "nutzbar zu halten", Firefox ist ohne diese Erweiterung wunderbar nutzbar. Der Classic Theme Restorer ändert lediglich optische Aspekte von Firefox, ist also pure Spielerei. Keine Ahnung, wieso das die wichtigste Erweiterung sein soll, ich nutze sie nicht.

    Es wird nicht alles möglich sein, was jetzt mit dem Classic Theme Restorer möglich ist, vermutlich bei weitem nicht, da diese große Stärke von Firefox, jeden Pixel der Oberfläche anpassen zu können, ja gleichzeitig eine der größten Schwächen von Firefox war. Und die neue Theming-API definiert sehr genau, was möglich sein wird und was nicht. Aber ob und in wecher Form es diese Erweiterung in acht Monaten geben wird, kann jetzt noch niemand wissen.

    Abgesehen davon kann jetzt auch noch kein Nutzer wissen, ob in acht Monaten überhaupt noch ein Interesse am Classic Theme Restorer besteht, da für Firefox 57 ja auch das neue Standard-Design geplant ist, zu dem noch keine Mockups öffentlich sind.

  20. Hauro
    schrieb am :

    Was ist mit der wichtigsten Erweiterung um den Firefox nutzbar zu halten, dem ClassicThemeRestorer?

    Wird er noch funktionieren?

    Nein, siehe Classic Theme Restorer

    This add-on will stop working when Firefox 57 arrives in November 2017 and Mozilla drops support for XUL / XPCOM / legacy add-ons. It should still work on Firefox 52 ESR until ESR moves to Firefox 59 ESR in 2018 (~Q2). 

    Auch beim Entwickler kommt das Gleiche Argument, das keines ist:

    WebExtensions may be the future for web content add-ons (according to Mozilla), but losing powerful ui customization ability is definitively the biggest step back Firefox ever made. It loses the only advantage it has over all other browsers. I disagree with Mozillas decision to drop XUL/XPCOM support, but nobody can or could change Mozillas mind, it was not possible in the past (-> Australis ui) and it won't be possible in the future.

    Selbst der Entwickler hat es nicht verstanden, dass es nicht möglich ist, eine Anwendung zu entwickeln, die gleichzeitig Parallelisierung (Nebenläufigkeit) von Prozessen / Threads unterstützt und in die Tiefen der Architektur eingreifen lässt. Und nochmal die Zukunft gehört CPUs mit mehreren Kernen.

    Außerdem macht auch der Entwickler alles an einem Feature fest. Für mich hat Firefox die beste Lesezeichenverwaltung (aktuell 4120 Einträge), die Oberfläche lässt sich anpassen, was bei Chrome nur sehr eingeschränkt geht, das Tab-Management passt für meine Anforderungen besser, usw.

    Bei vielen Kommentaren kommt es mir so vor, als hätten die Menschen die Fähigkeit verloren sich an Ändrungen anzupassen. Wer weiß wie die Oberflächen in naher Zukunft aussehen.

  21. Tom
    schrieb am :

    Bei vielen Kommentaren kommt es mir so vor, als hätten die Menschen die Fähigkeit verloren sich an Ändrungen anzupassen.

    Kommt wohl halt auf die Art der Veränderungen an. Warum zum Teufel soll ich mir beispielsweise diesen Kachelschrott neuerer Windows Versionen auf meinem 4k PC Display antun?

    Klar kann ich mich auch daran gewöhnen, wenn bestimmte Features einfach "wegrationalisiert" werden. Gefallen muß mir das aber deswegen nicht.

     

    Auch bei Firefox bin ich mir persönlich nicht sicher, ob mir die Weiterentwicklungen gefallen. Wohin geht die Reise? Mir sind die derzeit installierten Addons wichtiger als viele Neuerungen in Firefox. Denn die beflügeln meinen Workflow merklich – Was ich z.B. vom hochgelobten e10s überhaupt nicht behaupten kann, ich merke gar nicht, ob das an oder ab ist.

    Für mich ist der Browser so wie er jetzt schon ist gut genug (dank Addons). Will man ernsthaft eine Textverarbeitung im Browser laufen haben? Einen Ego Shooter im Browser spielen?

     

    Und nochmal die Zukunft gehört CPUs mit mehreren Kernen.

    Ah… Ernsthaft jetzt? Haben die PC CPU's doch schon seit vielen, vielen Jahren. Ist auch unbestritten eine feine Sache für bestimmte Anwendung (CAD, Bildbearbeitung, Matlab und vieles mehr). Aber zum im Netz surfen? >95% der Zeit verwendet der Browser bei mir nur ganz wenig CPU Auslastung, selbst auf meinem lausigen 2 Kern Notebook.

    Auch mein alter Desktop  mit i3770k kann mit 5% CPU-Zeit ein 4k Video von Youtube abspielen.

    Das ganze doofe Social Media Gedöns (dürfte ja für viele Anwender der Haupteinsatz des Browsers sein), in Blogs lesen, in Foren durchlesen usw. könnte man wohl problemlos mit 1 Kern erledigen.

  22. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Tom:

    Warum zum Teufel soll ich mir beispielsweise diesen Kachelschrott neuerer Windows Versionen auf meinem 4k PC Display antun?

    Man sollte schon über seinen eigenen Tellerrand hinaussehen können. Nur, weil du die Kacheln nicht magst, sind sie noch lange kein Schrott. Ich weiß auch nicht, was das mit "4K" zu tun haben soll.

    Denn die beflügeln meinen Workflow merklich – Was ich z.B. vom hochgelobten e10s überhaupt nicht behaupten kann, ich merke gar nicht, ob das an oder ab ist.

    e10s ist auch keine sichtbare Änderung, die man "merken" soll. Das ist eine architektonische Änderung unter der Haube von Firefox und von extremer Wichtigkeit. Alleine schon aus Sicherheitsgründen (als Voraussetzung für Sandboxing).

    Für mich ist der Browser so wie er jetzt schon ist gut genug (dank Addons).

    Das ist schön, wenn du Firefox jetzt gut findest, wie er ist. Deswegen kann die Entwicklung aber nicht stehen bleiben, denn in fünf Jahren sind andere Browser auch fünf Jahre weiter in der Entwicklung. Es kann keine Option sein, dass Mozilla die Weiterentwicklung sein lässt. Zumal Firefox für mehr als genügend Nutzer bereits jetzt nicht die Anforderungen erfüllt, um der primär genutzte Browser zu sein. Darüber hinaus sollte ein Browser wohl auch ohne Add-ons gut genug sein. Wenn nicht, gibt es ja ganz offensichtlich noch was zu tun aus der persönlichen Sicht desjenigen, der Add-ons dafür braucht, dass der Browser gut genug ist.

    Will man ernsthaft eine Textverarbeitung im Browser laufen haben?

    Ich kenne ehrlich gesagt fast niemanden, der nicht Google Docs oder Vergleichbares nutzt.

    Einen Ego Shooter im Browser spielen?

    Natürlich – wenn man ein grundsätzliches Interesse am Spielen von Ego-Shootern hat, wieso sollte man das dann nicht im Browser wollen? Dass der Bedarf an Browserspielen vorhanden ist, muss ich wohl kaum erzählen.

    Ah… Ernsthaft jetzt? Haben die PC CPU's doch schon seit vielen, vielen Jahren. Ist auch unbestritten eine feine Sache für bestimmte Anwendung (CAD, Bildbearbeitung, Matlab und vieles mehr). Aber zum im Netz surfen?

    Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2017. Das Web besteht schon lange nicht mehr nur aus statischen Text-Seiten plus Bildern. Sehr viele Anwendungen sind sehr viel komplexer als das.

    Und natürlich profitieren auch Browser davon, wenn sie es schaffen, die Hardware optimal zu nutzen.

    Das ganze doofe Social Media Gedöns

    Siehe oben. Nur, weil du was nicht magst, ist es nicht automatisch doof. Ich mag solche Formulierungen wirklich überhaupt nicht.

  23. Hauro
    schrieb am :

    Für mich ist der Browser so wie er jetzt schon ist gut genug (dank Addons). Will man ernsthaft eine Textverarbeitung im Browser laufen haben? Einen Ego Shooter im Browser spielen?

    So unterschiedlich sind die Standpunkte. Bei vielen geht die Performance vor. So ist oft zu lesen, wie viel schneller Chrome beim Starten, Seiten-Aufbau, usw. ist.

    Ein Thema sind Browser-Games:
    Mozilla and Epic Preview Unreal Engine 4 Running in Firefox

  24. Hauro
    schrieb am :
  25. Daniel
    schrieb am :

    Zumal Firefox für mehr als genügend Nutzer bereits jetzt nicht die Anforderungen erfüllt, um der primär genutzte Browser zu sein.

    Worauf willst du hier hinaus? Welche Funktionen meinst du genau?

  26. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ich will auf etwas ganz Einfaches hinaus: wer sich für einen bestimmten Browser entscheidet, hat dafür (hoffentlich) Gründe. Angenommen ein Nutzer trifft eine bewusste Entscheidung für seinen Standard-Browser und nutzt nicht nur den, der "halt da" ist, dann macht dieser Browser für diesen Nutzer offensichtlich etwas besser als alle anderen Browser. Welche Funktionen das im Speziellen sind, muss jeder für sich selbst beantworten, der zum Beispiel Chrome statt Firefox nutzt.

  27. blub
    schrieb am :

    Ich verstehe die Behauptung immer nicht, dass Surfen ja so wenig hardwarefordernd wäre und auf jedem Toaster liefe.

    Klar, wer nur ein paar Web 1.0-Seiten besucht, kommt damit hin. Wer die volle Bandbreite des Webs nutzen möchte, stellt sehr wohl nicht zu unterschätzende Anforderungen an die Hardware. Selbst wenn man kein Poweruser ist, ich sehe das ja an meiner Verlobten. Da läuft entweder Musik oder ein Streamingvideo im Hintergrund, sind diverse Social-Media-Plattformen aktiv, dann werden beim Shoppen oder Recherchieren noch dutzende Tabs geöffnet. Ihr auch nicht schlechtestes Notebook mit Core-Prozessor und 4GB Ram macht da schnell die Grätsche – mit jedem aktuellen Browser.

    Das sind alles Dinge, die Millionen von Usern heute erwarten im Browser tun zu können. Google legt da mit  WebApps auch noch weit mehr Wert drauf. Klar kann man die Grundsatzfrage stellen, ob ein Browser dafür genutzt werden sollte. Nur geht das schon seit längerem an der Realität der meisten User vorbei.

    Ich merke selbst zwischen meinem Skylake im Notebook und im Desktop, wo der i7 deutlich potenter ist, einen enormen Unterschied in der Flüssigkeit des Surfens. Wenn dann mal wieder die Hardwarebeschleunigung rumbuggt, ist alles vorbei.

  28. Andreas
    schrieb am :

    Man kann auch gucken, ob eine Erweiterung ein Legacy Add-On ist, wenn man die Add-Ons-Seite auf AMO aufruft. Bei DownThemAll z.B.: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/downthemall/ ist neben dem "Installieren"-Knopf ein gelbes Warnschild mit "Berechtigungen" und wenn man draufklickt, steht dort "Please note this add-on uses legacy technology".

  29. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Stimmt, das ist ziemlich neu. 🙂

  30. Tom
    schrieb am :

    Natürlich – wenn man ein grundsätzliches Interesse am Spielen von Ego-Shootern hat, wieso sollte man das dann nicht im Browser wollen? Dass der Bedarf an Browserspielen vorhanden ist, muss ich wohl kaum erzählen.

    Ein Thema sind Browser-Games:
    Mozilla and Epic Preview Unreal Engine 4 Running in Firefox

     

    Ich kenne dieses Zeug. Gibt es ja schon lange, aber existiert es außer diesen popeligen Demos auch ein ernsthaftes Game das im Browser läuft? Ich meine jetzt ein "richtiges" Game nicht diesen Kinderkram der vorher als Flash Version im Netz war.

    Ich kenne ehrlich gesagt fast niemanden, der nicht Google Docs oder Vergleichbares nutzt.

    Bei mir ist es genau anders rum – Ich kenne niemanden, der das benutzt. Liegt eventuell am Alter.

    Nur, weil du was nicht magst, ist es nicht automatisch doof. Ich mag solche Formulierungen wirklich überhaupt nicht.

    Es ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Ist wohl in den meisten Fällen so, wenn einer was schreibt hier. Genau genommen finde ich es nicht nur doof, sondern bin der Meinung SM entwickelt sich in vielen Fällen geradezu zu einer Seuche.

    Nur, weil du die Kacheln nicht magst, sind sie noch lange kein Schrott. Ich weiß auch nicht, was das mit "4K" zu tun haben soll.

    Echt jetzt? Sorry, diese Kacheln sind ganz ok auf einem Smartphone oder Tablet, aber auf einem Desktop Gerät hat sowas nichts zu suchen. Microsoft versteht es nicht, und ein paar wenige andere offenbar auch nicht. 😉

    Ich kenne auch hier niemanden, der nicht mit einem Tool wieder das klassische Oberfläche "hingezaubert" hätte. Klar bin ich nicht repräsentativ mit meinen paar Bekannten, muß mir keiner sagen, ist aber auch meine Erfahrung in diversen Computer Foren.

    Auf meinem Notebook war damals Win 8.1 drauf, ich gab den Kacheln eine Chance, aber nach ca. 1 Monat hatte ich genug davon. Ist also nicht so, daß ich es nie versucht hätte.

     

    Mal hier lesen, wie toll die User das weitere Development einschätzen. http://www.ghacks.net/2017/03/08/the-death-of-classic-theme-restorer-for-firefox/

    Ist ja nur ein einzelnes Beispiel.

  31. linux_joy
    schrieb am :

    Hallo Sören,

    ebenfalls vielen herzlichen Dank von meiner Seite für diesen ausführlichen Artikel.

    Der Vollständigkeit halber und wg. meiner Arbeit am Artikel Baustelle/Streaming/ :

    Wie geht es weiter mit

    Projekt Mortar: PDFium und Pepper-Flash für Firefox ?

    – Gecko Media Plugins

    Danke schön im Voraus für Deine Antwort
    von linux_joy

  32. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Tom:

    Ich kenne dieses Zeug. Gibt es ja schon lange, aber existiert es außer diesen popeligen Demos auch ein ernsthaftes Game das im Browser läuft? Ich meine jetzt ein "richtiges" Game nicht diesen Kinderkram der vorher als Flash Version im Netz war.

    Diese Aussage ergibt doch keinen Sinnn. Technologie bestimmt nicht die Inhalte. Ein Spiel kann am Ende auch mit Unreal-Engine ein Kinderspiel sein, umgekehrt kann man einen brutalen Shooter auch mit Flash umsetzen. Die Technologie bestimmt, welche Leistung möglich ist. Und mit asm.js beziehungsweise wasm in Zukunft ist natürlich deutlich mehr drin als bisher. Irgendwelche Spiele zu suchen interessiert mich nicht, das musst du bei Interesse selbst machen. Spiele für den Browser gibt es schließlich wie Sand am Meer.

    Bei mir ist es genau anders rum – Ich kenne niemanden, der das benutzt. Liegt eventuell am Alter.

    Auch schon wieder so eine fragwürdige Aussage. Als ob das irgendetwas mit dem Alter zu tun haben könnte. Ich erlebe Menschen mit 70 Jahren und älter, die fit am Computer sind. Genauso wie nicht jeder 20-Jährige automatisch fit in diesen Dingen ist.

    Es ist natürlich nur meine persönliche Meinung. Ist wohl in den meisten Fällen so, wenn einer was schreibt hier.

    Falsch. Eine Meinung vertreten ist das eine. Aber dabei unseriös auftreten das andere. Man kann eine Meinung ohne Probleme vertreten, ohne seine Meinung über die aller anderen zu stellen, was du mit solchen Formulierungen tust.

    Genau genommen finde ich es nicht nur doof, sondern bin der Meinung SM entwickelt sich in vielen Fällen geradezu zu einer Seuche.

    Ohne konkreten Bezug hat diese Aussage keinen Inhalt. Natürlich kann man Social Media, wie ausnahmslos alles auf der Welt, sowohl gut als auch schlecht umsetzen.

    Echt jetzt? Sorry, diese Kacheln sind ganz ok auf einem Smartphone oder Tablet, aber auf einem Desktop Gerät hat sowas nichts zu suchen. Microsoft versteht es nicht, und ein paar wenige andere offenbar auch nicht. 😉

    Wieder stellst du deine Meinung über alle anderen. Dir gefällt es nicht, also sagst du, es hat auf einem Desktop-Gerät nichts zu suchen, Microsoft und andere würden es nicht verstehen. Mit anderen Worten: nur deine Ansicht ist richtig, denn ansonsten würde es nicht um Verstehen gehen, sondern nur darum, dass andere einen anderen Geschmack haben. Was eine vollkommen andere Aussage wäre als das, was du geschrieben hast.

    Auf meinem Notebook war damals Win 8.1 drauf, ich gab den Kacheln eine Chance, aber nach ca. 1 Monat hatte ich genug davon. Ist also nicht so, daß ich es nie versucht hätte.

    Dir gefällt es nicht, anderen auch nicht, wieder anderen schon. Auch da gibt es eine Menge Leute. Abgesehen davon ist das gar nicht relevant. Windows 8.1 wurde bereits durch Windows 10 abgelöst und da sind Kacheln wesentlich weniger prominent als noch in Windows 8.1. Und so, wie die Kacheln in Windows 10 auftreten, gefallen sie mir sehr gut. Das sage ich sogar als Nicht-Windows-Jünger, ich nutze Apple macOS.

    Mal hier lesen, wie toll die User das weitere Development einschätzen. http://www.ghacks.net/2017/03/08/the-death-of-classic-theme-restorer-for-firefox/

    Brauch ich nicht zu lesen, da nicht repräsentativ. Ich kenne die Seite Ghacks sehr gut und der Martin Brinkmann ist ein klasse Kerl. Aber das Getrolle in den Kommentaren auf dieser Seite ist extrem schlimm. Wer da nicht gegen etwas ist, wird sofort angegriffen. Ich habe es selbst schon erlebt und auch bei anderen Kommentatoren auf dieser Seite beobachtet. Deswegen habe ich mich dort auch schon stark zurückgezogen. Das Kommentar-Niveau dort ist mir zu niedrig. Und das wurde in den letzten Monaten schlimmer, nicht besser.

  33. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @linux_joy:

    Wie geht es weiter mit

    Projekt Mortar: PDFium und Pepper-Flash für Firefox ?

    Befindet sich nach wie vor in Arbeit, es gibt aber noch nichts zum Testen.

    – Gecko Media Plugins

    Wird es unverändert geben. Adobe Primetime wurde in Firefox 52 entfernt, aber Google Widevine wird es weiterhin für Netflix, Amazon & Co. geben und OpenH264 für h.264 in WebRTC-Kommunikation. Weitere GMPs gibt es nicht.

  34. blub
    schrieb am :

    Mal hier lesen, wie toll die User das weitere Development einschätzen. http://www.ghacks.net/2017/03/08/the-death-of-classic-theme-restorer-for-firefox/

    Ich sehe da größtenteils nur ewiggestrige Jammerer. Genau die gleichen Leute, die seit Jahren nicht mit den durchaus sinnvoll einsetzbaren Kacheln klar kommen oder nicht verstehen, wie die Office-Ribbons den Workflow beschleunigen. Gut, dass solche Leute nicht die Mehrheit sind und nicht bestimmen, wie Software heute designet wird.

  35. Steve B
    schrieb am :

    Ich habe acht Erweiterungen und alle sind bisher als „legacy“ auf der Mozilla-Seite gekennzeichnet. Werden diese Anwendungen auf Palemoon weiterlaufen?

    Ich habe keine Lust mehr den Firefox weiterzunutzen, wenn er mir die Funktionalität meiner Erweiterungen raubt.

  36. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ich finde es bezeichnend, dass diejenigen, die immer mit Pale Moon ankommen, offensichtlich nichts über Pale Moon wissen. Denn Pale Moon hat eine wesentlich schlechtere Unterstützung von Add-ons als Firefox. Pale Moon unterstützt bereits jetzt keine SDK-basierten Erweiterungen und Pale Moon wird auch keine WebExtensions unterstützen. Dazu hat Pale Moon einen vollkommen veralteten Unterbau. Dass die Sicherheit in diesem Browser gewährleistet werden kann, muss außerdem angezweifelt werden…

    Zur ursprünglichen Frage: "Legacy" fasst verschiedene Add-on-Architekturen zusammen. Was bereits jetzt nicht in Pale Moon funktioniert, kann logischerweise auch dann nicht "weiter" funktionieren. Mir ist das vollkommen unbegreiflich, wie man diesen Browser als Alternative sehen kann. Da ist jeder Chromium-basierte Browser die bessere Wahl.

  37. Hermann
    schrieb am :

    Wegen WebExtension und die Rechte zum ändern von Browsereinstellungen:

    Es wird aber hoffentlich weiterhin die manuelle Anpassbarkeit via "about:config" erhalten bleiben oder?

    DAS ist nämlich für mich den entscheidende unterschied zu Chrome. Dass ich selbst Änderungen vornehmen kann. zB den "referer" deaktiveren, WebGL/WebRTC austellen, browser disk cache, clipboardevents verhindern, den UserAgent ändern, etc…

     

  38. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ja, die Anpassbarkeit via about:config bleibt unverändert vorhanden. Nur WebExtensions können diese Einstellungen nicht verändern. Zumindest nicht direkt. Einzelne, von Mozilla ausgesuchte Einstellungen können verändert werden, wenn Mozilla diese Einstellungen über eine API verfügbar macht.

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