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Mozilla veröffentlicht Firefox 54

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Mozilla hat Firefox 54 veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die relevantesten Änderungen der neuen Version von Firefox für den Desktop zusammen, welche von Mozilla selbst als bester Firefox aller Zeiten bezeichnet wird.

Acht Wochen sind seit der Veröffentlichung von Firefox 53 vergangen. Nun hat Mozilla mit Firefox 54 ein neues Feature-Update zum Download bereitgestellt. Für Mozilla ist Firefox 54 der beste Firefox aller Zeiten und in der Tat bringt die neue Version mit der erweiterten Multiprozess-Unterstützung eine wichtige Voraussetzung dafür mit. Bevor hier zu viel erwartet wird, sollte allerdings bedacht werden, dass diese Neuerung erst für einen Teil der Nutzer aktiviert ist. Wirklich spannend wird es gegen Ende des Jahres, wenn das Projekt Quantum seine Wirkung zeigt und Mozilla seinen generalüberholten Firefox 57 vorstellt. Aber auch abseits der Multiprozess-Architektur bietet Firefox 54 Neuerungen, wenn auch die Anzahl der Neuerungen überschaubar ausfällt gegenüber Firefox 53 und auch gegenüber dem kommenden Firefox 55-Release, welcher wieder vollgepackt mit Verbesserungen sein wird.

Download Mozilla Firefox 54.0 für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Geschlossene Sicherheitslücken

Auch in Firefox 54 hat Mozilla wieder zahlreiche Sicherheitslücken geschlossen, worunter auch einige sind, welche von Mozilla als besonders kritisch eingestuft worden sind. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 54 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Sandboxing für Linux-Nutzer

Nach Windows und Apple macOS hat Mozilla nun auch auf Linux eine erste Form des Sandboxings standardmäßig aktiviert, um die Sicherheit zu erhöhen.

Erweiterte Multiprozess-Architektur

Firefox wird seit Version 48 erstmals mit einer Multiprozess-Architektur für einen Teil der Nutzer ausgeliefert, welche unter dem Namen Electrolysis, oder kurz: e10s, entwickelt wird. Seit dem wird diese mit jeder neuen Firefox-Version weiter verbessert und erreicht weitere Nutzer. Allerdings fand bisher nach wie vor nur eine Trennung zwischen Browser- und Content-Prozess statt, wobei sich alle Tabs einen gemeinsamen Content-Prozess teilen.

Mit Firefox 54 nutzt Firefox erstmals mehr als einen Content-Prozess. Ein wesentlicher Unterschied zu beispielsweise Google Chrome ist die standardmäßige Limitierung auf vier Content-Prozesse. Während Chrome praktisch jeden Tab in einem eigenen Prozess ausführt (die tatsächliche Logik in Chrome ist etwas komplexer und wird vom System des Nutzers abhängig gemacht), glaubt Mozilla, mit vier Content-Prozessen die richtige Balance zwischen Vorteilen vieler Prozesse und dem Speicherverbrauch gefunden zu haben. Spezialierste Prozesse wie für den Adobe Flash Player („Plugin Container“), das Compositing durch die Grafikkarte und in Zukunft für den Zugriff auf lokale Dateien sowie für WebExtensions zählen dabei nicht mit, diese kommen zusätzlich dazu.

Multiprozess-Architektur Firefox und Chrome

Tatsächlich ist es so, dass mit jedem Content-Prozess der Speicher-Verbrauch nennenswert ansteigt und sich ein zu hoher Speicher-Verbrauch nachteilig auf die Leistung des Systems auswirken kann. Mit vier Content-Prozessen bleibt Firefox im Durchschnitt auch in Zukunft speicherfreundlicher als Google Chrome.

Speicher-Verbrauch Browser 2017

(Bilderquelle)

Was bringen die vier Content-Prozesse dem Nutzer nun ganz konkret? Im Idealfall mehr Reaktionsfreudigkeit und Stabilität, das heißt weniger Hängenbleiben des Browsers, wenn eine Webseite den Browser fordert, und weniger Abstürze.

Wie schon die Ausrollung der einfachen Multiprozess-Architektur erfolgt auch hier die Ausrollung etappenweise, so dass noch nicht jeder Nutzer direkt zum Start in den Genuss der vier Content-Prozesse kommt. So führt unter anderem die Nutzung von Add-ons in Firefox 54 noch dazu, dass nur ein Content-Prozess genutzt wird. Die Ausrollung wird im Laufe der kommenden Wochen erweitert werden.

Wer die Anzahl der Content-Prozesse überprüfen oder verändern möchte, kann über about:config nach dem Schalter dom.ipc.processCount suchen und diesen ggfs. anpassen.

Verbesserungen der Webplattform

Radio-Buttons und Checkboxen per CSS gestalten

Es gibt HTML-Elemente, diese sind von Natur aus schwierig bis gar nicht auf gewöhnlichem Weg per CSS zu gestalten. Dies trifft unter anderem auf Radio-Buttons und Checkboxen zu. Einfache Dinge wie die Hintergrund- oder Rahmenfarbe oder auch die Festlegung einer Grafik lassen sich nicht ohne Weiteres bewerkstelligen. Dies ändert sich mit Firefox 54. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für die Gestaltung, ohne dass dazu Tricks notwendig wären.

Gestaltung von Optionsfeldern per CSS

Die Optionsfelder von <select>-Elementen waren ebenfalls schon immer schwierig browser- sowie betriebssystemübergreifend zu gestalten. Hatte Firefox dies in der Vergangenheit erlaubt, war das mit aktivierter Multiprozess-Architektur bislang nicht mehr möglich. Ab Firefox 54 können hier wieder die Hintergrund- sowie Textfarbe per CSS geändert werden.

Weitere Verbesserungen der Webplattform

Firefox 54 unterstützt die CSS-Eigenschaft clip-path, welche die Festlegung des sichtbaren Teils eines Elements erlaubt, nun auch für Form-Funktionen und nicht mehr nur für SVG-Grafiken. Weitere Verbesserungen der Webplattform lassen sich hier nachlesen.

Verbesserungen für WebExtension-Entwickler

Natürlich wurde auch die Unterstützung für WebExtensions, dem neuen Erweiterungs-Standard für Firefox, in Firefox 54 weiter verbessert. So können WebExtensions nun eigene Sidebars implementieren (etwas, was zwar auch in Opera, aber in Google Chrome überhaupt nicht möglich ist). Damit sind nicht nur Sidebars im klassischen Sinn möglich, auch lassen sich darüber vertikale Tableisten realisieren. Außerdem ist es nun für WebExtensions möglich, die Seite, die beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, zu überschreiben – eine Voraussetzung für eine WebExtension-Version von New Tab Override. Eine neue Privacy-API erlaubt das Ändern von Einstellungen, welche die Privatsphäre betreffen. Mittels Protocal Handler-API können Protokolle mit Erweiterungs-Aktionen verknüpft werden. Auch gibt es in Firefox 54 erste WebExtension-Schnittstellen für die Erweiterung der Entwickler-Werkzeuge von Firefox. Die Geolocation-API kann nun in Background-Scripts genutzt werden, außerdem wird die Berechtigung zum Lesen der Zwischenablage nun von Firefox unterstützt.

Relevant aus Nutzer-Sicht in Hinblick auf WebExtensions: ein Deaktivieren von JavaScript macht Content-Seiten von WebExtensions nicht länger funktionsunfähig.

Neuerungen für Webentwickler

Im Responsive Design-Modus war es bereits möglich, ein Gerät aus einer vordefinierten Liste auszuwählen, um automatisch die entsprechende Auflösung, Pixeldichte und den passenden User-Agent einzustellen. Nun ist es auch möglich, eigene Konfigurationen zu speichern und die Liste damit zu erweitern.

Sonstige Neuerungen in den Entwicklerwerkzeugen

In der Netzwerkanalyse verlinken Status-Code und HTTP-Header nun auf die entsprechende Seite in der MDN Web Docs-Dokumentation. Auch wird nicht mehr nur die Gesamtgröße aller Ressourcen angezeigt, sondern zusätzlich auch die Größe all derer Daten, welche über das Netzwerk übertragen wurden.

Sonstige Neuerungen von Firefox 54

Nutzer, welche ihren Firefox mit einem mobilen Firefox synchronisieren, sehen den Ordner „Mobile Lesezeichen“ in der Lesezeichen-Verwaltungen ab sofort in der ersten Ebene, was die mobilen Lesezeichen leichter zugänglich macht.

Hat man in der Vergangenheit in vermeintlichen Tuning-Guides Tipps der Art erhalten, dass man über about:config network.http.pipelining und ähnliche Schalter modifizieren soll, hat dies ab Firefox 54 keine Wirkung mehr, da Mozilla die Unterstützung für das HTTP/1.1-Pipelining entfernt hat, was in HTTP/2 sowieso nicht mehr relevant ist.

Die Standard-Startseite about:home zeigt nun das neue Mozilla-Logo. Die ungefähre Restdauer unter dem Download-Pfeil in der Symbolleiste wurde durch einen neuen Download-Pfeil ersetzt, welcher sich mit zunehmendem Fortschritt füllt.

Dieser Artikel wurde von Sören Hentzschel verfasst.

Sören Hentzschel ist Webentwickler und Mozilla Repräsentant (Alumnus). Neben diesem Mozilla-Blog betreibt er unter anderem noch firefoxosdevices.org sowie das Fußball-Portal Soccer-Zone und ist außerdem Administrator des deutschsprachigen Firefox Hilfeforums Camp Firefox.

26 Kommentare - bis jetzt!

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  1. Herbert
    schrieb am :

    außerdem wird die Berechtigung zum Lesen der Zwischenablage nun von Firefox unterstützt.

    Ich hoffe das kann nicht zum Auslesen von Passwörtern missbraucht werden, oder es lässt sich regeln ob und wie das passiert?

  2. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ich verstehe die Frage ehrlich gesagt nicht. Woher soll die Zwischenablage wissen, was der Inhalt bedeutet, der sich in der Zwischenablage befindet? Die Zwischenablage ist der Speicher, in den Inhalte kopiert werden. Die Zwischenablage hat keine Verbindung zum Passwort-Manager oder irgendetwas in der Art. Wenn du einen Text kopierst, kann das alles sein.

    Add-ons konnten außerdem schon die Zwischenablage lesen, seit es Add-ons gibt. Mit WebExtensions führt Mozilla erstmals Berechtigungen ein, das heißt, die Erweiterung muss den Nutzer vor der Installation fragen, ob sie grundsätzlich auf die Zwischenablage zugreifen kann. Das gab es in all den Jahren vorher nicht. Und die Berechtigung wurde eben bislang noch nicht unterstützt und damit war die gesamte Funktionalität nur in älteren Erweiterungs-Architekturen möglich, die aber ja auch noch bis November 2017 unterstützt wird.

  3. AC
    schrieb am :

    die Optionsfelder von <select>-Elementen waren ebenfalls schon immer schwierig browser- sowie betriebssystemübergreifend zu gestalten. Hatte Firefox dies in der Vergangenheit erlaubt, war das mit aktivierter Multiprozess-Architektur bislang nicht mehr möglich. Ab Firefox 54 können hier wieder die Hintergrund- sowie Textfarbe per CSS geändert werden.

    Ist damit wieder der volle Funktionsumfang, der vor e10s unterstützt wurde, wiederhergestellt?

    Und wie kommt es eigentlich, dass eine Änderung an einer solchen (vermeintlich nicht zusammen hängenden) Stelle sich auf die Webplattform auswirkt? Gibt es noch andere, ähnliche Auswirkungen von e10s?

    Danke für den wie immer umfassenden Artikel!

  4. AC
    schrieb am :

    Ist die Sandbox für Windows eigentlich nun komplett abgeschlossen oder fehlen da nach wie vor noch Teile?

  5. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ist damit wieder der volle Funktionsumfang, der vor e10s unterstützt wurde, wiederhergestellt?

    Das kann ich so gar nicht sagen, weil die Options-Felder jetzt grundsätzlich anders funktionieren. Die werden jetzt vom Betriebssystem gerendert und sehen standardmäßig entsprechend so aus, wie es auf dem verwendeten Betriebssystem üblich ist.

    Und wie kommt es eigentlich, dass eine Änderung an einer solchen (vermeintlich nicht zusammen hängenden) Stelle sich auf die Webplattform auswirkt?

    Nun, das hat sogar einen sehr direkten Zusammenhang. Immerhin betrifft die Multiprozess-Architektur den Inhalt von Webseiten beziehungsweise das Zusammenspiel von Browser und Webseite. Und <select>-Elemente sind sehr viel komplexer als man das wahrscheinlich vermutet. Da gibt es eine Kommunikation zwischen Browser- und Content-Prozess. Die alte Implementierung des <select>-Elements war überhaupt nicht kompatibel zur Multiprozess-Architektur, das musste praktisch komplett neu implementiert werden.

    Gibt es noch andere, ähnliche Auswirkungen von e10s?

    Was die Darstellung von HTML-Elementen betrifft, meines Wissens nicht. Aber das Modifizieren von Webseiten-HTML per userContent.css war auch einige Zeit nicht mit der Multiprozess-Architektur möglich und ist erst seit Firefox 52 wieder möglich.

    Ist die Sandbox für Windows eigentlich nun komplett abgeschlossen oder fehlen da nach wie vor noch Teile?

    Auf Windows ist Level 1 der Sandbox implementiert. Siehe:
    https://wiki.mozilla.org/Security/Sandbox#Current_Status

    Unter dem aktuellen Status sind die verschiedenen Level beschrieben. Mozilla arbeitet derzeit an Level 3 und wird Level 3 demnächst standardmäßig aktivieren (und Level 2 als Zwischenschritt überspringen)

    Danke für den wie immer umfassenden Artikel!

    Gerne!

  6. blub
    schrieb am :

    Man kann sich auf Firefox 55 freuen, das wird dank des "doppelten" Nightly-Zyklus ein großer Release 🙂 Die Beta-Release Notes sind ein Vorgeschmack: https://www.mozilla.org/en-US/firefox/55.0beta/releasenotes/

    Zudem werden dort schon viele Quantum-Flow-Verbesserungen landen, die in den Release Notes nicht extra erwähnt werden.

  7. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Zudem werden dort schon viele Quantum-Flow-Verbesserungen landen, die in den Release Notes nicht extra erwähnt werden.

    Das ist das, worauf ich mich am meisten freue. Auch wenn es das am wenigsten "Greifbare" ist. 😉

  8. johannes
    schrieb am :

    Vorsicht, Strufen (eingestruft)

  9. RedOne
    schrieb am :

    Firefox 54 update  – Vorgänger-Version bleibt bestehen

    Ich habe seit ein paar Monaten das Problem das beim Firefox update die Vorgängerversion nicht gelöscht werden
    (sieht man nach der Installation in Windows 7 pro-64bit – Systemsteuerung –  Programme und Funktionen).

    Komischerweise habe ich dieses Problem nur auf meinem Laptop, nicht auf  Desktops (zum Glück).

    Hat jemand auch dieses Problem und eine Lösung dafür gefunden?
    Firefox deinstallieren und neuinstallieren bringt nichts.

  10. schrieb am :

    Der beste Firefox aller Zeiten? Das ist ja furchtbar! Denn da sich „aller Zeiten“ auch auf alle zukünftigen Zeiten bezieht, heißt das, jede kommende Version wird schlechter als die jetzige sein. Hoffentlich war stattdessen der „bisher beste Firefox“ gemeint. </klugscheißerei>

  11. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @johannes:

    Vorsicht, Strufen (eingestruft)

    Danke, ist korrigiert. 😉

  12. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @RedOne:

    Ich habe seit ein paar Monaten das Problem das beim Firefox update die Vorgängerversion nicht gelöscht werden

    Ich denke nicht, dass dem so ist. Wenn du Firefox aktualisierst, wird die alte Version ja überschrieben, Firefox wird nicht bei jedem Update in einem anderen Verzeichnis installiert. Siehe folgender Abschnitt.

    (sieht man nach der Installation in Windows 7 pro-64bit – Systemsteuerung –  Programme und Funktionen).

    Es geht vermutlich "nur" darum, dass in der Systemsteuerung für jede Version neue Einträge erscheinen. Dazu kann ich nichts sagen, da ich seit vielen Jahren kein Windows mehr nutze. Aber ich vermute mal, dass wenn du alle Einträge via Systemsteuerung entfernst und dann, wenn nichts mehr da ist, Firefox sauber neu installierst, das Problem verschwindet. Zumindest ist es einen Versuch wert.

  13. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Gerhard Großmann:

    Der beste Firefox aller Zeiten? Das ist ja furchtbar! Denn da sich „aller Zeiten“ auch auf alle zukünftigen Zeiten bezieht, heißt das, jede kommende Version wird schlechter als die jetzige sein. Hoffentlich war stattdessen der „bisher beste Firefox“ gemeint. </klugscheißerei>

    Nein, klug ist an dieser Bemerkung wirklich gar nichts. 😉 Die Aussage, die Formulierung "aller Zeiten" würde sich auch auf zukünftige Zeiten beziehen, ist nämlich nicht korrekt. Dass sich das nur auf bisherige Versionen beziehen kann, wird durch die Formulierung automatisch impliziert, weil alles andere überhaupt nicht möglich ist (und auch überhaupt keinen Sinn ergeben würde). Ich sehe in dieser Aussage absolut kein Potential, falsch verstanden zu werden, außer man möchte es falsch verstehen.

  14. nym
    schrieb am :

    Bei mir unter Linux Debian 32Bit ist leider nichts von dem neuen e10s zu sehen. Weiterhin nur ein Prozess, auch wenn keine Addons aktiviert sind.

    Da muss ich wohl weiter warten oder?

  15. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Selbst wenn alle Voraussetzungen für mehrere Content-Prozesse erfüllt werden, sind derzeit mehrere Content-Prozesse nur für 80 Prozent derer aktiviert, welche diese Voraussetzungen erfüllen.

  16. Eisenmann Klaus
    schrieb am :

    Seit kurzer Zeit ist es mir nicht mehr möglich bei jahrelang benutzter Seiten Untertseiten anzusehen. Es kommt die Fehlermeldung 'gesicherte Verbindung fehlgeschlagen' Fehlercode SSL_ERROR_INTERNAL_ERROR_ALERT Man soll den Seitenbetreiber kontaktieren. Es kann doch nicht sein, dass ich hunderte von Betreibern anschreiben muss, damit ich diese Seiten korrekt empfangen kann.

    Beispiel: http://www.DVV-Wandern.de Weiterleitung Regionales Angebot Fehlgeschlagen

    Vielen Dank für eine Antwort.

    Klaus Eisenmann

     

  17. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Wenn das so viele Webseiten betrifft, dann ist vollkommen klar, was das Problem ist. Und das Problem ist nicht Firefox. Das Problem ist eine vermeintliche "Sicherheits-Software", die du einsetzt. Die meisten dieser Softwares bieten einen "Schutz" an zur Überwachung des HTTPS-Verkehrs oder ähnlich. Wie auch immer deine "Sicherheits-Software" das nennt, deaktivere diesen Schwachsinn, denn de facto konnte bereits fast allen dieser "Sicherheits-Softwares" nachgewiesen werden, dass dieses Feature keine zusätzliche Sicherheit bringt, sondern deine Sicherheit gefährdet. Denn das ist nichts anderes als ein MITM-Angriff im Stile einer Schadsoftware. Mit dem Problem, dass der Sicherheits-Standard von so ziemlich jeder "Sicherheits-Software" niedriger ist als der Sicherheits-Standard der Browser.

  18. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Das ist übrigens der Grund, wieso viele richtige Sicherheits-Experten von der Verwendung solcher Software abraten. Solche Software ist nur Geldmacherei.

  19. Thorky
    schrieb am :

    [… network.http.pipelining und ähnliche Schalter modifizieren soll, hat dies ab Firefox 54 keine Wirkung mehr, da Mozilla die Unterstützung für das HTTP/1.1-Pipelining entfernt hat, was in HTTP/2 sowieso nicht mehr relevant ist.]

    Ich bin verwirrt? Wieso sind die Schalter denn noch in Firefox enthalten? Lassen sie sich entfernen, ohne dass es den Browser / das Profil schrottet?

  20. Thorky
    schrieb am :

    Martin Brinkmann erklärt in folgendem Artikel, wie man sich die Download-Informationen wieder zurück holen kann: https://www.ghacks.net/2017/06/17/restore-download-information-in-firefox/

    Jedenfalls solange, wie Mozilla das zulässt.

  21. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Ich bin verwirrt? Wieso sind die Schalter denn noch in Firefox enthalten? Lassen sie sich entfernen, ohne dass es den Browser / das Profil schrottet?

    Wenn du die Schalter auf einen Nicht-Standard-Wert gesetzt hast, werden die weiterhin in about:config angezeigt. Das ist mit allen Einstellungen so. Unveränderte Einstellungen verschwinden, wenn sie entfernt werden.

    Es war übrigens noch nie tatsächlich empfehlenswert, diese Schalter zu verändern. Solche vermeintlichen Tuning-Tipps sollte man immer mit Vorsicht genießen.

    Firefox oder das Firefox-Profil können keinen Schaden nehmen. Ob du die Einstellungen noch in about:config siehst oder nicht, die Einstellungen werden einfach nirgends mehr berücksichtigt.

  22. Keemo
    schrieb am :

    Sehr interessante Version 🙂 Anbei eine Beobachtung zur Beta 55  die ich gemacht hatte. Jene verweigert leider mit >About:config > plugin.load_flash_only > False

    den Zugang bzw. das Laden der JRE (lustigerweise funktionieren 2 andere NPAPI Plugins mit dieser Methode (noch).

    An sich war das ja soweit zu erwarten, nachdem Mozilla schon vor einigen Versionen NPAPI offiziell deaktivierte. Jedoch verwundert mich über die o.g. Methode das bei mir nur Java nicht geladen wird, dafür aber andere NPAPI PLugins wie NVidia 3DVision und Microsoft Office 2016 (Sharepoint). Eigentlich müssten beide Plugins doch auch nicht mehr geladen werden, wenn Mozilla den "Schalter" da entfernt hat? 🙂

    PS: Wie immer vielen lieben Dank für deinen Blog lieber Sören Hentzschel 🙂

  23. Thorky
    schrieb am :

    [Firefox oder das Firefox-Profil können keinen Schaden nehmen. Ob du die Einstellungen noch in about:config siehst oder nicht, die Einstellungen werden einfach nirgends mehr berücksichtigt.]

    Danke! 🙂

  24. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    @Keemo:

    Sehr interessante Version 🙂 Anbei eine Beobachtung zur Beta 55  die ich gemacht hatte. Jene verweigert leider mit >About:config > plugin.load_flash_only > False

    den Zugang bzw. das Laden der JRE (lustigerweise funktionieren 2 andere NPAPI Plugins mit dieser Methode (noch).

    An sich war das ja soweit zu erwarten, nachdem Mozilla schon vor einigen Versionen NPAPI offiziell deaktivierte. Jedoch verwundert mich über die o.g. Methode das bei mir nur Java nicht geladen wird, dafür aber andere NPAPI PLugins wie NVidia 3DVision und Microsoft Office 2016 (Sharepoint). Eigentlich müssten beide Plugins doch auch nicht mehr geladen werden, wenn Mozilla den "Schalter" da entfernt hat? 🙂

    Der Schalter wurde, glaube ich, noch nicht entfernt. Allerdings hat Mozilla bereits in Firefox 53 damit begonnen, diverse Workarounds für verschiedene NPAPI-Plugins aus Firefox zu entfernen. Und andere NPAPI-Plugins außer Flash werden auch nicht mehr getestet. Das heißt, es besteht nach wie vor die Chance, dass man gewisse NPAPI-Plugins zum Laufen bekommt, allerdings wird es mit jedem Firefox-Update eher schlechter als besser werden.

    Ich kann nichts zu konkreten Plugins sagen, da ich selbst keine anderen Plugins auf meinem System installiert habe.

    PS: Wie immer vielen lieben Dank für deinen Blog lieber Sören Hentzschel 🙂

    Gerne! 🙂

  25. Dieter Urlas
    schrieb am :

    Besteht die Möglichkeit dass sich anstatt des sich langsam füllenden Download-Pfeils wieder die Download-Restzeit angezeigt wird?

  26. Sören Hentzschel Verfasser des Artikels
    schrieb am :

    Hallo,

    am besten fragst du mal im Firefox-Forum nach:
    https://www.camp-firefox.de/forum/

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